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Sonderausstellung

An dieser Stelle möchten wir Sie über unsere aktuellen, geplanten und vergangenen Sonderausstellungen informieren.  In regelmäßigen Abständen bieten wir unseren Gästen auf diesem Wege eine thematische Erweiterung zu der Dauerausstellung unseres Harzmuseums an.

Der Maler Albert Schöpwinkel - eine Hommage

Plakat Albert Schöpwinkel
Plakat Albert Schöpwinkel

Ab dem 11. Mai ist unsere neue Sonderausstellung über den Maler Albert Schöpwinkel (1830-1910) für Sie geöffnet. Wir präsentieren Ihnen einen Künstler, der noch nie mit einer großen Einzelausstellung gewürdigt wurde. Unter der Überschrift "Der Maler Albert Schöpwinkel - eine Hommage" würdigen wir einen der bedeutendsten Maler seiner Zeit in der Region. Schöpwinkel lebte von 1859 bis 1894 in Wernigerode und stand hauptberuflich in Diensten des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode.


Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Fotos und Handschriften wurden von unserem Team in den letzten Monaten zusammengetragen. Darunter befinden sich unter anderem Landschaftsdarstellungen aus Wernigerode und Umgebung, aus der rheinischen Heimat Schöpwinkels, aber auch Motive seiner Reisen nach Südfrankreich und in die Schweiz. Hinzu kommen zwei Porträts, ein Selbstporträt des Künstlers und eines seiner ersten Frau Albertine.


Ergänzt wird die Sonderausstellung durch Familienfotos, Zeichnungen, ein Skizzenbuch, sowie weitere Materialien und Quellen. Damit bietet sich zum ersten die Gelegenheit den Künstler Albert Schöpwinkel mit einem Querschnitt seines künstlerischen Werks umfassend kennenzulernen. Da die Kunstwerke überwiegend aus Privatbesitz stammen, waren viele davon noch nie öffentlich zu sehen. Mit Abstand wichtigster Leihgeber der Ausstellung ist ein Urenkel Schöpwinkels, der in Wernigerode lebt. Ohne diese Leihgaben wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen. Mit fachlicher Beratung unterstützte der Regionalhistoriker Dr. Steffen Wendlik das Projekt.


Albert Schöpwinkel wird in der Ausstellung nicht nur als bedeutender Maler und Zeichner sichtbar, man erfährt auch manches über seine Herkunft, sein Leben und seine berufliche Laufbahn. So stand er seit 1859 in Diensten von Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode. 35 Jahre lang übernahm er verschiedene Verwaltungsaufgaben, zunächst als Privatsekretär von Graf Otto, später als Kanzleirat und zusätzlich als Verantwortlicher für die gräflichen Sammlungen. 24 Jahre lang gab er zudem Zeichenunterricht am gräflichen Gymnasium, dem heutigen Gerhart-Hauptmann-Gymnasium. Auch innerhalb der Wernigeröder Stadtgesellschaft war Schöpwinkel gut vernetzt und pflegte Freundschaften und gute Kontakte zu verschiedenen bekannten Persönlichkeiten. 1894 trat er nicht zuletzt wegen gesundheitlicher Probleme in den Ruhestand und zog wieder in seine rheinische Heimat. Seinen Lebensabend verbrachte er in Obercassel, heute ein Stadtteil von Bonn. Schöpwinkel führte zeitlebens ein handschriftliches Verzeichnis seiner Werke, in dem 240 Nummern notiert sind, darunter überwiegend Ölgemälde.


Weitere Leihgaben der Sonderausstellung kommen von der Schloß Wernigerode GmbH, aus dem Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg und aus Privatbesitz. Drei in der Ausstellung gezeigte Gemälde befinden sich in der Sammlung des Harzmuseums.

Schöpwinkels Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 180. Mal, sein Todestag zum 110. Mal. Die Sonderausstellung wird bis zum 24. Oktober 2020 gezeigt.

 

Nutzen Sie hier die Gelegenheit um sich in unserem neuen Ausstellungsarchiv auch über unsere vergangenen Ausstellungen zu informieren.

Kimagourmet


Plakat Klimagourmet
Plakat Klimagourmet

Am 4. Februar eröffnete Oberbürgermeister Peter Gaffert gemeinsam mit dem Team des Harzmuseums die interaktive Sonderausstellung „Klimagourmet“. In das Thema Klimawandel im Kontext der Harzregion führte Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher des Nationalparks Harz, ein. Im Anschluss war eine kostenfreie Besichtigung der Ausstellung im nebenan gelegenen Harzmuseum möglich.

Der Auftakt des Ausstellungsjahrs im städtischen Harzmuseum galt einem Thema, das die Öffentlichkeit seit einigen Jahren intensiv bewegt: Dem Klimawandel. Im Vordergrund der auf ca. 60 Quadratmetern gezeigten Ausstellung steht ein Einzelaspekt, nämlich die Ernährung und ihre Auswirkungen auf den Klimawandel. Kurz gesagt geht es um den Zusammenhang zwischen der Produktion verschiedener Lebensmittel und dem Treibhauseffekt. Man erfährt viel über den CO2-Rucksack einzelner Nahrungsmittel, ihren Produktionsaufwand, aber auch über Transport und Verpackung. Wieviel CO2 entsteht bei der Produktion einer Tomate in verschiedenen Jahreszeiten? Wie steht es eigentlich mit dem Kochen auf verschiedenen Herdarten? Und wie unterscheiden sich beispielsweise die Vorgaben verschiedener Bio-Siegel? Durch einen spielerischen Zugang erschließen sich diese Zusammenhänge besonders anschaulich.

350 Jahre Schierke

Plakat "350 Jahre Schierke"
Plakat "350 Jahre Schierke"

Am 19. September um 18 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Peter Gaffert im großen Ratssaal die Sonderausstellung über den Ort Schierke.

Das Haus am Klint zeigte die Ausstellung mit dem Titel „Vom Hüttenort zum Wanderparadies. 350 Jahre Schierke“ vom 20. September 2019 bis zum 11. Januar 2020. Anlass und Ausgangspunkt der Ausstellung war die Gründung einer Eisenhütte durch Graf Heinrich Ernst zu Stolberg im Jahr 1669, also vor genau 350 Jahren. Damit wurde auch der Grundstein für eine dauerhafte Ansiedlung und damit für den Ort Schierke gelegt, heute Ortsteil der Stadt Wernigerode. Gleichzeitig jährt sich die Eingemeindung von Schierke nach Wernigerode zum zehnten Mal.

Inhaltlich erarbeitet wurde die Sonderausstellung von dem Regionalhistoriker Dr. Uwe Lagatz. Ein großer Teil der gezeigten Ausstellungsstücke stammt aus örtlichen Archiven und privaten Sammlungen. Zusammen mit dem Harzmuseum entstand so eine Ausstellung, die in vier Kapiteln die Geschichte Schierkes von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu den Großprojekten und Projektideen der Gegenwart zeigt. So ist beispielsweise auch ein Modell der Schierker Feuerstein Arena in der Ausstellung zu sehen. Damit möchte die Ausstellung zeigen, dass die Entwicklung Schierkes keineswegs abgeschlossen ist und dass bewusste, zukunftsweisende Entscheidungen schon in vergangenen Jahrhunderten die Entwicklung des Ortes maßgeblich bestimmt haben.

DESIGN! bauhaus-erbe in der ddr

Plakat DESIGN
Plakat DESIGN

Unsere letzte Sonderausstellung war unser kleiner Beitrag zum diesjährigen Bauhaus-Jubiläum, dass mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen deutschlandweit und international gefeiert wurde.

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Geschirr, Spielzeug aus Kindertagen oder an Ihre erste Kaffeemühle? Vielleicht hat dies ein Gestalter entworfen, der mit seiner Arbeit in der Tradition des Bauhauses steht. Vor 100 Jahren gründete Walter Gropius in Weimar die Kunstschule, die ihre Spuren auf der ganzen Welt hinterlassen hat, nicht nur in der Architektur. Auch die Alltagswelt der Gebrauchsgegenstände wurde durch das Bauhaus und seine Schüler geprägt.

Die Sonderausstellung zeigte Design aus der DDR zwischen den 50er und 80er Jahren. Einige Objekte unserer Auswahl sind auch noch nach der staatlichen Wiedervereinigung entstanden. Somit umfasste die Ausstellung fast ein halbes Jahrhundert, in dem sich die Formensprache – in der Kunst wie in der Alltagswelt – oft radikal verändert hat. Gleichzeitig haben sich Gestaltungslinien aber auch fortgesetzt und wurden neu gedacht und variiert. Die Objekte stammten fast ausschließlich von Axel Rachwalski, der seit mehr als zehn Jahren und mit großer Leidenschaft am Gießerweg in Wernigerode seine Ausstellung „form gestaltung in der ddr“ betreibt. Viele davon können Besucher erstmals öffentlich sehen.

Die Ausstellung war vom 26. Juni bis zum 31. August 2019 bei uns im Museum zu besuchen.

Die Eröffnung am 25. Juni im Ratssaal wurde musikalisch von dem Klarinettenquartett "Quartett 3plus1" aus Leipzig begleitet.

Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück.

Wolf in der Seitenansicht
© Jürgen Borris
Wolf in der Seitenansicht © Jürgen Borris

Diese Sonderausstellung " Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück." ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Seit langer Zeit ist er aus der freien Wildbahn verschwunden. Kinder kennen ihn meist nur aus Grimms Märchen oder aus dem Fernsehen, doch nun ist er zurückgekehrt: Canis Iupus, der Wolf. Doch wie soll er sich in einen Lebensraum einfügen, der ihm völlig fremd ist? Straßen, Siedlungen und eine intensiv genutzte Natur haben die Landschaft stark verändert - ein Fernhalten aus „menschlichen“ Gebieten ist kaum möglich.
Hier setzt die Wanderausstellung an. Sie soll in erster Linie aufklären und einen aktuellen Informationsstand üder den Wolf vermitteln. Es geht vor allem darum, den Wolf als das wahrzunehmen, was er ist: Ein Wildtier, das wieder seinen Platz im Naturhaushalt Mitteleuropas sucht.

Nun zieht die Ausstellung weiter nach Bad Wurzach in das NATURSCHUTZZENTRUM Wurzacher Ried

Geschenkt. Weihnachtsgeschenke aus alter und neuer Zeit.

Märchenszene Hänsel und Gretel

Am Sonntag, 3. Dezember 2017, um 14 Uhr wurde die Sonderausstellung „Geschenkt! Weihnachtsgeschenke aus alter und neuer Zeit“ im Harzmuseum eröffnet.

Besonderes Highlight – Die Ausstellungsobjekte stammten nicht aus dem Bestand des Museums, es sind Leihgaben aus den privaten Haushalten dieser Region. So kamen 80 Objekte aus Wernigerode, Quedlinburg, aber auch Weißenfels und Thale. Zu sehen war ein breites Spektrum an Exponaten: Spielzeug, Brettspiele, Puppen, Teddybären, Kaufmannsladen, Bauernhof, Bücher und ein Kindernähkasten. Ergänzt wurde die Ausstellung u.a. durch drei thematisch passende Bildmotive, die vom Bildarchiv des Deutschen Historischen Museums in Berlin zur Verfügung gestellt worden sind.

Invasion der Arten

Damhirsch
© Johann-Nikolaus Andreae

Am 6. März 2018 wurde diese naturkundliche Sonderausstellung über nach Mitteleuropa einwandernde Tier- und Pflanzenarten eröffnet. Hier wurden einzelne in unserer Region neuansässige Arten vorgestellt sowie deren Einfluss auf unser Ökosystem skizziert.

 
Wir alle kennen sie, den Waschbären, den Riesenbärenklau oder auch die Nilgans. Im Zusammenhang mit diesen Arten fallen oft Bemerkungen wie „wirtschaftlicher Schaden“, „gesundheitliche Gefahr“ oder „Verdrängung heimischer Arten“. Warum haben diese Pflanzen und Tiere einen so schlechten Ruf? Das verbindende Merkmal zwischen diesen drei Arten ist ihre Herkunft. Alle drei stammen aus anderen Regionen der Erde und kamen mit Hilfe des Menschen hierher. Alle drei besitzen eine hohe Anpassungsfähigkeit und haben bei uns nur wenige oder auch gar keine Feinde, die bestandsregulierend wirken würden. Alle drei verbreiten sich nahezu ungehindert über Mitteleuropa. Wir - und noch viel mehr alle anderen hier lebenden Pflanzen und Tiere - müssen uns also mit diesen Arten arrangieren.

Schätze und Seltenheiten. 150 Jahre Harzbücherei

Harzbücherei, Ledereinband
© Matthias Bein

Schätze und Seltenheiten – die Harzbücherei feiert Geburtstag. Die Stadt Wernigerode feierte im Sommer 2018 einen in der Region einzigartigen Bücherschatz: Die nunmehr 150 Jahre alte Harzbücherei.

Die Ausstellung würdigte die einzigartige Sammlung aus Harzliteratur, Karten, Handschriften und weiteren Quellen. Am 15. April 1868 wurde der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde in Wernigerode gegründet, der mit seiner Vereinsbibliothek als Keimzelle der späteren Harzbücherei gilt. Nach dem 2. Weltkrieg ging die Harzbücherei in die Trägerschaft der Stadt Wernigerode über, die den wertvollen Bestand seit den 80er Jahren auch mit eigenem Fachpersonal betreut.

Die Harzmaler

Hallbauer, Brockenblick

Die dreiteilige Ausstellung "Die Harzmaler" ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Wernigeröder Kulturstiftung, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und dem städtischen Harzmuseum entstanden. Im Zentrum stand die Kunstsammlung des Harzmuseums mit ihren mehr als 400 Gemälden, die erstmals in größerem Umfang einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die dreiteilige Ausstellung fand gleichzeitig im Harzmuseum (19. Jahrhundert), in der Galerie 1530 im Kunsthof (20. Jahrhundert) und im Schiefen Haus (zeitgenössische Kunst) an drei Standorten statt. 

Die Gemälde aus der Sammlung des Harzmuseums wurden im dritten Ausstellungsteil um eine zeitgenössische Perspektive von Christine Bergmann bereichert (Museum Schiefes Haus). Die Hallenser Malerin hat sich im Rahmen eines sogenannten „Heimatstipendiums“ der Kunststiftung Sachsen-Anhalt mit dem Leben und Werk der Harzmaler auseinandergesetzt.

Ein Ausstellungsteil wird auch 2019 noch einmal für einige Monate geöffnet: Nach einer Schließung in den Wintermonaten werden die Gemälde des 20. Jahrhunderts ab dem Frühjahr noch bis in den Sommer 2019 im Kunsthof (Galerie 1530) zu sehen sein.

Ein reich bebilderter Katalog mit den Gemälden der Ausstellung ist im Harzmuseum und im Kunsthof zum Preis von 19,90 € erhältlich.

Deutsche Weihnacht 1900-1945

Deutsche Weihnacht 1917
© Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Harzmuseum Wernigerode präsentierte vom 2. Dezember 2018 bis zum 12. Januar 2019 die Wanderausstellung mit dem Titel "Deutsche Weihnacht 1900-1945", eine Leihgabe aus dem Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen historische Fotos, die ein Berliner Ehepaar vom Jahr 1900 bis 1945 jeweils zu Weihnachten von sich selbst aufgenommen hat.

Zum Hintergrund: Durch einen glücklichen Zufall ist das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf vor einigen Jahren in den Besitz einer besonderen Sammlung gelangt: Eine Serie von Fotos eines Ehepaars namens Wagner, das zunächst in Essen und seit 1909 in Berlin wohnte und sich von 1900 bis 1945 fast jedes Jahr vor dem Weihnachtsbaum abgelichtet hat. Ein seltenes und anschauliches Zeugnis deutscher Alltags- und Kulturgeschichte.

Dank Selbstauslöser sind die beiden Eheleute stets gemeinsam zu sehen. Die so entstandenen Fotos verschickten die Wagners als Weihnachtsgrüße an ihre Freunde. Die Fotoserie ermöglicht einen Einblick in Veränderungen und Zeitläufe, nicht nur hinsichtlich der Weihnachtsgeschenke oder des Tannenbaumschmucks, sondern auch in Bezug auf die Mode oder die Wohnzimmereinrichtung. Darüber hinaus werden schlaglichtartig bestimmte historische Situationen deutlich. So inszenieren sich die Wagners im Jahr 1915 noch vor einer Europakarte mit dem aktuellen Frontverlauf des 1. Weltkriegs, nur um zwei Jahre später bei Kohlenmangel in Mänteln neben dem Weihnachtsbaum zu stehen.