Ökumenische Wärmestube erhält 2007 den Bürgerpreis der Stadt Wernigerode
Die Wernigeröder Hospitälerstiftung verlieh zum 4. Mal den Wernigeröder Bürgerpreis. Aus einer Vielzahl an eingereichten Vorschlägen und nach konstruktiven Diskussionen hat der Vorstand die Ökumenische Wärmestube aus Wernigerode als Preisträger ausgewählt.
Ludwig Hoffmann, Vorsitzender der Wernigeröder Hospitälerstiftung führte in einführenden Worten die Bedeutung der sozialen Einrichtung auf. „Sie geben Wärme im direkten und übertragenen Wortsinn. Wir sind froh, dass wir Ihr Anliegen auch mit einer finanziellen Hilfe unterstützen können“. Pfarrer Frieder Anacker umriss in seiner Laudatio kurz die Stationen der bisherigen Entwicklung. Seit 1996 treffen sich in der Ökumenischen Wärmeküche engagierte Freiwillige, die im Winterhalbjahr an jedem Donnerstag ein Frühstück für Bedürftige herrichten. Waren es zuerst Obdachlose, die das Angebot annahmen, sind es heute auch sozial schwache Mitbürger, unter Ihnen viele Frauen. Mittlerweile kümmern sich die freiwilligen Helfer der Wärmestube auch um die Verteilung der Lebensmittel aus der „Harzer Tafel“. Alle 14 Tage werden dazu die aus Quedlinburg hergebrachten Lebensmittelspenden ausgegeben.
12 Jahre ehrenamtlichen Engagements sind eine lange Zeit, doch konnte der Staffelstab der freiwilligen Helfer bisher immer weitergegeben werden. Trotzdem sucht die Ökumenische Wärmestube neue (junge) Helfer. Hildegunde Fischer sprach im Namen der Freiwilligen einen herzlichen Dank für die Anerkennung aus. Viele Einzelspender, Firmen und Vereinigungen unterstützen die Arbeit der Wärmestube – mit der Verleihung des Wernigeröder Bürgerpreises, wird die ehrenamtliche Arbeit jetzt auch öffentlich in besonderer Weise gewürdigt.