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17.12.2019

Wernigerode erhält ersten Krötentunnel

Der Tunnel befindet westlich der Hotelausfahrt des Hasseröder Burghotels.

Krötentunnel in Hasserode
Krötentunnel in Hasserode

Endlich ist er da: der Krötentunnel am Langen Stieg. Der nächsten Leich- und Paarungszeit können die Kröten und Amphibien in Hasserode nun ganz entspannt entgegensehen, auch wenn sie wahrscheinlich noch nichts vom ihrem Glück wissen. Das der Krötentunnel gebaut werden konnte, verdanken die Tiere dem Tierschützer Henrik Günnel und weiteren engagierten Helfern. Diese hatten in der Vergangenheit die Kröten liebevoll aufgesammelt und in Eimern sicher auf die gegenüber liegenden Seite gesetzt, wenn die Kröten aus den umliegenden Garten- und Grünanlagen ihren gefährlichen Marsch Richtung Teich neben dem Hasseröder Burghotel und dem angrenzenden Bachlauf bzw. Sturzbach antraten.

Der Tunnel befindet westlich der Hotelausfahrt des Hasseröder Burghotels. Von der südlichen Gehwegseite quert der Tunnel die Fahrbahn und endet in der Grünanlage, wo die Tiere eigenständig weiter wandern können. Entlang der Gärten wird zu den Wanderzeiten ein Amphibienschutzzaun aufgestellt. Die Kröten werden dadurch zum Tunneleingang geleitet. Diese Schutzeinrichtung besteht aus einer 6 mm hohen Gewebefolie und verhindert, dass die Amphibien auf die Fahrbahn gelangen. Außerhalb der Wanderzeiten ist der Kröteneingang im Gehweg mit Stahlplatten abdeckt. Das Amt für Grünanlagen wird im Frühjahr diesen Schutzzaun aufbauen und die Stahlplatten öffnen.

Der Tunnel besteht aus vorgefertigten Polymerbeton Bauelementen die speziell für Amphibien hergestellt werden und ist ca. 9 Meter lang. Die Durchgangshöhe für die Tiere beträgt einen halben Meter. An den jeweiligen Ein- und Ausgängen endet der Tunnel durch Formteile die an das Gelände angepasst wurden und die Kröten gut rein und rauskommen werden. Die Bauarbeiten haben ca. zwei Wochen angedauert.

Die Baumaßnahme hat insgesamt 32.000,00 € gekostet. Unterstützt wurde das Projekt durch die Vattenfall Umweltstiftung mit 10.000,00 Euro.

Foto oben: Ansicht des Krötentunnels (c) Stadtverwaltung