Frau Münzberg erläutert, dass die Löschwasseranalyse aufgrund technischer Probleme nicht wie geplant aktualisiert werden konnte. Sie verweist auf den Stand der Analyse von 2022, in der Defizitflächen, insbesondere in den Randbereichen der Stadt Wernigerode und der Ortschaften, identifiziert wurden. Einige dieser Defizite seien bereits minimiert oder beseitigt worden. Sie kündigt an, dass Herr Schauerte, ein Experte der Feuerwehr, detaillierte Informationen zu den Hydranten und der Löschwasserversorgung geben werde.
Herr Schauerte führt aus, dass die Löschwasseranalyse auf Basis von 143 Hydranten durchgeführt wurde, obwohl im gesamten Stadtgebiet etwa 800 Hydranten vorhanden seien. Die Analyse habe ergeben, dass ein Großteil des Stadtgebiets abgedeckt sei, jedoch einige Bereiche, wie das Wohngebiet Charlottenlust, weiterhin Defizite aufwiesen. Er erklärt, dass durch die Einbeziehung zusätzlicher technischer Hydranten, die bisher nicht in der Analyse berücksichtigt wurden, viele der roten Markierungen in der Karte auf Grün gesetzt werden könnten. Er betont, dass die praktische Löschwasserversorgung oft besser sei als die theoretische Darstellung in der Analyse. Herr Dorff schlägt vor, die Karten mit den aktuellen Hydranteninformationen dem Protokoll beizufügen.
Herr Schult fragt nach dem Unterschied zwischen technischen Hydranten und Hydranten zur Mitbenutzung.
Herr Schauerte erklärt, dass Hydranten zur Mitbenutzung offiziell geprüft und funktionsfähig sein müssten, während technische Hydranten nicht in der Vereinbarung mit den Stadtwerken enthalten seien. Im Einsatz mache dies jedoch keinen Unterschied, da die Feuerwehr alle verfügbaren Hydranten nutze.
Herr Schauerte berichtet weiter über den Zustand der Zisternen. Zwei Zisternen, im Mühlental und auf dem Agnesberg, seien derzeit in der Wartung oder Sanierung, um Defizitbereiche abzudecken. Er erwähnt, dass es im Stadtgebiet weitere Zisternen gebe, deren Eigentumsverhältnisse und Zustand geprüft werden müssten, um sie gegebenenfalls zu ertüchtigen.
Frau Münzberg ergänzt, dass die Zisterne im Mühlental im Haushalt für eine Wiederinbetriebnahme als Löschwasserreservoir vorgesehen sei. Sie betont, dass die Löschwasserabdeckung sukzessive verbessert werde und die Stadtwerke sowie die Stadtplanung in die Optimierung eingebunden seien.
Frau Gorr erkundigt sich nach der Häufigkeit der Überprüfung von Zisternen und Hydranten.
Herr Schauerte erklärt, dass Zisternen in der Regel jährlich oder zweimal jährlich geprüft würden, während die Überprüfung aller Hydranten aufgrund von Personalengpässen nicht immer realisierbar sei. Er weist darauf hin, dass Hydranten auf Hauptstraßen besonders anfällig für Schäden seien.
Herr Fischer thematisiert die Löschwasserversorgung in Reddeber und verweist auf die Löschwasserbedarfsanalyse, die eine relevante Unterdeckung in diesem Bereich ausweise. Er fragt, wie unter diesen Bedingungen Baugenehmigungen erteilt würden.
Frau Münzberg erklärt, dass ohne ausreichende Löschwasserversorgung keine Baugenehmigungen erteilt würden. Sie nennt ein Beispiel aus dem Papental, wo ein Bauherr eine alternative Löschwasserversorgung herstellen müsse. Herr Dorff ergänzt, dass ihm kein Fall bekannt sei, in dem eine Baugenehmigung in Reddeber aufgrund der Löschwassersituation abgelehnt worden sei. Er betont, dass Maßnahmen wie die Erhöhung des Wasserdrucks durch die Stadtwerke oft Abhilfe schaffen könnten.
Herr Mau erkundigt sich nach der Löschwassersituation in Schierke.
Herr Schauerte erklärt, dass Schierke durch das Hydrantennetz des Abwasserverbands Holtemme-Bode gut abgedeckt sei. Frau Münzberg ergänzt, dass durch eine Baumaßnahme an der Brockenstraße die Löschwasserversorgung in Schierke erheblich verbessert worden sei. Herr Dorff bestätigt, dass die Kooperation mit dem Abwasserverband in Schierke gut funktioniere und die Löschwasserversorgung deutlich verbessert werden konnte.
Herr Schauerte weist abschließend darauf hin, dass durch den Einsatz neuer Messtechnik die Durchflussmengen der Hydranten in der Zukunft verbessert dargestellt werden könnten.
Herr Storm regt an, die Karte für Reddeber zu überarbeiten, um mögliche Unklarheiten zu beseitigen.