Frau Angelov stellt ihre Vorlage zum Umgang mit Wetterextremen vor. Ziel ist ein pragmatischer Aktionsplan zur besseren Vorsorge bei Ereignissen wie Hitze, Starkregen oder Bränden – ohne langwierige Konzepte, sondern mit konkreten Maßnahmen. Besonders gefährdet seien vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder und Bewohner schlecht gedämmter Wohnungen. Beispiele aus der Vorlage sind etwa mehr Schatten bei Bauvorhaben und an Bushaltestellen. Die Botschaft: Vorsorge spart Geld und schützt Menschen. Der Stadtrat wird zur Zustimmung aufgerufen.
Herr Mänz spricht sich gegen eine sofortige Beschlussfassung der Vorlage aus und beantragt stattdessen die Verweisung in die Ausschüsse. Er schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe zur gemeinsamen Beratung des Themas vor, da die Verantwortung nicht allein beim Oberbürgermeister liegen solle. Er kritisiert, dass die Ortsteile – wie etwa beim Hochwasser 2017 in Silstedt – in der Vorlage nicht berücksichtigt wurden. Eine umfassendere Vorlage wird gewünscht.
Herr Kascha zeigt grundsätzlich Sympathie für die Vorlage von Frau Angelov, unterstützt aber den Antrag auf Verweisung in die Ausschüsse. Er betont, dass viele der vorgeschlagenen Maßnahmen – wie Begrünung, Evakuierungspläne oder Kommunikationsstrukturen – in Wernigerode bereits existieren, besonders als Reaktion auf vergangene Brände und das Hochwasser 2017. Eine Ausschussberatung sei sinnvoll, um Doppelungen zu vermeiden und die Vorlage ggf. zu überarbeiten.
Frau Angelov stellt klar, dass für sie die Ortsteile selbstverständlich zu Wernigerode gehören und daher nicht gesondert erwähnt wurden. Sie erkennt bestehende Maßnahmen wie Feuerwehr, Wasserwehr und Warnsysteme an, betont aber, dass es ihr um einen ganzheitlichen, transparenten Ansatz geht. Ziel sei es, bestehende Strukturen zu bündeln, für Bürger nachvollziehbar zu machen und so Sicherheit zu erhöhen.
Ein Stadtratsmitglied begrüßt die Beschlussvorlage ausdrücklich. Auch wenn die Stadtverwaltung bereits in einigen Bereichen aktiv ist, zeige die Vorlage den Wunsch des Stadtrats, stärker einbezogen zu werden und mitzuwirken. Angesichts zunehmender Wetterextreme sei das Thema sehr relevant und ernst zu nehmen.
Die Verweisung wird zur Abstimmung gestellt:
Abstimmungsergebnis: | 24 | Ja-Stimmen | 9 | Nein-Stimmen | 2 | Enthaltungen |