Begründung:
Bei dem Traktor liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor (Erstzulassung 08/ 2013). Er ist nicht mehr verkehrstauglich und wurde stillgelegt. Die für 2027 geplante Neubeschaffung muss vorgezogen werden. Die Anschaffung soll aus dem Sondervermögen der Infrastrukturmitteln bezahlt werden.
Die kalkulierten Reparaturkosten belaufen sich auf ca. 40.900,00 € und entsprechen damit rund 70 % des Neupreises eines vergleichbaren Grundfahrzeuges. Die Einschätzung der Werkstatt dazu liegt vor. Der aktuelle Anschaffungspreis für ein neues Trägerfahrzeug beträgt ca. 58.500,00 € inkl. MwSt.
Besonders gravierend sind die wiederkehrenden Probleme mit dem Hydrostatgetriebe. Bei einem Ausfall des Motors blockieren alle Räder, was zu einer ungewollten Vollbremsung führt. Insbesondere im Winterdienst kann dies dazu führen, dass das Fahrzeug unkontrolliert ins Rutschen gerät. Dieses Problem ist bereits mehrfach aufgetreten und führte zu Beinahe-Unfällen.
Trotz mehrfacher Reparaturversuche und der Hinzuziehung externer Fachfirmen konnte der Defekt am Hydrostatgetriebe nicht dauerhaft und vollständig behoben werden. Die Störung tritt weiterhin regelmäßig auf. Zudem kam es wiederholt zu Fehlfunktionen beim Vorwärts-/Rückwärtspedal. Beim Loslassen des Pedals muss das Fahrzeug ordnungsgemäß zum Stillstand kommen. Auch hier traten unvorhersehbare Fehlfunktionen auf. Außerdem sind die Hydrauliksteuereinheit (Austausch erforderlich) und die Klimaanlage defekt. Es gibt auch immer wieder Probleme mit der Fahrzeugelektrik.
Da das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher ist, wurde es stillgelegt.
Die Ersatzbeschaffung ist noch in diesem Jahr zwingend notwendig. Im Sommer wird der Traktor für die Rasenmad auf Sportanlagen und Kehrreinigungen an Schulen und im Winter für den Winterdienst benötigt. Es besteht die Winterdienstpflicht für sämtliche Objekte des Amtes 40 (Schulen und Sportstätten) und zusätzlich für Teilgebiete im Stadtgebiet.
Das Fahrzeug ist regulär für das Jahr 2027 zur Ersatzbeschaffung vorgesehen. Eine vorgezogene Investition im laufenden Jahr würde die Haushaltsbelastung im Jahr 2027 reduzieren. In diesem Fall müssten dann lediglich die noch benötigten Anbaugeräte wie Kehrmaschine und Mähwerk beschafft werden, um das gesamte Aufgabenspektrum im Amt 40 zu erfüllen.
Der Gesamtfinanzbedarf beträgt ca. 75.000 € inkl. MwSt, da zu dem Trägerfahrzeug die für den Winterdienst dringend benötigten Anbauteile mit beschafft werden müssen.