Frage 1 und 2
Die Schanzenanlage im Zwölfmorgental besteht aus 4 Schanzen. Entsprechend des Alters und der Fähigkeiten springen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen von der Kinder-, der Schüler-, der Jugend- oder der K 63 Schanze.
In den Jahren 2016 und 2017 wurden ca. 475.000 € in die Sanierung der großen K 63 Schanze investiert. Realisiert wurden u. a. die Erneuerung der Unterkonstruktion des Anlaufes mit Absprungtisch, die Anlaufspur, der Aufsprunghang und die Bewässerungsanlage dieser Schanze.
Bei einer gemeinsamen Begehung von Verwaltung und des Vorstandes des Skiklub Wernigerode 1911 e. V. im November 2025 musste festgestellt werden, dass größere Instandsetzungsmaßnahmen an den Schanzen und den Nebenflächen erfolgen müssen. Die Unterhaltung der Schanzenanlagen ist eine freiwillige Aufgabe der Stadt Wernigerode, die für die Erhaltung und Pflege der Anlage verantwortlich zeichnet. Zweimal jährlich wird die komplette Anlage (inkl. Hänge) gemäht. Des Weiteren werden Reparaturen an der Bewässerungsanlage koordiniert, Mäharbeiten im unteren Bereich sowie im Herbst die Laubbeseitigung vorgenommen. Die Stadt trägt die Mietkosten für die Vereinsräume im Regiohotel Schanzenhaus und sämtliche Medienkosten. Benötigte Matten und Absperrzäune sowie weitere Gerätschaften, die zum Betreiben der Anlage benötigt werden, werden sofern finanzielle Mittel vorhanden sind, beschafft und bereitgestellt. Die Stadtverwaltung kauft das Material und die Arbeiten werden durch die Mitglieder des Skiklubs ausgeführt, teilweise mit städtischer Unterstützung.
Bis in die 90er Jahre hinein gab es einen Mitarbeiter bei der Stadt Wernigerode, der als Schanzenwart angestellt war und der nur für die Unterhaltung der Anlage zuständig war. Diese Stelle wurde nach einer internen Neustrukturierung nicht wiederbesetzt. Es wurde mit dem Skiklub Wernigerode 1911 e. V. mündlich vereinbart, dass der Verein die Stadt Wernigerode bei der Instanthaltung unterstützt, um die Anlage zu erhalten und die Traditionssportart Skispringen in Wernigerode fortzuführen.
Es wird momentan nach Lösungen gesucht, um durch Akquise von Fördermitteln den Investitionsstau abzubauen bzw. die größten Mängel zu beseitigen. Ziel ist es, die vorhandenen Anlagen zu erhalten, da der Skiklub Wernigerode zu den Landesleistungszentren in Sachsen-Anhalt gehört. 2025 wurde der Verein als herausgehobener Stützpunkt im Deutschen Skiverband ausgezeichnet.
Frage 3
Pläne für eine Liftanlage liegen momentan nicht vor. Vor ca. 2 Jahren gab es Pläne, eine Aufstiegshilfe mit bereits bewilligten Fördermitteln von LEADER zu errichten. Es zeigte sich, dass die technische Umsetzung, wie in der Vorplanung für die Beantragung der Fördermittel vorgesehen war, nicht realisierbar war. Der technische Aufwand überschritt weit den möglichen finanziellen Rahmen.