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Beratungsfolge

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  1. Handlungsfeld Gebäude

 

1.1 Welche Fortschritte wurden seit 2014 in Bezug auf Energieeffizienz und CO-Reduktion innerhalb der städtischen Liegenschaften erzielt?

 

- Erstellung von Sanierungsfahrplänen nach Gebäudetyp (Gründerzeit, Plattenbau, 90iger Jahre Bau)

- Energie-Monitoring und Nutzungsabhängige Einstellung der Versorgung (z.B. Nachtabsenkung der

  Heizung, Sensibilisierung der Nutzer)

- Wärme, möglichst Anschluss von Gebäuden ans Fernwärmenetz

- Beleuchtung, sukzessive Umrüstung auf LED und Sensorsteuerung

- Prüfung und Umsetzung zur Nutzung von Solarenergie auf Dächern (Neues Rathaus, Kita Reddeber,

  TH SDF…)

- Sukzessive Modernisierung der Heizungsanlagen und Verteilersysteme

 

1.2 In welchem Umfang wurden Maßnahmen zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude umgesetzt?

 

Objekte mit Umstellung auf Fernwärme:

- Neues Rathaus, Harzmuseum, Archiv, Altes Rathaus, LGM (Oberpfarrkirchhof 7)

- GS Diesterweg

 

Umstellung auf BHKW:

- Schwimmhalle

- Neubau GS Francke

 

rmetechnik, Austausch/Modernisierung Anlagentechnik:

- Wildpark Christianental

- Kita Lindenberg

- Kita Pfälzer Gasse

- Kita Hummelhaus

- Schule/ Kita Silstedt

- Feuerwache WR

 

Energetische Sanierung/ Modernisierung Gebäude:

- Kita Schierke

- JC Center (Teilsanierung hier Dachdämmung)

- SH Harzblick

- Kita Harzblick (Teilsanierung Dachdämmung)

- Krippe Harzblick

- Kikri Lindenberg (Austausch Fenster)

- GS Silstedt

- SH Stadtfeld (Dachflächen Sozialbereiche)

 

1.3 Wie hat sich der Energieverbrauch im Gebäudebestand der Stadtverwaltung entwickelt?

 

siehe Punkt 3.2

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Handlungsfeld Mobilität

 

2.1 Welche Maßnahmen zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilität innerhalb der Verwaltung wurden umgesetzt (z. B. Einsatz von Erdgas- oder Elektrofahrzeugen, Förderung des Radverkehrs, Fuhrparkmanagement)?

 

  • Fahrradleasing Modell für Verwaltungsmitarbeiter, bisher 70x Verträge mit Dienstkräften über das Dienstradleasing
  • 4x Dienstfahrräder an allen großen Verwaltungsstandorten vorhanden zur Nutzung für kurze Dienstwege (1x Historisches Rathaus, 1x Nicolaiplatz, 2x Neues Rathaus)
  • E-Carsharing Ankermieter zur Nutzung für dienstliche Zwecke seit 2022, Kooperationspartner Stadtwerke Wernigerode
  • Einführung Zentrales Fuhrparkmanagement für PKW ab Januar 2026
  • Stadtradeln Kampagne zur Förderung des alltäglichen Radverkehrs, Gruppenteilnahmen der Verwaltungsmitarbeiter
  • Erdgas Dienstwagen seit 2009, derzeit 2x Fahrzeuge im aktuellen Fuhrparkbestand (VW Caddy, VW Up)
  • E-Auto Dienstwagen von 2019 bis 2022, nicht verlängert da auf Grund sehr hoher Leasingkosten und mangelnder Auslastung nicht wirtschaftlich
  • Elektrisches Kleinfahrzeug mit E-Pumpe für Minitransporte und Bewirtschaftung des Lustgartens über Fördermittel im Bereich Grünanlagen
  • Großteil der Werkzeuge Grünanlagen und Bauhof, Forst mit E-Akkus ausgestattet, z.B. Freischneider, Puster, Kettensägen
  • Neubeschaffung PKW für kürzere Dienstfahrten in den nächsten Jahren, z.B. Außendienst Vollstreckung, soll zukünftig nur noch als E-Fahrzeug erfolgen

2.2 Gibt es eine aktuelle Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Hinblick auf die im Konzept festgelegten Ziele?

  • Die Stadt Wernigerode versucht mit gezielten Maßnahmen Bürgern sowie den Verwaltungsmitarbeitern Anreize zu schaffen, um den Umstieg zu einer klimafreundlichen Mobilität zu fördern
  • Das Fahrradleasing erfreut sich seit der Einführung großer Beliebtheit und wird von den Verwaltungsmitarbeiten sehr gern genutzt. Eine direkte Aussage zum Umstieg der Verwaltungsmitarbeiter vom Auto auf das Fahrrad kann nicht bewertet werden
  • Auch die Nutzung von Dienstwagen mit klimafreundlichen Antrieben, wie Erdgas oder E-Mobilität sind hoch ausgelastet, mit Einführung eines zentralen Fuhrparkmanagements soll eine effizientere und gezieltere Auslastung des bestehenden Fuhrparks erreicht werden
  • Die Stadtradeln-Kampagne erfreut sich großer Beliebtheit innerhalb der Verwaltung. Es werden Anreize geschaffen Fahrradkilometer zu sammeln und die alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen

 

 

 

 

  1. CO-Bilanz der Stadtverwaltung

 

3.1 Liegen aktuelle Vergleichsdaten oder Berichte zum Energie- und Emissionsmonitoring vor?

r den Zeitraum 2012 bis 2022 liegen durchgängig die standardisierten Erhebungen des Energielenker-Formulars aus dem EEA-Prozess vor. Diese stellen die einzige fortlaufende Datengrundlage dar und umfassen jährlich:

  • Stromverbrauch gesamt sowie aufgeschlüsselt nach Absatzgruppen, u.a. kommunale Gebäuden, Straßenbeleuchtung,
  • Heizenergie (Gasverbrauch) gesamt sowie aufgeschlüsselt nach Absatzgruppen, u.a. kommunale Gebäude,
  • Fernwärmeabgaben (inkl. kommunaler Abnahmemengen)
  • Daten zur dezentralen Erzeugung (Photovoltaik, Wasserkraft, Deponiegas, Biomasse, KWK)

Diese Daten bilden die Grundlage für die Einschätzung der Verbrauchs- und Emissionsentwicklung. Ein gesonderter Monitoring-Bericht wurde im Betrachtungszeitraum nicht jährlich erstellt.

Die Fortschreibung erfolgt ggf. anlassbezogen bzw. der Überarbeitung des Klimaschutzkonzepts.
Formular Beispieljahr 2012:


3.2 Wie hat sich der CO-Ausstoß der städtischen Verwaltung insgesamt seit 2014 entwickelt?

 

Ziel gemäß Klimaschutzkonzept:

 

1. Qualitatives Ziel:

Die Stadtverwaltung Wernigerode ist durch den Betrieb von Straßenbeleuchtung, Gebäuden und Infrastruktur für rund 1 % der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet verantwortlich. Dadurch wird der direkte Einflussbereich zur Reduktion der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet stark eingeschränkt. Die Stadt kann im Rahmen der konzeptionellen Stadtentwicklungsplanung allerdings fördernde Rahmenbedingungen für den Klimaschutz z.B. in den Bereichen Wohnen, Grünflächen und Verkehr schaffen. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung vor allem zuständig für den Anstoß und die Koordinierung von Maßnahmen, den Aufbau von Netzwerken und die Gewinnung von Akteuren für die Umsetzung von Projekten. Dabei sollte Ziel sein, die Verantwortlichkeit für den Klimaschutz verwaltungsintern fachlich und organisatorisch entsprechend zuzuordnen und die Aktivitäten zur Umsetzung auf möglichst viele Schultern zu verteilen.

Da keine jährliche CO-Bilanz nach einheitlichen Emissionsfaktoren vorliegt, wird die Entwicklung über die vorhandenen Energieverbräuche abgebildet:

Stromverbrauch kommunaler Gebäude:
Zwischen 2014 (1.540 MWh/a) und 2022 (1.862 MWh/a) zeigen sich moderate Schwankungen ohne langfristigen Trend nach oben oder unten. Veränderungen resultieren aus Nutzungsintensität, Techniknachrüstungen und witterungsbedingten Effekten.

Stromverbrauch Straßenbeleuchtung:
Der Verbrauch sank von 2.090 MWh/a (2014) auf 1.859 MWh/a (2022). Die Ursache liegt in der technischen Umrüstung:

  • flächendeckender LED-Einsatz ab 2020
  • Halbnachtschaltung ab 2022

Beides reduziert den Stromverbrauch und damit nachweislich den CO-Ausstoß der Beleuchtung.

Gasverbrauch kommunaler Gebäude:
Der Wärmeverbrauch sank zwischen 2014 (3.042 MWh/a) und 2022 (2.135 MWh/a) deutlich, rund 30 Prozent. Dieser Rückgang ist auf energetische Einzelmaßnahmen, Anschluss an das Fernwärmenetz und technische Modernisierungen zurückzuführen, die im Einzelnen nicht konkret benannt werden können.

Fernwärmeverbrauch kommunaler Gebäude:
Zunahme des Fernwärmeverbrauches zwischen 2014 und 2022 aufgrund weiterer Anschlussentscheidungen. Da der Fernwärme-Mix zunehmend durch KWK und erneuerbare Energien geprägt ist, wirkt dies klimabilanzwirksam positiv.

Gesamteinschätzung:
Gesamteinschätzung: Die Energiedaten weisen seit 2014 auf eine deutliche Reduktion der CO-relevanten Verbräuche der Stadtverwaltung hin. Am stärksten sanken die Wärmeverbräuche und der Strombedarf der Straßenbeleuchtung. Insgesamt ist von einer klaren Verringerung der direkten CO-Emissionen der Verwaltung auszugehen.

 


 

Datenreihen Strom, Gas, Fernwärme auf Grundlage der Energielenker-Formulare aus dem EEA-Prozess

Strom MWh/a]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

kommunale Gebäude

1.407

1.548

1.540

1.418

1.664

1.759

2.009

2.108

2.078

1.806

1.862

kommunale Strenbeleuchtung

1.915

2.248

2.090

2.062

2.168

2.092

1.987

2.354

2.080

2.003

1.859

 

 

Gas in kWh/a]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

kommunale Gebäude

3.576

3.877

3.042

3.014

3.614

3.651

3.076

3.327

2.832

2.683

2.135

 

Heizenergie (Fernwärme) [kWh/a]

Heizenergie

(Fernwärme) [kWh/a]

2012

2013

2014

2015

2016

2017

kommunale Gebäude

767.584

1.064.314

1.025.953

993.419

1.948.209

2.372.192

 

Heizenergie

(Fernwärme) [kWh/a]

2018

2019

2020

2021

2022

kommunale Gebäude

2.696.965

2.887.452

3.021.348

3.563.557

3.040.902

 

 

 

       

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Im Jahr 2014 hat die Stadt Wernigerode ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, das unter anderem Maßnahmen und Ziele in den Handlungsfeldern Gebäude und Mobilität definiert.

Nach nunmehr über zehn Jahren interessiert mich der aktuelle Stand der Zielerreichung in diesen Bereichen.

 

Ich bitte daher um Auskunft zu folgenden Punkten:

1. Handlungsfeld Gebäude

o Welche Fortschritte wurden seit 2014 in Bezug auf Energieeffizienz und CO-Reduktion innerhalb der städtischen Liegenschaften erzielt?

o In welchem Umfang wurden Maßnahmen zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude umgesetzt?

o Wie hat sich der Energieverbrauch im Gebäudebestand der Stadtverwaltung entwickelt?

 

2. Handlungsfeld Mobilität

o Welche Maßnahmen zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilität innerhalb der Verwaltung wurden umgesetzt (z. B. Einsatz von Erdgas- oder Elektrofahrzeugen, Förderung des Radverkehrs, Fuhrparkmanagement)?

o Gibt es eine aktuelle Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Hinblick auf die im Konzept festgelegten Ziele?

 

3. CO-Bilanz der Stadtverwaltung

o Wie hat sich der CO-Ausstoß der städtischen Verwaltung insgesamt seit 2014 entwickelt?

o Liegen aktuelle Vergleichsdaten oder Berichte zum Energie- und Emissionsmonitoring vor?

 

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir soweit vorhanden aktuelle Zahlen, Berichte oder Auswertungen zur Entwicklung in diesen Handlungsfeldern zur Verfügung stellen könnten.

         

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22.12.2025        

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