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Heltau - Cisnadie (Rumänien)

Am 5. August 2002 wurde im siebenbürgischen Cisnadie/Heltau (Rumänien) der Partnerschaftsvertrag mit Wernigerode unterschrieben. Damit soll das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche Kulturen und Traditionen in den beiden Ländern gefördert werden.   
Diese Partnerschaft soll die Integration der Bürger der osteuropäischen Stadt in die europäische Staatengemeinschaft fördern.
Es werden zahlreiche Hilfsprojekte, insbesondere für die Kinder der Region organisiert. Die Verwaltungen beider Städte führen gegenseitige Erfahrungsaustausche durch. Auf Grund der guten Kenntnisse der deutschen Sprache kann der Kontakt mit den Institutionen und Bürgern der Stadt auch deutschsprachig aufgenommen werden.

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Allgemeine Informationen über Heltau

Cisnădie (deutsch Heltau, siebenbürgisch-sächsisch De Hielt, ungarisch Nagydisznód) ist eine von Deutschen (Siebenbürger Sachsen) gegründete und jahrhundertelang mehrheitlich von Siebenbürger Sachsen bewohnte Stadt in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographie

Heltau liegt ca. 8 km südwestlich von Hermannstadt entfernt am Fuß der Südkarpaten. Durch die Stadt fließen zwei Bäche, der Pârâul Argintului (Silberbach) und der Pârâul Ursului (Bäresbach).

Geschichte

Heltau wurde 1204 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1425 erhielt Heltau die erste Turmuhr Siebenbürgens. Im Jahre 1500, anlässlich eines Besuches von König Wladislaus II., erhielt die Stadt das Marktrecht.

Die Zeit vom 15. bis zum 17. Jahrhundert war geprägt von zahllosen Türkeneinfällen, aber auch walachischen Überfällen, die große Verwüstungen verursachten. 1660 gab es während einer Pestepidemie 411 Tote.

Bevölkerung

1734 siedelten sich etwa 125 Landler in Heltau an. Im Jahr 1941 hatte Heltau 5.385 Einwohner, davon 3.691 Deutsche. 1946 erhielt die Ortschaft das Stadtrecht. Bereits in den 1950er Jahren setzte die Aussiedlung der Siebenbürger Sachsen in die Bundesrepublik Deutschland ein, und zwar in Form der Zusammenführung von Familien, deren Männer nach dem Zweiten Weltkrieg oder infolge der Deportation nach Deutschland verschlagen worden waren. In den darauffolgenden Jahren setzte sich dieser Trend fort und erreichte seinen Höhepunkt nach der Revolution von Dezember 1989.

In Heltau befinden sich außer der evangelischen noch zwei orthodoxe, zwei griechisch-katholische Kirchen und mehrere Gebetshäuser protestantischer Freikirchen.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirchenburg Kirchenburg, Anfang 13. Jahrhundert
  • Textilindustriemuseum

Persönlichkeiten

  • Johann Bergleiter (1774-1843), evangelischer Bischof in Siebenbürgen
  • Caspar Helth, (* um 1520-1574), evangelischer Theologe, Schriftsteller, Verleger und Reformator
  • Oskar Paulini (1904-1980), Schriftsteller
  • Karin Gündisch (* 1948), Schriftstellerin
  • Birgit Kelle (* 1975), Publizistin

Partnerstädte

Cisnădie unterhält Partnerschaften mit:

  • Château-Thierry in Frankreich, seit 1997
  • Wernigerode in Sachsen-Anhalt, seit 2002
  • Hola Prystan in der Ukraine, seit 2006

© de.wikipedia.org

Geschichte der Partnerschaft

2016

Am 3. September 2016 fand die Bürgerreise für 26 Teilnehmer aus Wernigerode nach Rumänien statt. Die Bürger besuchten unter anderem die Städte Brasov, Sibiu und Cisnadie/Heltau.
Ein besonderer Moment war die feierliche Unterzeichnung einer Vereinbarung im Partnerschaftsvertrag beider Städte die die Themenschwerpunkte Demografischer Wandel, Nachhaltigkeit und Nutzung von EU-Fördermittel erneuert.
Wichtig für die Städtepartnerschaft ist die Kommunikation zwischen der Verwaltung beider Städte und der Erfahrungsaustausch.

2014

Vertreter der Heltauer Stadtverwaltung nahmen am Sachsen-Anhalt Tag 2014 in Wernigerode teil.

2009

Der Oberbürgermeister Peter Gaffert ist mit dem Haupt- und Rechtsamtleiter Rüdiger Dorff im Oktober 2009 in die Partnerstadt Heltau gereist.
Der Oberbürgermeister zog am Ende seiner Reise ein sehr positives Fazit.

2007

Im September 2007 fand ein Gegenbesuch einer Wernigeröder Delegation in Heltau/Cisnadie statt.
Neben der feierlichen Namensgebung einer Straße in der Stadt auf den Namen "Wernigerode", wurde ein Baum gepflanzt als Symbol für die Partnerschaft.
Während des Besuches wurde die Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft besprochen und welche Fortschritte in Heltau gemacht wurden.
Die Delegation nutzte die Gelegenheit, Jenny Rasche aus Stapelburg und ihre Familie in der Nähe von Herrmannstadt zu besuchen. Sie organisiert seit mehreren Jahren ehrenamtlich einen Hilfsverein für Romakinder in Siebenbürgen. Jenny Rasche und ihre Partnerinnen verfolgen bewundernswerte das Ziel die Integration vorwiegend durch Bildung zu fördern.
Der Besuch der Delegation hat viel zur Festigung der Partnerschaft beigetragen.

2006

Am 30. Juni 2006 besuchte eine rumänische Delegation bestehend aus Kommunalpolitikern der Stadt und eine rumänische Kinderfolkloregruppe die offizielle Einweihung des "Heltauer Platzes".
Die Heltauer freuten sich sehr darüber, dass in ihrer Partnerstadt ein Platz den Namen ihrer Heimatstadt trägt.
Die Delegation informierte sich hauptsächlich über die Sozialeinrichtungen in Wernigerode.