Frau Angelov leitet zur Projektvorstellung „Echt machen – Pitch and Match“ über. Sie kündigt an, dass das Projekt präsentiert werde, um es vorzustellen und mögliche Unterstützer zusammenzubringen.
Frau Schlicht berichtet, dass sie im Januar an einer Veranstaltung des Projekts „Echt machen“ in Halle teilgenommen habe und von dem Engagement der Kinder und Jugendlichen beeindruckt gewesen sei. Sie erklärt, dass sie in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Wernigerode bisher keine Kenntnis von diesem Projekt gehabt habe. Sie beschreibt die Veranstaltung als ähnlich der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“, bei der Kinder und Jugendliche ihre Projektideen präsentieren. Insgesamt seien neun Projekte auf der Bühne vorgestellt worden, von denen zwei aus Wernigerode stammten. Beim „Markt der Möglichkeiten“ seien 25 Projekte vertreten gewesen, darunter neun aus Wernigerode. Sie bedauert, dass sie die einzige Unterstützerin aus Wernigerode gewesen sei, obwohl die Stadt mit sehr vielen Wernigeröder Kindern stark vertreten war. Sie hebt die Professionalität und Wertschätzung hervor, mit der die Veranstaltung durchgeführt wurde, und betont die beeindruckenden Ideen der Kinder und Jugendlichen.
Frau Schlicht erläutert anhand einer Präsentation (Anlage), dass das Projekt „Echt machen“ alle Schulformen in Sachsen-Anhalt sowie Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse anspreche. Ziel sei es, die Kinder und Jugendlichen zu inspirieren, eigene Projektideen zu entwickeln, und sie für unternehmerisches Denken und Handeln zu sensibilisieren. Das Projekt biete lebensnahes Lernen und fördere Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Kooperationsfähigkeit. Sie betont, dass die Teilnahme kostenfrei sei und keine Kosten für die Schulen oder Schüler entstünden. Es gebe verschiedene Formate, wie „Echt machen integriert“, bei dem Workshops an Schulen durchgeführt werden, „Echt machen digital“ für flexible Online-Teilnahme und „Echt machen intensiv“ in Form einer Projektwoche.
Frau Schlicht beschreibt den Ablauf des Projekts. Zunächst finde ein Ideenworkshop statt, in dem die Kinder und Jugendlichen mithilfe von Kreativitätstechniken eigene Projektideen entwickeln. Dabei stehe die Frage im Mittelpunkt, welche Probleme sie in ihrem persönlichen Umfeld sehen und wie diese gelöst werden könnten. In den anschließenden Projektworkshops würden die Ideen ausgearbeitet, einschließlich Budgetplanung, Zeitplan und der Identifikation potenzieller Unterstützer. Zwei konkrete Umsetzungsschritte, wie die Durchführung einer Befragung oder die Erstellung eines Flyers, seien erforderlich. Danach würden die Projekte von Profis bewertet, um zu entscheiden, welche auf der Bühne oder beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert werden. Die Teilnehmer hätten zudem die Möglichkeit, digitale Sprechstunden mit Experten wahrzunehmen und ein Pitchtraining zu absolvieren, um ihre Präsentationsfähigkeiten zu verbessern.
Frau Schlicht hebt hervor, dass die Veranstaltung in Halle sehr professionell organisiert gewesen sei. Die Kinder und Jugendlichen hätten ihre Projekte auf einer großen Bühne vor rund 200 bis 250 Personen präsentiert. Unterstützer aus Unternehmen und freien Trägern seien im Publikum gewesen, um finanzielle Mittel, Praktikumsplätze oder andere Unterstützung anzubieten. Sie nennt Beispiele für Projekte, wie einen generationenübergreifenden Treffpunkt und einen Fußballautomaten sowie eine App zur Organisation von Fahrgemeinschaften und Kuscheltiere mit GPS-Trackern. Sie betont, dass Wernigerode zwei Förderungen erhalten habe: 300 Euro für den Generationentreff und 100 Euro für das Fahrgemeinschaftsprojekt.
Frau Angelov regt an, dass MitarbeiterInnen der Verwaltung Unternehmen ansprechen und für das Projekt begeistern könnten.
Frau Schlicht ergänzt, dass sie Informationsmaterial für Lehrkräfte (Anlage) mitgebracht habe, das sie weitergeben wolle.
Frau Angelov merkt an, dass das Projekt aufgrund der erforderlichen Kompetenzen eher für die Oberstufe geeignet sei. Weiterhin schlägt sie vor, die Informationen über das Projekt dem Wirtschaftsausschuss zukommen zu lassen.
Frau Schlicht betont, wie wichtig es sei, dass die Kinder durch das Projekt Selbstwirksamkeit erfahren und ihre Ideen über einen längeren Zeitraum entwickeln und präsentieren könnten.
Herr Sciborski erkundigt sich, ob die Projekte im Unterricht oder außerhalb des Unterrichts ausgearbeitet würden und in welchem Fach.
Frau Schlicht erklärt, dass dies von der Schule abhänge. Es gebe sowohl die Möglichkeit, das Projekt in einer Projektwoche als auch in einzelnen Stunden, beispielsweise im Sozialkunde- oder Wirtschaftsunterricht, durchzuführen.
Frau Angelov schließt die Diskussion.