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03.10.2019

Vom Hüttenort zum Wanderparadies

Harzmuseum Wernigerode zeigt Sonderausstellung zu 350 Jahren Schierke.

Postkartenmotiv mit dem Hotel Fürst zu Stolberg
© Harzmuseum
Postkartenmotiv mit dem Hotel Fürst zu Stolberg © Harzmuseum

Am 19. September eröffnete Oberbürgermeister Peter Gaffert im großen Ratssaal die neue Sonderausstellung des Wernigeröder Harzmuseums. 

Das Haus am Klint zeigt die neue Ausstellung mit dem Titel „Vom Hüttenort zum Wanderparadies. 350 Jahre Schierke“ vom 20. September 2019 bis zum 11. Januar 2020. Anlass und Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Gründung einer Eisenhütte durch Graf Heinrich Ernst zu Stolberg im Jahr 1669, also vor genau 350 Jahren. Damit wurde auch der Grundstein für eine dauerhafte Ansiedlung und damit für den Ort Schierke gelegt, heute Ortsteil der Stadt Wernigerode. Gleichzeitig jährt sich die Eingemeindung von Schierke nach Wernigerode zum zehnten Mal. 

Inhaltlich erarbeitet wurde die Sonderausstellung von dem Regionalhistoriker Dr. Uwe Lagatz. Ein großer Teil der gezeigten Ausstellungsstücke stammt aus örtlichen Archiven und privaten Sammlungen. Zusammen mit dem Harzmuseum entstand so eine Ausstellung, die in vier Kapiteln die Geschichte Schierkes von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu den Großprojekten und Projektideen der Gegenwart zeigt. So ist beispielsweise auch ein Modell der Schierker Feuerstein Arena in der Ausstellung zu sehen. Damit möchte die Ausstellung zeigen, dass die Entwicklung Schierkes keineswegs abgeschlossen ist und dass bewusste, zukunftsweisende Entscheidungen schon in vergangenen Jahrhunderten die Entwicklung des Ortes maßgeblich bestimmt haben. 

Oberbürgermeister Peter Gaffert freut sich auf die Zusammenstellung von historischen und aktuellen Objekten. „Schierke ist nun seit zehn Jahren eingemeindet und gehört mittlerweile schon selbstverständlich zu unserer Stadt. Die Ausstellung im Harzmuseum zeigt, wie wenig an der historischen Entwicklung Schierkes zufallsbedingt, sondern oft mit strategischen Zielen verbunden war. Dies gilt nicht nur für die Gründung, sondern beispielsweise auch für die erste große Blüte des Tourismus im späten 19. Jahrhundert.“ 

Kurator Uwe Lagatz fügt hinzu: „Die Quellen und die Literatur zu Schierke erzählen eine Geschichte von Aufstieg und Niedergang und erneutem Aufstieg und sind damit sehr lehrreich für die Gegenwart. Wir können daran erkennen, dass Geschichte nicht einfach nur vergangen ist, sondern in ihren Auswirkungen und Traditionslinien oft auch sehr gegenwärtig. Und manche Zitate aus historischen Reiseführern und anderen Berichten haben für uns heutige Leser eine sehr kurzweilige, durchaus humoristische Note. Allein deshalb ist die Ausstellung einen Besuch wert.“ 

Foto:  Postkartenmotiv mit dem Hotel Fürst zu Stolberg © Harzmuseum