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Herr Dorff informiert, dass es sich bei der vorliegenden Beschlussvorlage um die befristete Nachbesetzung einer Stelle in der Bibliothek handelt, da eine Mitarbeiterin in Elternzeit geht. Er hebt hervor, dass die Bibliothek von etwa 15 % der Bevölkerung Wernigerodes genutzt werde, was rund 2.100 regelmäßigen Nutzern entspreche. Insgesamt verzeichne die Bibliothek jährlich zwischen 30.000 und 35.000 Besuche. Besonders betont er die Bedeutung der Kinderbibliothek, die von 700 bis 800 Kindern genutzt werde. Ohne die Nachbesetzung der Stelle müssten die Bibliothek, die Kinderbibliothek und die Harzbücherei mit nur drei Mitarbeitenden betrieben werden, von denen zwei in Teilzeit arbeiten. Dies sei aufgrund von Krankheit und Urlaub nicht praktikabel. Bereits jetzt habe man einen zusätzlichen Schließtag einführen müssen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Herr Dorff verweist zudem auf die Unterstützung durch Ehrenamtliche, ohne die der Betrieb nicht möglich wäre, und bittet um Zustimmung zur Nachbesetzung.

 

Herr Linde äußert Bedenken hinsichtlich der Nachbesetzung, da die angekündigte Neukonzeption der Bibliotheken nach der Zusammenlegung von Haupt- und Kinderbibliothek noch nicht vorliege. Er gibt zu bedenken, dass diese Konzeption im Personalausschuss behandelt werden sollte, bevor eine Entscheidung über die Nachbesetzung getroffen werde.

 

Herr Radünzel erinnert daran, dass die Hochschule Harz bereits eine Untersuchung zur Bibliothek und zum Harzmuseum durchgeführt habe, in der auch Effizienzsteigerungen und Stelleneinsparungen geprüft worden seien. Im Zuge dieser Untersuchung sei entschieden worden, die Kinderbibliothek in die Hauptbibliothek zu integrieren. Er betont, dass die befristete Elternzeitvertretung notwendig sei, um das bereits eingeschränkte Leistungsangebot mit einem zusätzlichen Schließtag aufrechtzuerhalten. Eine weitere Organisationsuntersuchung sei derzeit nicht geplant, da die Zusammenlegung der Bibliotheken als abgeschlossen betrachtet werde.

 

Herr Boks bittet um eine Klärung des Widerspruchs, warum trotz der Aufgabe des Zweigebäudeprinzips keine Personalreduktion möglich sei. Er regt an, dass Herr Ahrens hierzu eine Erläuterung geben solle.

 

Herr Ahrens erklärt, dass die Zusammenlegung der Kinder- und Hauptbibliothek den Vorteil längerer Öffnungszeiten für Familien und Kinder mit sich gebracht habe. Die Mitarbeiterin, die für die Kinder- und Familienarbeit zuständig sei, organisiere Veranstaltungen in Schulen und Kitas und sei daher häufig außerhalb der Bibliothek tätig. Er betont, dass die spezifische Betreuung von Kindern und Familien sowie die Förderung der Lesefähigkeit zentrale Aufgaben der Bibliothek seien. Mit den derzeitigen drei Mitarbeitenden sei der Betrieb bereits an der Belastungsgrenze. Die Nachbesetzung der Planstelle sei daher erforderlich, um den Standard zu halten und weitere Einschränkungen zu vermeiden.

 

Herr Linde erklärt, dass er der Nachbesetzung zustimmen werde, bittet jedoch darum, dass die Leitung der Bibliothek ein vollständiges Personalkonzept vorlege und das Thema Bibliotheken und Harzmuseum erneut behandelt werde.

 

Herr Kascha stellt die Beschlussvorlage zur Abstimmung.

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Beschluss
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Abstimmungsergebnis:

8

Ja-Stimmen

1

Enthaltung

 

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