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  1. Herr Kramer informiert, dass die internen Abstimmungen zum Feuerwehrstandort abgeschlossen sind. In Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkameraden und dem Planungsbüro ist beabsichtigt, vor der Sommerpause eine Beschlussvorlage zur Standortfestlegung und zur Freigabe von Planungsmitteln vorzulegen. Eine gesonderte Informationsveranstaltung in der ersten Juniwoche ist geplant, um die Empfehlung und die Hintergründe ausführlich darzulegen.

 

  1. Herr Kramer berichtet über die Baustelle r die neue Polleranlage vor dem Eingang der Stadtverwaltung. Die Fertigstellung der Maßnahme erfolgt voraussichtlich bis Ende März. Gleichzeitig wird die Baustelle genutzt, um die Elektroanlage in diesem Bereich zu modernisieren. Herr Storm ergänzt, dass die Gasleitung am Mittwoch umverlegt wird, da Platz für die Poller fehlt. Ab Donnerstag soll die Baugrube vergrößert werden, um Platz für die drei Poller zu schaffen. Eine Ampelanlage wird ebenfalls installiert. Auf Wunsch der Direktorin des Gotischen Hauses werden die Arbeiten am Mittwoch aufgrund einer Veranstaltung pausiert.

 

  1. Herr Schatz berichtet von einem Bürgerhinweis, dass der Teich auf der Brachfläche neben dem Hasseröder Ferienpark mit Leitungswasser gefüllt wurde. Herr Kramer bestätigt dies und erklärt, dass dies zur Feuchthaltung der Lehmschichten notwendig ist. Er führt aus, dass derzeit keine andere Möglichkeit besteht, als Wasser aus einem Bauwasseranschluss zu entnehmen, welches aus dem Netz der Stadtwerke stammt. Er betont, dass dies die wirtschaftlichste Lösung ist. Die Kosten für die Befüllung belaufen sich laut Herrn Kramer auf 800,00 Euro.

 

Herr Winkelmann ergänzt, dass er ebenfalls von einem besorgten Bürger kontaktiert wurde. Er fragt nach, ob der Teich dicht ist oder ob das Wasser erneut versickert. Herr Dietrich erläutert, dass der Wasserstand um etwa 30 Zentimeter abgesunken ist. Er erklärt, dass die Sohle des Teiches nach Regenereignissen dicht ist, die Seitenwände jedoch aufgrund der starken Austrocknung möglicherweise Wasser aufnehmen. Die erneute Befüllung dient auch dazu, die Dichtigkeit der Seitenwände zu überprüfen.

 

Herr Storm erkundigt sich, ob es möglich ist, Oberflächenwasser, das vom Armeleuteberg in Richtung Schmiedeberg fließt, seitlich abzuleiten, um den Teich kontinuierlich mit Wasser zu versorgen. Herr Kramer erklärt, dass diese Möglichkeit bereits diskutiert und untersucht wurde. Herr Dietrich ergänzt, dass die extreme Trockenheit sowie die restriktiven Vorgaben der unteren Wasserbehörde eine Genehmigung zur Entnahme von zusätzlichem Wasser aus den ohnehin bereits stark beanspruchten Bächen verhindern. Dies stellt ein zentrales Problem dar, da das Wasser über eine Geländeerhebung geführt werden müsste, um den Teich zu erreichen.

 

  1. Herr Albrecht erkundigt sich nach dem Zustand der Schillerstraße, die seit Jahrzehnten nicht saniert wurde. Herr Kramer teilt mit, dass die Straße in die Prioritätenliste für das Sondervermögen aufgenommen ist und eine Sanierung für 2027 geplant wird.

 

  1. Herr Storm kritisiert die aktuelle Absteckung des zukünftigen Grundstücks für Karls Erdbeerhof, da das verwendete Flatterband in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragt. Herr Kramer erläutert, dass derzeit Vermessungs- und Vorbereitungsarbeiten für das Bauvorhaben laufen. Er kündigt an, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine gesonderte Informationsveranstaltung stattfinden solle, um die Öffentlichkeit über den Stand der Planungen sowie über mögliche Verkehrseinschränkungen und deren zeitlichen Rahmen zu informieren.

 

  1. Herr Sciborski thematisiert die Wildschweinproblematik in Schierke. Herr Kramer bestätigt, dass der Stadtjäger bereits Maßnahmen ergriffen habe und erste Erfolge erzielt worden seien. Die Population sei jedoch weiterhin hoch, und die Maßnahmen würden fortgesetzt.

 

Herr Mehne betritt den Saal. Es sind 8 Stadträte anwesend.

 

  1. Herr Winkelmann erkundigt sich nach dem aktuellen Stand der Planungen für das Industriegebiet in Richtung Schmatzfeld und fragt, warum es bisher keine Fortschritte gegeben habe. Herr Kramer erklärt, dass es hierfür mehrere Gründe gebe, darunter Personalmangel und eine Haushaltssperre. Er weist darauf hin, dass in der vergangenen Woche Vorstellungsgespräche mit potenziellen Bewerbern stattgefunden hätten, die für die Umsetzung der Projekte erforderlich seien. Sobald eine geeignete Person eingestellt werde, könnten die entsprechenden Aufträge ausgelöst werden. Die finanziellen Mittel seien im Haushalt bereits vorgesehen, sowohl für das Bedarfskonzept eines zusätzlichen Gewerbe- und Industriegebiets als auch für das Verkehrskonzept.

 

Die Regionale Planungsgemeinschaft hat eine umfassende Untersuchung in Auftrag gegeben, die den gesamten Geltungsbereich der Planungsgemeinschaft im Landkreis Harz sowie anteilig Mansfeld Südharz umfasst. Ziel dieser Untersuchung war es, den aktuellen Bedarf an Gewerbe- und Industrieflächen zu ermitteln und fundierte Empfehlungen für zukünftige Entwicklungen in der Region abzugeben. Das Ergebnis der Untersuchungen der Regionalen Planungsgemeinschaft zeigt einen Nettobedarf von 100 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen für die gesamte Planungsregion. Dies wirft Fragen zur Flächennutzung auf, insbesondere im Vergleich zu den bereits ausgewiesenen Flächen in benachbarten Städten wie Halberstadt und Quedlinburg, die signifikant höhere Flächenangebote bereitstellen.

 

Herr Albrecht weist darauf hin, dass die Konkurrenz zu benachbarten Städten nicht außer Acht gelassen werden darf und dass die Gemeinde attraktive Bedingungen für Unternehmen schaffen sollte, um Arbeitsplätze zu sichern und die lokale Wirtschaft zu stärken. Herr Winkelmann betont, dass es an Mut fehlt, um aktiv größere Ansiedlungen in Wernigerode zu fördern, und kritisiert, dass außer im Smatvelde keine geeigneten Flächen für neue Unternehmen zur Verfügung stehen. Er hebt hervor, dass es notwendig ist, auch kleinere Flächen zu nutzen, um Potenziale für Arbeitsplätze zu schaffen, und verweist auf erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten, die unerwartet Arbeitsplätze generiert haben.

 

Herr Schatz fordert eine genauere Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten und die Prüfung, ob die angebotenen Flächen tatsächlich den Bedürfnissen der ansässigen Unternehmen und potenziellen Investoren entsprechen. Insgesamt herrscht Einigkeit unter den Teilnehmern, dass das Thema einer fundierten Bedarfsanalyse und einer strategischen Flächenentwicklung von hoher Priorität ist.

 

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Beschluss
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