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22.07.2020

Schlossfestspiele mal anders

Auch in ungewöhnlichen Zeiten bringt das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode Musik nach Wernigerode:

Julia Hagen
Neda Navaee © PKOW
Julia Hagen
Neda Navaee © PKOW

Im 25. Jahr seines Bestehens reagieren die Festspielorganisatoren auf die Absage der ursprünglich geplanten Wernigeröder Schlossfestspiele mit der Opernproduktion „La Tragédie de Carmen“ im Zuge der behördlichen Auflagen wegen der Corona-Pandemie und präsentieren unter dem Titel „Schlossfestspiele mal anders“ 24 alternative Konzerte im Fürstlichen Marstall sowie auf dem Schloss Wernigerode.

Musikdirektor Christian Fitzner: „Gerade in ungewöhnlichen Zeiten wie diesen ist es uns eine Herzensangelegenheit, endlich wieder Konzerte zu spielen und ein Zeichen für die Kultur zu setzen. Zugleich wollen wir den Menschen im Land, die uns all die Jahre unterstützt haben etwas
zurückgeben.“

Den Auftakt des Festspielsommers bilden die Soireen im Schloss ab dem 4. August. An insgesamt acht Abenden, am 4., 7., 11., 14., 18., 21., 25. und 28. August musizieren Kammermusikensembles des PKOW sowie Gäste auf dem Schloss Wernigerode. Die gut einstündigen Konzerte finden jeweils Dienstag und Freitag um 18:30 Uhr und 20:30 Uhr auf dem Schlossinnenhof bzw. bei schlechtem Wetter in der Schlosskirche statt. Neben Streichquartett, Flöten-, Horn- und Klaviertrio sowie Salonorchester werden auch ein Holzbläser-Trio sowie Schlagwerk-Solo zu erleben sein.

Nähere Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es auf der Website des Kammerorchesters www.pkow.de

Die Wernigeröder Schlossbahn bringt an den Veranstaltungstagen der Soireen im Schloss alle interessierten Besucher zum Selbstkostenpreis auf das Schloß Wernigerode. Abfahrtszeit ist jeweils 18 Uhr und 20 Uhr ab dem Parkplatz Anger. Musikalische Höhepunkte bieten zudem die Serenadenkonzerte mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode am 8., 15., 22. und 29. August. Unter der musikalischen Leitung von MD Christian Fitzner werden herausragende, international renommierte Solisten das Konzertpodium im Fürstlichen Marstall Wernigerode betreten.

Im ersten Konzert am 8. August wird keine andere als Julia Hagen – eine der vielversprechendsten Instrumentalist*innen ihrer Generation – das erste Cellokonzert in C-Dur von Haydn interpretieren.
Mit 25 Jahren hat sich Julia Hagen rasant zu einer der gefragtesten jungen Solistin entwickelt. Gefeierte Debüts in den großen Sälen der Welt prägten die vergangenen drei Jahre und die junge Musikerin machte weltweit auf sich aufmerksam.

Zudem spielt das Orchester die Sinfonie Nr. 40 in g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart.Ein weiteres Highlight erwartet die Zuhörer am Samstag, den 15. August, wenn Klarinettist Sebastian Manz mit einem Klarinettenkonzert von Stamitz und dem Klarinettenquintett von Weber das Publikum beeindrucken wird. Der international renommierte Solist, Kammermusiker und SoloKlarinettist des SWR Symphonieorchesters, feierte seinen großen Durchbruch 2008 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Dort erhielt er den 1. Preis in der Kategorie Klarinette, der seit 40 Jahren nicht mehr in dieser Rubrik vergeben worden war, sowie den begehrten Publikumspreis und weitere Sonderpreise. Zuvor gewann er mit seinem Klavierpartner Martin Klett den Deutschen Musikwettbewerb. Seitdem erhielt er dreimal den ECHO KLASSIK für herausragende CD-Einspielungen sowie den begehrten Emerging Artist Award in New York.

Am 22. August wird eine ursprünglich aus Wernigerode stammende, sehr erfolgreiche junge Künstlerin gemeinsam mit dem Orchester musizieren: Kontrabassistin Sophie Lücke erhielt einst Unterricht bei dem Solo-Kontrabassisten des PKOW, Andreas Nettels und ist seit der Saison 2014/15 Solobassistin beim Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Sie wird das Kontrabasskonzert von Johann Baptiste Vanhal interpretieren.
Zudem spielt das Orchester die Sinfonie in D-Dur von Jan Václav Voříšek.

Im letzten Serenadenkonzert am 29. August wird die aus Norwegen kommende junge Künstlerin Ragnhild Hemsing nicht nur auf der Violine, sondern auch auf der traditionellen Hardangerfiedel ihre
Zuhörer verzaubern. Das der Geige ähnelnde Instrument besitzt – zusätzlich zu den normalen Spielsaiten – Resonanzsaiten, die beim Musizieren mitschwingen und so einen besonderen,
sphärischen Klang entstehen lassen. Die typischen Elemente der norwegischen Volksmusik und der klassischen Musik verbindend, wird die spannende Künstlerin Ragnhild Hemsing neben der Romanze
in f-Moll op. 11 von Antonín Dvořák Teile aus der Fossegrimen Suite von Johan Halvorsen darbieten. Zudem erklingt die Peer Gynt Suite des Norwegers Edvard Grieg.
Die Konzerte ohne Pause beginnen jeweils 16:00 Uhr und 19:30 Uhr.

Selbstverständlich hat die Gesundheit des Publikums, der auftretenden Künstlerinnen und Künstler und des gesamten Festspielteams oberste Priorität und es werden entsprechende Hygiene- und
Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Karten für alle Veranstaltungen sind ab Montag, 27. Juli in der Touristinformation Wernigerode, Tel. 03943/5537835 sowie über die Orchesterwebsite www.pkow.de erhältlich.

Die Schlossfestspiele 2020 finden mit freundlicher Unterstützung vom Land Sachsen-Anhalt, Lotto Sachsen-Anhalt, Stadtwerke Wernigerode, Nemak Wernigerode, Stiftung der Harzsparkasse und
Gothisches Haus Wernigerode statt.