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Initiative "Große für Kleine - Kinder in Aktion"

Frau Annette Klaue

Steingrube 8
im Senioren- und Familienhaus
38855 Wernigerode

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In der Initiative "Große für Kleine - Kinder in Aktion" haben sich "Große" - d.h. engagierte Erzieher/innen und Eltern - zusammengetan, um regelmäßig Aktionen für "Kleine" zu organisieren.

Die Initiative wurde 2006 gegründet. Eltern, Großeltern, Erzieher/innen und Interessierte fanden sich mit dem Ziel zusammen, für Kinder in der Freizeit Angebote zu unterbreiten. So gab es u.a. das jährliche Familiensportfest im Sportforum oder der Kohlgartenturnhalle, das Singen und Bewegungsangebote am Nachmittag mit Kindern in den Kitas.

Seit 2007 wird im Rathaussaal Theater für Kinder gespielt. Spaß am Schauspielern ist eine wichtige Voraussetzung. Die Laienschauspieler verfolgen das Ziel, vielen Kita- und Hortkindern mit der Theateraufführung zu Weihnachten Freude zu bereiten. Es ist ein offenes kulturelles Angebot, eine Handlung mit Kindern und für Kinder.

Eine Theateraufführung ist etwas anderes als ein technisches Medienangebot. Hier sind die Darsteller unmittelbar bei dem Kinderpublikum. Die Kinder werden mit ihren emotionalen Zwischenrufen aktiv in die Handlung einbezogen, und oft zeigen sie voller Begeisterung und Teilnahme das Gesuchte oder warnen vor den „bösen“ Märchenfiguren. Es werden alle Kinder erreicht, auch die, die voraussichtlich keine andere Möglichkeit haben, eine Theateraufführung, wenngleich auch nur mit Laienschauspielern gestaltet, in ihrer Kinderzeit zu erleben. Kinder werden heranführt an volkstümliche Märchen und Erzählungen.

Dieses kulturelle Angebot ist kostenfrei.

Kinder sind heute einer Vielzahl von Eindrücken ausgesetzt. Da ist es wichtig, ihnen Anregungen zu bieten, die anderer Art sind und auch einen weiteren Zugang zu Bildung eröffnen. Die Märchenaufführungen fördern u.a. die Konzentration und Aufmerksamkeit der Kinder, regen die Phantasie an, lassen die Kinder kreativ werden beim Nachspielen der Handlungen im Rollenspiel. Der ästhetische Aspekt spielt eine große Rolle. Hier bietet das Rathaus mit dem großen Saal eine märchenhafte Kulisse. Den Laienschauspielern ist es wichtig, das Bühnenbild und die Kostüme ästhetisch, ansprechend und passend zum Märchen zu gestalten. Das Bühnenbild wird selbst hergestellt, die Kostüme zu großen Teilen ebenfalls.

Das Skript wird - angelehnt an die Originalfassung - umgeschrieben und musikalisch untersetzt. Hier werden neben einfachen Kinderliedern auch klassische Instrumentalstücke in Abhängigkeit zum Inhalt zugeordnet. Es soll gelingen, mit Hilfe der Musik eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen - ein kleiner Kunstgenuss für Augen und Ohren.

Letztendlich entsteht ein neues „Märchenwerk“, speziell für die Kinder abgewandelt und zugeschnitten.

In all den Jahren war es allen Laienschauspielern wichtig, interessierte Kinder und Jugendliche einzubeziehen. Das waren und sind häufig Kinder der Spieler oder deren Freundinnen und Freunde. Sie haben das Mitwirken ihrer Eltern erlebt und bringen sich ebenfalls sehr gern ein. Viele Kinder haben bereits mitgespielt, bis andere Verpflichtungen sie einholten. So wird Interesse geweckt, und es bleibt ein besonders nachhaltiges Erlebnis.

Für die Werbung (Plakat) werden immer Kinder gesucht, die sich an einem Malwettbewerb für das Plakat beteiligen möchten.

Jährlich ab September beginnen die intensiven Vorbereitungen.

An einem Tag vor Weihnachten wird das Märchen dann sechsmal aufgeführt. Die letzte Vorstellung ist immer öffentlich. Die öffentliche Aufführung nutzen die Eltern oder Großeltern, deren Kinder in den vorhergehenden fünf Vorstellungen nicht dabei sein konnten. Strahlende Kinderaugen und lachende Gesichter sind der Lohn für die Mühen der ehrenamtlich tätigen Laienschauspieler.

Es entstand eine schöne Tradition, die jährlich zur Weihnachtszeit vielen Kindern Märchenklassiker wie „Schneewittchen“, „Dornröschen“, „Frau Holle“, „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Tischlein deck dich“, „Die Goldene Gans“, „Der gestiefelte Kater“, „Aschenputtel“, „Rumpelstilzchen“ und „Der Wolf und die sieben Geißlein“ bot.

Dieser feste Bestandteil des Weihnachtsprogrammes der Stadt Wernigerode kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Die Spieler schauen aber mit Zuversicht auf das neue Jahr und freuen sich, dann wieder in Rollen zu schlüpfen, um großen und kleinen „Theatergästen“ Freude zu bereiten.

Wenn Sie sich auch als "Große/r" für "Kleine" engagieren möchten und vielleicht selbst auch Ideen einbringen möchten, freuen wir uns auf Sie! / Annette Klaue