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Der Ausschussvorsitzende stellt Herrn Sgodzay als Stadtjäger vor und übergibt ihm das Wort.

 

Herr Sgodzay informiert, dass er die Aufgabe des Stadtjägers zum 01.01.2025 für den Bereich der Stadt Wernigerode und deren Ortsteile übernommen hat. Aktuell ist Schierke stark in der Betrachtung. Die Vorbereitungen für eine Bejagung im Bereich des Ortsteils laufen. Der Landkreis Harz hat die Schießerlaubnis für Schierke erteilt. Weiterhin wurden Kameras installiert, auf die er rund um die Uhr zugreifen und die Lage beobachten kann. Es fanden außerdem Ortstermine mit dem Bereich Forsten und dem Nationalpark statt. Dabei wurde die Situation zusammen beurteilt und entsprechende Maßnahmen besprochen.

Für die Bejagung wurden notwendige Nachtsichtgeräte beschafft, sodass diese nun in Angriff genommen wird.

Weiterhin informiert er, dass es zahlreiche Hinweise zu kranken Füchsen, vor allem im Bereich Hasserode, gegeben hat. Er hat bereits 17 Füchse gefangen und erlöst, die an Räude erkrankt waren. Auch die Waschbären stellen in diesem Jahr ein großes Problem dar. Hier wurden bereits 78 Waschbären gefangen und getötet.

Bei Wildunfällen wird er durch die Polizei bzw. die Leitstelle des Landkreises Harz alarmiert.

Es ist bereits vorgekommen, dass z.B. auch Privatpersonen Marder gefangen haben. Hier wurde er durch die Polizei hinzugezogen und hat die Personen beraten. Zusammenfassend hat er ein umfangreiches Programm an Aufgaben, die er erfüllt.

 

Herr Dorff dankt Herrn Sgodzay für seine aktive Arbeit. Die Stadt Wernigerode hat lange nach einem Stadtjäger gesucht.

 

Herr Baake fragt nach, ob weiterhin auch noch Vergrämungsmittel genutzt werden, um die Tiere von Grundstücken fernzuhalten, und auch, ob Fallen genutzt werden.

Laut Herrn Sgodzay ist die Verwendung von Vergrämungsmitteln schwierig, da es nicht immer den gewünschten Erfolg erziehlt. Fallen werden durch ihn nicht genutzt, da ihr Einsatz nicht tierschutzkonform ist.

 

Herr Fischer möchte wissen, was ein Abschuss durch den Stadtjäger kostet.

Die Arbeit des Stadtjägers kostet die Stadt Wernigerode nach Angabe von Herrn Sgodzay nichts, da er diese ehrenamtlich ausübt.

 

Herr Stechhahn möchte von Herrn Sgodzay wissen, was mit den geschossenen Tieren passiert.

Das geschossene Raubwild wird von Herrn Sgodzay in eine Kühltruhe gebracht, die in der Feuerwehr Wernigerode steht. Von dort aus wird das Wild von eine Spezialfirma abgeholt und entsprechend entsorgt (fachgerecht verbrannt).

Herr Stechhahn fragt weiterhin nach, ob man das Wild verkaufen kann. Die Entsrgung durch die Fachfirma kostet auch etwas.

Die Wildschweine z.B., die er schießt, darf Herr Sgodzay vereinbarungsgemäß behalten. In diesem Zusammenhang berichtet er von einem Fall, bei dem ein Wildschwein auf einem Gehweg am Eisenberg gehockt hat. Es hatte keinen Fluchtreflex mehr und musste daher von ihm erlöst werden. In der näheren Umgebung fand er auch ein zweites Wildschwein. Aufgrund der Gesamtsituation hat er diese Tiere zum Landkreis verbracht und es schloss sich eine Untersuchung auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Stendal an. Es wurde bei den Tieren jedoch keine ASP nachgewiesen.

 

Nachdem es keine weiteren Fragen gibt, dankt der Ausschussvorsitzende Herrn Sgodzay für seine Ausführungen.

 

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