Begründung:
Der DAV Sektion Wernigerode e.V. plant die Errichtung eines kombinierten Kletter- und Boulderzentrums inklusive eines umfangreichen Sport- und Freizeitangebots im Außenbereich (Kletterturm, Boulderwand, Beachvolleyballfeld). Mit aktuell über 1.300 Mitgliedern hat sich die Sektion zum größten Verein des Landkreises entwickelt. Die bisher genutzte künstliche Kletterwand in der Stadtfeldturnhalle kann nicht bedarfsgerecht erweitert werden und ist aufgrund des Bedarfs an zusätzlichen Trainingszeiten für einen kontinuierlichen Vereins- und Trainingsbetrieb nicht ausreichend geeignet.
Das Projekt "Kletterzentrum Harz" stellt ein Leuchtturmprojekt für das Land Sachsen-Anhalt dar. Neben der Funktion als Breiten-, Familien- und Leistungssportzentrum bietet die Anlage auch dringend benötigte Trainings- und Ausbildungskapazitäten für die regionalen Bergwachten, Polizei und Einsatzkräfte im Harz. Zusätzlich wird die Anlage barrierefrei konzipiert, fördert den Inklusionssport und orientiert sich an hohen Klimaschutzstandards (Klimaneutralität bis 2030, Dachbegrünung, PV-Anlage, nachhaltige Wasserwirtschaft).
Um die Realisierung dieser regional bedeutsamen Sportinfrastruktur zu ermöglichen, gewährt die Stadt Wernigerode eine einmalige Sportförderung. Die Stadt minimiert ihr finanzielles Risiko, indem sie zukünftige Betriebskostenzuschüsse kategorisch ausschließt. Eine wirtschaftliche Tragfähigkeit des laufenden Betriebs wurde durch den DAV-Hauptverband gutachterlich auf Basis von Vergleichsobjekten testiert.
Die Mittel in Höhe von bis zu 500.000 € werden im Haushaltsjahr 2027 zahlungswirksam. Die Deckung erfolgt vollständig aus Mitteln des der Stadt Wernigerode zugewiesenen Sondervermögens des Bundes, sodass keine direkte Belastung der städtischen Eigenmittel für die Investition anfällt. Folgekosten für die Stadt entstehen nicht.