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29.04.2020

Handlungskonzept der Kliniken im Harzkreis für den Pandemiefall

In Zeiten der Corona-Pandemie setzen die Verantwortlichen im Harzkreis in ihrem Handlungskonzept gegen das Ausbreiten des neuartigen Corona-Virus auf einen Mix aus Kooperation der leistungsfähigen Gesundheitsbranche in der Region und externen Fachverstand.

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Corona Grafik © pixabay.com

In Zeiten der Corona-Pandemie setzen die Verantwortlichen im Harzkreis in ihrem Handlungskonzept gegen das Ausbreiten des neuartigen Corona-Virus auf einen Mix aus Kooperation der leistungsfähigen Gesundheitsbranche in der Region und externen Fachverstand. Das hat Martin Skiebe, Landrat des Landkreises Harz, auf einer Pressekonferenz in der Lungenklinik Ballenstedt bei der Vorstellung dieses Konzeptes betont.

Der Pandemiestab des Landkreises Harz wurde von Landrat Martin Skiebe um fünf Mitglieder erweitert: Dr. Kathrin Conrad; kommissarische Chefärztin der Lungenklinik Ballenstedt, Prof. Dr. Klaus Begall; Ärztlicher Direktor Ameos Halberstadt, Christian Kalisch; Oberarzt am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben, Prof. Dr. Axel Schlitt; Chefarzt der Paracelsus-Klinik Bad Suderode und Henrik Straub; Allgemeinmediziner und Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, Kreisstelle Wernigerode.

Der Krisenstab konnte bereits seit einiger Zeit auf die gesundheitsspezifische Kompetenz der Vertreter der regionalen medizinischen Leistungsträger im Harzkreis zurückgreifen. Zweimal wöchentlich nehmen die Fachberater an den Telefonkonferenzen des Pandemiestabes teil. Dem Pandemiestab gehören derzeit 19 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Kreisverwaltung an. Die Organisation ist einer Stabsbesetzung für außergewöhnliche Ereignisse angelehnt und umfasst die Aufgabengebiete Lage, Einsatzgeschehen, Personal/Versorgung/Kommunikation sowie Pressearbeit.

Gemeinsam mit seinen medizinischen Fachberatern hat die Harzer Kreisverwaltung ein Handlungskonzept zur sogenannten gestuften Versorgungsstruktur von Covid-19-Patienten entwickelt. Darin sind insgesamt fünf Eskalationsstufen beschrieben. Diese reichen von Stufe 1 – hinreichende klinische Kapazitäten im Rahmen des Versorgungsauftrages, über die Stufe 3 – sehr hohe Patientenlast - bis zur Stufe 5, dem Katastrophenfall. Die Stufen werden durch den Pandemiestab in Abstimmung mit den medizinischen Fachberatern festgelegt.

Das Versorgungskonzept beschreibt, dass zunächst alle Covid-19-Patienten in der Lungenklinik Ballenstedt versorgt werden. Gibt es weiteren Kapazitätsbedarf, nehmen auch die ser Ameos in Halberstadt sowie das Harzklinikum mit seinen Krankenhäusern in Quedlinburg und Wernigerode sowie Blankenburg solche Patienten auf. Die Planungen für weitere Expansionsstufen sehen vor, in diesen Fällen auch die Versorgungskapazitäten von Einrichtungen wie dem DiakonieKrankenhaus Harz in Elbingerode, der Paracelsus Harz-Klinik in Bad Suderode, dem Celenus Teufelsbad in Blankenburg und der Evangelischen Stiftung Neinstedt in Thale zu nutzen.

Festgelegt ist, dass Kliniken und Einrichtungen täglich die Behandlungskapazitäten an den Pandemiestab melden.

Eine besondere Bedeutung in der Corona-Pandemie kommt der ambulanten Versorgungsebene mit ihren Fieber-/Abstrichambulanzen, Haus- und Facharztpraxen zu, da (derzeit) der überwältigende Anteil an Covid-19-Patienten ambulant versorgt wird.

Besonders und nach Einschätzung von Landrat Martin Skiebe einmalig in Sachsen-Anhalt ist der Punkt, dass sich die Kliniken im Landkreis Harz trotz unterschiedlicher Trägerschaft auf ein abgestimmtes Vorgehen zur bestmöglichen Patientenversorgung mit dem Schwerpunkt COVID-19 verständigt haben. Diese Strukturpläne umfassen auch den Bereich der in der Kassenärztlichen Vereinigung organisierten niedergelassenen Ärzte.
(Text / Quelle: Landkreis Harz / Pressestelle)