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TOP 5 - Informationen und Anfragen
Wortprotokoll ...
Herr Lübbecke-Salaske berichtet, dass derzeit 16 Familien Interesse bekundet hätten, am Straßenflohmarkt teilzunehmen.
Er weist darauf hin, dass im Rahmen der heutigen Ratssitzung die Möglichkeit bestehe, für die Teilnahme zu zahlen.
Der weitere Ablauf sehe vor, dass die Gelder gesammelt werden und anschließend eine farblich aufgearbeitete Karte erstellt wird.
Diese Karte solle die Namen der teilnehmenden Familien sowie die entsprechenden Standorte enthalten. Ziel sei es, die Straßen auf der Karte visuell ansprechend zu gestalten, sodass Besucher die Wege leicht nachvollziehen könnten.
Die Karten würden laminiert, ausgehängt und spätestens eine Woche vor dem Veranstaltungstermin über alle sozialen Kanäle verbreitet, um auch ortsfremde Interessierte anzusprechen.
Herr Lübbecke-Salaske ergänzt, dass noch geklärt werden müsse, welche Informationen den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden sollten. Er hebt hervor, dass die Anmerkung von Herrn Meier bezüglich des Verkaufs von Speisen und Getränken von Bedeutung sei, um Missverständnisse zu vermeiden.
Frau Lauing schlägt vor, bei Kenntnis der Teilnehmerzahl eine Wurfsendung zu erstellen, die in die Briefkästen der Betroffenen eingeworfen werden könne. Dies sei eine praktikable Möglichkeit, um die Teilnehmer zu informieren.
Herr Kramer erkundigt sich, ob die Veranstaltung nach dem Muster aus Heudeber im Vorjahr ablaufen solle.
Frau Lauing erklärt, dass dies das erste Mal sei, dass sie eine solche Veranstaltung organisiere, und daher keine genauen Erfahrungswerte vorlägen.
Herr Kramer berichtet von positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr, bei dem externe Trödelhändler bereits frühzeitig vor Ort gewesen seien und antike Gegenstände erworben hätten.
Der Zulauf sei bis in die Abendstunden rege gewesen, und die Besucher hätten intensiv gehandelt.
Frau Lauing bestätigt, dass ein reger Zugang wünschenswert sei, und Herr Kramer betont, dass eine Vorbereitung über soziale Medien erfolgversprechend sei.
Frau Lauing schlägt vor, die Veranstaltung auch auf der städtischen Homepage zu veröffentlichen, um die Reichweite zu erhöhen.
Sie übergibt Herrn Kramer ein Plakat für die Pressestelle.
Im Anschluss erinnert Frau Lauing an die für den nächsten Tag geplante Ortsbegehung, die um 16:00 Uhr stattfinden soll.
Sie fragt, welche Straßen in die Begehung aufgenommen werden müssten und welche Maßnahmen dort erforderlich seien.
Herr Lübbecke-Salaske hinterfragt den Zweck des Treffens und signalisiert Unklarheit über dessen Zielsetzung.
Frau Lauing erklärt, dass sie von der Stadt Wernigerode darauf angesprochen wurde, damit ggf. Mängel mit in die Planung des Straßenbauamts aufgenommen werden können.
Herr Kramer ergänzt, dass die Haushaltsplanung bis August abgeschlossen werden solle, um zum Jahresende einen abgestimmten Haushalt im Rat vorlegen zu können.
Herr Lübbecke-Salaske bringt Bedenken hinsichtlich der Kreisstraßen vor.
Insbesondere hebt er die neu gestaltete Umgehungsstraße hervor, die seiner Meinung nach problematische Abschnitte aufweise.
Er nennt dabei konkret den Bereich bei Herrn Rettmer und die Kurve in Richtung Heudeber. Er betont, dass es sich hierbei weiterhin um eine Kreisstraße handele, was die Zuständigkeit und mögliche Maßnahmen betreffe.
Frau Lauing erkundigt sich, ob es abgesackte Gehwege gebe oder ob Beschwerden vorlägen, die eine Bearbeitung erforderlich machten.
Herr Kinastowski berichtet, dass er und Frau Kinastowski auf dem Weg zur Sitzung eine Nachbarin getroffen hätten, die auf den Zustand des Amselwegs hingewiesen habe.
Er beschreibt, dass sich dort zwei Einfahrten befänden und die Straße vor der Regenrinne abgesackt sei. Zwar sei die Stelle bereits mit Teer aufgefüllt worden, dennoch bestehe weiterhin eine Rinne, die möglicherweise problematisch sein könnte.
Frau Lauing schlägt vor, die Situation im Rahmen der Begehung erneut zu prüfen.
Frau Kinastowski ergänzt, dass die Nachbarin bereits Kontakt aufgenommen habe, jedoch bislang keine Maßnahmen erfolgt seien.
Frau Lauing berichtet des Weiteren, dass unter der A 36 Pflastersteine herausgeschlagen wurden.
Herr Kramer bittet Frau Lauing, ein Foto zu übermitteln, damit man gemeinsam mit dem Sachgebiet Tiefbau die Zuständigkeit klären könne.
Frau Lauing ergänzt, dass sich dort auch Glassplitter befunden hätten, was darauf hindeute, dass dort möglicherweise eine Party stattgefunden habe. Sie verweist auf die Notwendigkeit, dies zu überprüfen.
Frau Lauing erläutert, dass sie am 04.03.26 einen Termin mit Herrn Kascha und einem muslimischen Verein hatte, da dieser einen ehemaligen Verkaufsraum (Stadtweg 2) als Gebetsraum angemietet hat.
Der Verein bzw. dessen Vorsitzender habe sich und das Konzept des Vereins vorgestellt.
Sie planen, sich in den Nachmittagsstunden zum beten zu treffen, wollen dabei aber möglichst keine Parkplätze in Anspruch nehmen und auch keine Musik abspielen, da sie nicht möchten, dass die Nachbarn sich gestört fühlen.
Der Verein habe zudem angeboten, einen Termin mit dem Ortschaftsrat Reddeber für ein gemeinsames Kennenlernen zu verabreden.
Herr Kramer berichtet, dass die Stadt bereits seit über einem Jahr im Austausch mit der muslimischen Gemeinschaft stehe.
Er beschreibt die Mitglieder der Gemeinschaft als sympathisch und seriös, mit einer Bandbreite von Berufen, die vom Dönerverkäufer bis zum Juristen reiche. Die Gemeinschaft sei gewachsen und habe sich bisher unauffällig verhalten.
Er betont, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe.
Der Ortschaftsrat einigt sich auf einen Termin um 17:00 Uhr.
Herr Rettmer äußert, dass es sinnvoll sei, bestimmte Klauseln in Verträge aufzunehmen, um mögliche zukünftige Probleme zu vermeiden.
Frau Lauing entgegnet, dass dies nicht möglich sei, da es sich um eine private Vermietung handele. Sie betont, dass die Gemeinschaft die Räumlichkeiten privat gemietet habe und die Stadt keinen Einfluss auf den Vertrag nehmen könne.
Die Einladung der Gemeinschaft diene lediglich dazu, sich vorzustellen und ein friedliches Miteinander zu signalisieren.
Abschließend erklärt Frau Lauing, dass die muslimische Gemeinschaft den Ortschaftsrat eingeladen habe, um sich ein eigenes Bild zu machen. Sie weist darauf hin, dass es wichtig sei, mögliche Anfragen aus der Bevölkerung sachlich beantworten zu können und Vorurteile abzubauen.
Herr Kramer erläutert, dass der Raum nicht als Versammlungsstätte definiert sei und daher einer Personenobergrenze unterliege. Er weist darauf hin, dass diese Obergrenze eingehalten werden müsse, um die Nutzung weiterhin als unproblematisch einzustufen.
Sollte die Anzahl der Personen jedoch eine bestimmte Grenze überschreiten, sei eine bauordnungsrechtliche Zustimmung erforderlich. In diesem Fall müsse ein Bauantrag beim zuständigen Landkreis gestellt werden, was dann entsprechend geprüft werde.
Frau Lauing ergänzt, dass es sich bei dem besprochenen Raum um eine vergleichsweise kleine Räumlichkeit handele, die lediglich für eine begrenzte Anzahl von Personen geeignet sei.
Sie führt aus, dass der Raum Platz für Gebetsteppiche biete, jedoch nicht ausreichend groß sei, um jedem Nutzer genügend Raum für seinen eigenen Teppich zu gewährleisten.
Zudem sei der Raum mit einer kleinen Kochnische ausgestattet, die es ermögliche, Tee zuzubereiten, sowie mit einer Toilette.
Sie betont, dass es sich hierbei nicht um einen großen Saal handele, der für eine Vielzahl von Personen ausgelegt sei, sondern um eine begrenzte Kapazität von etwa 30 bis 40 Personen.
Herr Rettmer erkundigt sich, ob der Verein in den Räumlichkeiten private Feiern durchführen könne.
Frau Lauing entgegnet, dass der Raum das nicht hergebe, da er zu klein und mit Gebetsteppichen ausgelegt sei. Sie bietet Herrn Rettmer nochmals an, zum gemeinsamen Treffen mitzukommen, um sich selbst ein Bild zu machen.
Frau Lauing informiert abschließend über den Termin der nächsten Sprechstunde von Herrn Kascha. Diese finde am 6. Mai um 17:00 Uhr statt. Sie schlägt vor, die Sprechstunde im Dorfgemeinschaftshaus abzuhalten, da im Anschluss direkt die Ortschaftsratssitzung stattfinden werde.
Frau Lauing erinnert daran, dass der jährliche Frühjahrsputz bevorstehe, der traditionell von der Jagdgenossenschaft organisiert werde.
Sie berichtet, dass sie in der Vergangenheit daran teilgenommen habe und schlägt vor, die Aktion in diesem Jahr größer zu gestalten. Sie kündigt an, mit den Verantwortlichen der Jagdgenossenschaft Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeiten zu besprechen.
Herr Rettmer entgegnet, dass er bereits mit jemandem gesprochen habe und eine Ausweitung des Frühjahrsputzes nicht notwendig sei. Frau Lauing könne aber dennoch erneut Rücksprache halten.
Frau Lauing weist darauf hin, dass eine Lösung für den Abtransport der Müllsäcke gefunden werden müsse.
Herr Lübbecke-Salaske ergänzt, dass die Stadt den Abtransport übernommen habe und ein zentraler Sammelplatz erforderlich sei. Frau Lauing zeigt sich zuversichtlich, dass dies umsetzbar sei.
Herr Rettmer erkundigt sich, ob man den Winterdienst nicht wieder wie früher gestalten und statt zu streuen eine festgefahrene Schneedecke nutzen könne.
Herr Kramer erläutert, dass es innerhalb der Diskussionen um den Einsatz von Streusalz unterschiedliche Überlegungen gegeben habe.
Einerseits sei die Verkehrssicherungspflicht zu beachten, andererseits stelle die Verwendung von Streusalz eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar, da es ins Grundwasser und in die Natur gelange.
Er hebt hervor, dass festgefahrene Schneedecken erst ab einer bestimmten Schneemenge, etwa 30 bis 40 Zentimeter, zu realisieren seien. Solche Schneemengen wären für Wernigerode aber eher untypisch.
Der Einsatz von Salz sei oft unvermeidlich, insbesondere bei angetautem und wieder gefrorenem Schnee. Herr Kramer betont, dass Streusalz derzeit sehr teuer sei und dass frühzeitige Bestellungen für den kommenden Winter notwendig seien.
Er schlägt vor, den Einsatz von Streusalz auf stark frequentierte Straßen zu konzentrieren und in weniger befahrenen Nebenstraßen alternative Ansätze zu erproben.
Dabei verweist er auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Landesstraßenbaubehörde (LSBB), die ebenfalls für den Winterdienst zuständig seien.
Herr Rettmer erkundigt sich nach dem weiteren Vorgehen in Bezug auf die zwei Internetanbieter.
Herr Kramer erläutert, dass der Anbieter O² in Zusammenarbeit mit der OBG bereits in größerem Umfang in die Infrastruktur investiert habe.
Er führt aus, dass die Verteilerkästen größtenteils errichtet worden seien und die Pachtzahlungen pünktlich erfolgen würden.
Allerdings sei das Ausbauunternehmen, das ursprünglich mit der Umsetzung beauftragt war, insolvent gegangen, weshalb ein neues Unternehmen beauftragt werden musste. Dieses Problem sei mittlerweile gelöst.
Jedoch gebe es weiterhin Schwierigkeiten mit der Autobahn GmbH, die die Verlegung neuer Leitungen in die Ortsteile verweigere, da die Leitungen die Autobahn kreuzen müssten.
Herr Kramer hebt hervor, dass die Diskussionen mit der Autobahn GmbH langwierig seien und verweist auf ähnliche Verzögerungen bei anderen Projekten, wie beispielsweise der Lärmschutzwand.
Er beschreibt die Situation als problematisch, da die Netze und Verteilerkästen in den flachen Bereichen der Ortsteile bereits vorhanden seien, das Hauptkabel jedoch aufgrund der fehlenden Genehmigung nicht über die Autobahn verlegt werden könne. Dies führe zu weiteren Verzögerungen beim Ausbau durch die OBG.
Herr Rettmer bringt die Verkehrsproblematik zur Sprache und fragt, wie die Verkehrsführung während der Bauarbeiten bei Karls Erdbeerhof geregelt werden solle. Er äußert die Befürchtung, dass es zu Staus kommen könnte und die Ortsteile Reddeber und Minsleben dadurch eine erhebliche Mehrbelastung treffen könnte.
Herr Kramer erklärt, dass verschiedene Varianten für die Kreuzungsgestaltung geprüft würden, darunter ein doppelspuriger Kreisverkehr, um den Rückstau auf die Autobahn zu minimieren.
Herr Kramer erläutert, dass es notwendig sei, die Anbindung an den geplanten Freizeitpark aus allen Himmelsrichtungen zu verbessern, insbesondere um Rückstaus zu vermeiden.
Er berichtet, dass er sich mit der HVB beraten habe, um die Einrichtung von Park-and-Ride-Parkplätzen sowie eine verbesserte Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu planen.
Christian Fischer habe glaubhaft zugesichert, sich im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans für eine Verdichtung der Taktung einzusetzen, um die erwartete Besucherzahl effizient zu bewältigen. Herr Kramer hebt hervor, dass etwa 20 bis 25 % der Besucher solcher Freizeitparks den ÖPNV nutzen würden.
Für Autofahrer solle es Anreize geben, ihre Fahrzeuge in Hasserode oder Nöschenrode abzustellen und kostenfrei mit dem Bus zum Freizeitpark zu fahren. Zudem sei besprochen worden, die Anbindung der Ortsteile an den Freizeitpark zu verbessern, da jährlich etwa 500.000 Übernachtungen in der Region verzeichnet würden.
Ziel sei es, den zusätzlichen Verkehr in Wernigerode zu minimieren, indem Besucher den ÖPNV nutzen.
Herr Kramer betont, dass die letzte Buslinie derzeit um 18:30 Uhr verkehre, was nicht ausreichend sei. Daher sei vereinbart worden, dass der neue Nahverkehrsplan eine Verlängerung der Betriebszeiten bis 21:00 oder 21:30 Uhr vorsehen solle.
Diese Forderung werde sowohl von der Stadt als auch vom Investor unterstützt.
Herr Lübbecke-Salaske ergänzt, dass es wichtig sei, Besuchern des Erdbeerhofs die Möglichkeit zu geben, ihr Auto stehen zu lassen und mit dem ÖPNV in die Innenstadt von Wernigerode zu fahren.
Herr Kramer bestätigt, dass eine Bushaltestelle auf dem Gelände von Karls geplant sei, die auch von Linienbussen genutzt werden könne. Dies sei notwendig, um zu vermeiden, dass Besucher an der Bushaltestelle beim Hagebaumarkt aussteigen und den Verkehr durch häufiges Betätigen der Fußgängerampeln beeinträchtigen.
Der Parkplatz von Karls solle eine hohe Kapazität erhalten und auch als Überlaufparkplatz für städtische Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt oder das Schokoladenfest dienen. Darüber hinaus seien Fahrradwege zum Gelände geplant, um eine Anreise mit dem Fahrrad aus allen Richtungen zu ermöglichen.
Herr Kramer weist darauf hin, dass im Rahmen des Bebauungsplans ein Verkehrsgutachten erstellt werde, um die Maßnahmen weiter zu konkretisieren. Ziel sei es, auch Besucher aus Quedlinburg und Halberstadt über den ÖPNV gut anzubinden.
Herr Kramer berichtet weiter, dass wöchentliche Videokonferenzen mit Karls zum Thema Verkehr stattfinden würden, an denen auch die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) beteiligt sei. Planungsbüros seien ebenfalls eingebunden, um eine überregionale Anbindung sicherzustellen.
Frau Lauing merkt an, dass die Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV und der Verkehrsanbindung eine sinnvolle Ergänzung darstellen würden.
Herr Kramer erläutert weiter, dass man nach wie vor auf der Suche nach regionalen Besonderheiten sei, da Karls an jedem Standort etwas mit Wiedererkennungswert präsentieren möchte.
Man habe ihnen bislang das "Harzer Höhenvieh" vorgeschlagen. Dabei gehe es nicht nur um die Beweidung der umliegenden Flächen, sondern auch um zusätzliche Angebote wie beispielsweise das Bullenreiten.
Herr Kramer ergänzt, dass die Planungen für den Bebauungsplan bis Mitte des nächsten Jahres in einzelnen Schritten über den Stadtrat erfolgen sollen. Dabei würden unter anderem Lärmschutz- und verkehrstechnische Untersuchungen durchgeführt.
Parallel dazu werde ein Verkehrskonzept für die Stadt und die Ortsteile beauftragt, das auch die Auswirkungen des Freizeitparks berücksichtigen solle. Er weist darauf hin, dass durch den erwarteten Anstieg der Besucherzahlen – jährlich mehrere Hunderttausend Gäste – auch Umleitungsstrecken bei Baumaßnahmen ein wichtiges Thema seien.
Zudem könnten Anbieter von bezahlbaren Unterkünften von der Entwicklung profitieren, da viele Besucher möglicherweise länger in der Region verweilen oder erneut zurückkehren würden.
Frau Lauing erkundigt sich, ob Herr Fischer noch Busse hätte.
Herr Kramer berichtet, dass die HVB in diesem und im kommenden Jahr insgesamt acht neue vollelektrische Busse in Betrieb nehmen werde. Diese würden die größte vollelektrische Flotte in Sachsen-Anhalt darstellen.
Er erläutert, dass diese Busse der Firma Karls zur Plakatierung und Folierung angeboten worden seien, um deren Werbung auf den Fahrzeugen zu platzieren. Dies biete Karls die Möglichkeit, in Wernigerode und im Landkreis Harz auf Elektrobussen zu werben und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu betonen.
Herr Kramer hebt hervor, dass es sich hierbei um eine Win-Win-Situation handele, da die Werbung auf den hochmodernen Bussen gut bezahlt werde. Er ergänzt, dass die HVB derzeit Biogasbusse im Einsatz habe, die schrittweise durch Elektrofahrzeuge ersetzt würden, um einen CO₂-neutralen Betrieb zu gewährleisten.
Herr Rettmer äußert die Sorge, dass der Bürgerpark durch die Ansiedlung von Karls benachteiligt werden könnte.
Herr Kramer erläutert weiter, dass der Bürgerpark ein saisonales Sommerangebot darstelle.
Er verweist auf Untersuchungen, die in Zusammenarbeit mit Andreas Meling, dem Geschäftsführer der Park und Garten GmbH, durchgeführt worden seien. Dabei sei festgestellt worden, dass es eine gewisse Überschneidung in der Zielgruppe gebe, jedoch unterschiedliche Erlebnisse geboten würden.
Während Angebote wie Karls auf Unterhaltung, Bewegung und Action ausgerichtet seien, biete der Bürgerpark eine ruhige Atmosphäre, die zum Entspannen und Verweilen einlade. Herr Kramer hebt hervor, dass der Bürgerpark als eine Art „Ruheinsel“ konzipiert sei, um den Besuchern eine entspannte Umgebung zu bieten.
Er erwähnt zudem, dass der Bürgerpark über Kinderspielplätze und andere Attraktionen verfüge, die jedoch nicht mit den actionorientierten Angeboten anderer Freizeitparks konkurrieren sollten.
Herr Kramer erläutert, dass eine Kooperation mit Karls sowie die Einrichtung eines Shuttleverkehrs zwischen Karls und dem Bürgerpark in Betracht gezogen werde. Er betont, dass die genauen Modalitäten noch zu klären seien.
Auch beim Schloss habe es Untersuchungen zu Wechselwirkungen der Standorte gegeben.
Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass durch die Sichtbarkeit des Schlosses und des Brockens vom Karlsgelände aus hohe Synergieeffekte erzielt werden könnten.
Insbesondere die Ausrichtung der Sitzplätze in den Restaurants auf das Schloss und den Brocken würde dazu führen, dass Gäste, die ursprünglich Karls besucht haben, Interesse am Schloss entwickeln würden.
Frau Lauing äußert, dass es spannend sei, welche Auswirkungen die geplanten Maßnahmen auf die Stadt und die Besuchsströme haben könnten. Sie hebt hervor, dass trotz vorheriger Untersuchungen und Prognosen die tatsächlichen Entwicklungen abzuwarten seien.
Herr Rettmer stellt eine abschließende Frage und erkundigt sich, ob die Obstplantage mit eingeplant wurde oder bestehen bleibe.
Herr Kramer bestätigt, dass die Plantage vollständig erhalten bleibe.
Herr Rettmer hebt hervor, dass dies eine bedeutende Entscheidung sei.
Der Landwirtschaft werden zu viele Flächen für derartige Projekte genommen und jedes Jahr hören mehr Bauern auf. Er zeigt sich besorgt, dass es irgendwann nicht mehr genug Landwirte geben könnte.
Herr Kramer erläutert, dass eine Kooperation zwischen Karls und der Obstplantage angestrebt werde.
Er äußert die Hoffnung, dass die Produkte der Landwirte sich gegenseitig ergänzen könnten, beispielsweise durch das Angebot von Äpfeln auf dem Erdbeerhof.
Zudem betont er die Notwendigkeit von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die geplanten Gebäude und Parkflächen. Diese Maßnahmen sollen voraussichtlich in Form von Streuobstwiesen oder Obstbaumanpflanzungen umgesetzt werden.
Langfristige Beweidungen sollen vertraglich über Jahrzehnte gesichert werden.
Herr Kramer hebt hervor, dass es wichtig sei, die durch die Versiegelung entstehenden Eingriffe in die Natur angemessen zu kompensieren. Er weist darauf hin, dass die betroffenen Flächen nach der Bebauung nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden könnten, jedoch an anderer Stelle durch Entsiegelung und Obstbaumplantagen ein Ausgleich geschaffen werden solle.
Herr Kramer führt weiter aus, dass die Erdbeeren, die bei Karls verkauft und verarbeitet werden, ausschließlich aus Eigenproduktion stammen.
Diese würden auf einer großen Plantage in Rövershagen bei Rostock angebaut. Die Plantage sei mit modernen, teilweise KI-gesteuerten Erntemaschinen ausgestattet.
Für jeden neuen Freizeitpark, den Karls in Deutschland errichte, werde lediglich eine zusätzliche Anbaufläche von etwa 5000 Quadratmetern benötigt. Die Erdbeeren würden in Rövershagen geerntet und anschließend frisch per Lkw zu den jeweiligen Standorten transportiert
Herr Kramer betont, dass es sich um eine spezielle Erdbeersorte handele, die von Karls gezüchtet wurde. Diese sei geschmacklich deutlich aromatischer als handelsübliche Supermarktware, jedoch weniger lange haltbar, weshalb sie nicht für den Verkauf im Einzelhandel geeignet sei.
