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Ein kleiner Gruß aus der Kinderbibliothek!

Gruß aus der Kinderbibliothek
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Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt
Wernigeröder Zeitung und Intelligenzblatt

In der Wernigeröder Zeitung vom 14.12.1936 erschien der folgende Beitrag,

den wir aufgrund der Aktualität hier wiedergeben möchten:

 

Schutz gegen Grippe!

Ein Aufruf von Professor Reiter

Der Präsident des Reichsgesundheitsamts Prof. Dr. Reiter erläßt folgenden Aufruf:

Anläßlich der in den letzten Wochen aufgetretenen Häufung von Grippeerkrankungen liegt Veranlassung vor, die Bevölkerung auf folgende Gesichtspunkte hinzuweisen:

Die Grippe ist eine überaus ansteckende Krankheit, die hauptsächlich durch erkrankte Personen direkt verbreitet wird. Gewöhnlich beginnt sie mit Husten, Schnupfen, Fieber und großer Mattigkeit. Die Krankheitserreger finden sich auf den Schleimhäuten der oberen Luftwege, und werden beim Husten und Niesen durch kleinste Schleimtröpfchen auf andere gesunde Personen ausgestreut. Auch durch die Hände, Taschentücher und Gebrauchsgegenstände kann der Ansteckungsstoff übertragen werden.

Deshalb Vorsicht vor Kranken und Krankheitsverdächtigen … Laßt euch nicht anhusten und anniesen,

- wascht stets die Hände vor dem Essen …

Jeder hat die Pflicht, die Gesundheit anderer Volksgenossen vor Schaden zu bewahren, deshalb vermeidet es, andere durch Anhusten oder Anniesen zu gefährden – haltet auch dabei ein Taschentuch oder den Handrücken vor Mund und Nase.

Wer sich krank fühlt und fiebert, gehört ins Bett. Dadurch schont er seinen Körper und verbreitet die Krankheit nicht weiter. Rechtzeitiges Zuziehen eines Arztes ist zur Vermeidung von Nachkrankheiten dringend geboten. Es ist nicht unbedenklich, trotz schlechten Befindens zur Arbeit zu gehen, denn durch rechtzeitige Schonung kann oft der Ausbruch schwerer Krankheitserscheinungen vermieden werden. Es liegt auch im Allgemeininteresse, daß solche Menschen zu Hause bleiben, da gerade sie an den Arbeitsstellen und in den Verkehrsmitteln zur Ausbreitung der Krankheit beitragen.

Betriebsführer und Behördenleiter werden daher in Epidemiezeiten wie den gegenwärtigen keine falschen Schlüsse über die Dienstauffassung und die Arbeitsfreude der sich krank Meldenden ziehen.


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