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11.05.2019

30-jährige Städtepartnerschaft zwischen Wernigerode und Neustadt an der Weinstraße 

In diesem Jahr jährt sich das Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Wernigerode und Neustadt an der Weinstraße zum 30. Mal. Aus diesem Anlass empfing Oberbürgermeister Peter Gaffert eine Delegation aus offiziellen Vertretern der Partnerstadt Neustadt an der Weinstraße sowie Teilnehmern einer Bürgerreise im Rathaus Wernigerode.

Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße, Marc Weigel und Oberbürgermeister Peter Gaffert bei der Baumpflanzung im Kastanienwäldchen. © Matthias Bein
Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße, Marc Weigel und Oberbürgermeister Peter Gaffert bei der Baumpflanzung im Kastanienwäldchen. © Matthias Bein

Als Auftakt der Feierlichkeiten wurde am 1. Mai im Wernigeröder Kastanienwäldchen am Lustgarten ein Kastanienbaum gepflanzt. Die junge Esskastanie ist ein Geschenk von Neustadt an Wernigerode und fügt sich nun harmonisch in das nördlichste Kastanienwäldchen Deutschlands ein. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Marc Weigel aus Neustadt enthüllte Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert an dem Baum eine Stele mit folgender Inschrift: „Auf eine lebendige und blühende Freundschaft. 30 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Wernigerode und Neustadt an der Weinstraße. 1. Mai 2019. (Castanea Sativa)“. „Wir sind auch heute dankbar, dass Personen etwas für die Nachwelt bewahrt haben. Ein Baum hat eine unglaubliche Symbolkraft für das Wachstum und das Werden für unsere Partnerschaft. Die Kastanienbäume in unserem Kastanienwäldchen ähneln sehr stark unserer Städtepartnerschaft, die über die Jahre immer blühender und lebendiger wurde.“ erklärte Peter Gaffert bei der Baumpflanzung. Sein Amtskollege Marc Weigel freute sich ebenfalls über die symbolische Vertiefung der Städtepartnerschaft. „Ein schöner Ort, um ein Stück Pfalz zum Erblühen zu bringen. Wie dieser Baum wird auch unsere Partnerschaft weiter gehegt und gepflegt. Für die Pfalz ist die Kastanie ein sehr typischer Baum.“ Denn seitdem die Römer das mediterrane Gewächs (zusammen mit dem Wein) in die Pfalz gebracht haben, gedeihen die Edelkastanien, Esskastanien oder "Keschde" wie die Pfälzer sagen, bestens im südlichen Pfälzerwald und entlang der Deutschen Weinstraße. Esskastanien sind fest mit Pfälzer Kultur und Lebensart verwurzelt. 

Am Nachmittag lud Oberbürgermeister Peter Gaffert zu einem Empfang in den Festsaal des Rathauses ein. In einer Gesprächsrunde unter dem Motto: „Erzähl mal von früher“, wurden über zahlreiche Anekdoten und Geschichten berichtet, die sich im Laufe der 30-jährigen Partnerschaft zugetragen hatten. Moderator Tom Koch bat nacheinander die Teilnehmer zu einer kurzweiligen Podiumsgesprächs auf die Bühne. Circa 150 Gäste folgten den Gesprächen. Die Podiumsteilnehmer waren Neustadts ehemaliger Oberbürgermeister Dieter Ohnesorge als „Mann der ersten Stunde“, Wernigerodes früherer Dezernent und stellvertretender Oberbürgermeister für Gemeinwesen 

Andreas Heinrich, welcher vom Verwaltungsaustausch zur Wendezeit berichtete. Ulrike Bahl, Lehrerin aus Neustadt und erste Umweltpreisträgerin der Stadt Wernigerode, die mit einer Gruppe Schülern und Schülerinnen verschiedene Gewässeruntersuchungen von 1991 bis 1995 durchführte sowie Hans-Jürgen Ullrich, Radsportler aus Wernigerode und Organisator der Freundschaftsradtouren zwischen beiden Städten in den Jahren 1996 und 1999. Moderator Tom Koch interviewte die Gesprächspartner zu ihren ganz persönlichen Erlebnissen und Verbindungen zum Thema Städtepartnerschaft. Im Hintergrund gab es interessante Fotos aus 30 Jahren lebendiger Partnerschaft zu sehen sowie eine zweiminütige Filmsequenz des MDR zur Fahrrad-Freundschaftstour aus dem Jahr 1999. 

Nach der kurzweiligen Podiumsrunde unterzeichneten die Oberbürgermeister beider Städte zur großen Freude aller Anwesenden den Vertrag für das jährlich in Wernigerode stattfindende Weinfest für die nächsten Jahre. 

Begleitend zum Rahmenprogramm fand eine mehrtägige Bürgerreise von Bürgern aus Neustadt an der Weinstraße statt. Auf dem Programm der Bürgerreise standen unter anderem eine Fahrt mit dem Hexenzug der Interessengemeinschaft HSB e.V. von Wernigerode nach Schierke, die Teilnahme an den Walpurgisfeiern in Schierke, eine Stadtführung, eine Fahrt mit der Bimmelbahn zum Schloss sowie eine Schlossführung auf dem Programm.