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04.02.2020

Was hat mein Steak mit dem Klima zu tun?

Die neue Sonderausstellung „Klimagourmet“ im Harzmuseum wird am 4. Februar 2020 eröffnet.

Ausstellung Klimagourmet im Harzmuseum
Plakat Klimagourmet

Am 4. Februar eröffnet Oberbürgermeister Peter Gaffert gemeinsam mit dem Team des Harzmuseums die neue, interaktive Sonderausstellung „Klimagourmet“. Alle Interessierten sind sehr herzlich um 18.00 Uhr in den großen Ratssaal im Wernigeröder Rathaus eingeladen. In das Thema Klimawandel im Kontext der Harzregion einführen wird Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher des Nationalparks Harz. Im Anschluss ist eine kostenfreie Besichtigung der Ausstellung im nebenan gelegenen Harzmuseum möglich.

Der Auftakt des Ausstellungsjahrs im städtischen Harzmuseum gilt einem Thema, das die Öffentlichkeit seit einigen Jahren intensiv bewegt: Dem Klimawandel. Im Vordergrund der auf ca. 60 Quadratmetern gezeigten Ausstellung steht ein Einzelaspekt, nämlich die Ernährung und ihre Auswirkungen auf den Klimawandel. Kurz gesagt geht es um den Zusammenhang zwischen der Produktion verschiedener Lebensmittel und dem Treibhauseffekt. Man erfährt viel über den CO2-Rucksack einzelner Nahrungsmittel, ihren Produktionsaufwand, aber auch über Transport und Verpackung. Wieviel CO2 entsteht bei der Produktion einer Tomate in verschiedenen Jahreszeiten? Wie steht es eigentlich mit dem Kochen auf verschiedenen Herdarten? Und wie unterscheiden sich beispielsweise die Vorgaben verschiedener Bio-Siegel? Durch einen spielerischen Zugang erschließen sich diese Zusammenhänge besonders anschaulich.

Oberbürgermeister Peter Gaffert sieht den Klimawandel als globale Herausforderung für alle Staaten und Regionen der Erde an: „Der vom Menschen beeinflusste Klimawandel hat viele Facetten. Dazu gehören eben nicht nur der Verkehr oder die Energieversorgung, sondern zum Beispiel auch die Produktion von Textilien oder von Lebensmitteln. Dass unser Harzmuseum diesen Aspekt des Themas beleuchtet, begrüße ich nachdrücklich. Denn am Anfang jeder Beschäftigung mit dem Klimawandel sollte die Information stehen, also eine solide Wissensbasis.“

Museumsleiter Olaf Ahrens ergänzt: „Die neue Ausstellung regt zum Anfassen und Mitmachen an, ist sie doch weitgehend interaktiv gestaltet. Wir wollen mit diesem Projekt ausdrücklich zu einer Diskussion anregen, die auf Fakten gründet, und wollen weniger verschiedene Lebensstile bewerten. Jeder muss selbst entscheiden, was er isst oder nicht. Allerdings kann man sich darüber informieren, welche Folgen beispielsweise der Sojaanbau oder die Fleischproduktion auf unserer Erde bzw. im globalen Zusammenhang hat.“

Die neue Sonderausstellung „Klimagourmet“ wurde im Auftrag des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main entworfen. Sie ist für Erwachsene ebenso geeignet wie für Kinder und Jugendliche. Für Gestaltung und Konzept zeichnen die Diplom-Designerinnen Lara Glück und Claudia Stiefel verantwortlich. Die Wanderausstellung wurde von der Unesco im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zweimal ausgezeichnet. Im Harzmuseum wird sie für das Publikum vom 5. Februar bis zum 14. März zu sehen sein.

Daran anschließend wird sich das Haus am Klint einem Künstler des 19. Jahrhunderts widmen: Dem Wernigeröder Hofbeamten und Maler Albert Schöpwinkel. Die Eröffnung ist für den 26. März geplant.