Hauptmenü
Inhalt
Reduzieren

Frau Lauing lässt die Ortschaftsratsmitglieder darüber abstimmen, ob die anwesenden Einwohner ein Rederecht zu der Beschlussvorlage erhalten. Die Ortschaftsratsmitglieder stimmen einstimmig dafür ab.

 

Herr Marby erläutert die Beschlussvorlage. Der Entwurf dieser Entgeltordnung stellt lediglich erstmal ein Diskussionspapier dar. Änderungsvorschlägen gegenüber steht die Verwaltung offen gegenüber. Die Saalmiete für das Dorfgemeinschaftshaus in Reddeber wurde von 50,00 € auf 65,00 € erhöht. Zusätzlich wurde eine Gebühr in Höhe von 20,00 € pro Vereinsmitglied im Kalenderjahr in die Entgeltordnung eingefügt, welche bei einer wöchentlichen Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses durch gemeinnützige Vereine geleistet werden soll. Sportvereine sollen für eine Hallennutzung genauso viel bezahlen.

 

Herr Schädel, vom Seniorenclub Reddeber, merkt an, dass eine Nutzungsgebühr von 20,00 € pro Mitglied im Jahr eine Gesamtsumme von 600,00 € bedeuten würden. Dies trifft den Verein hart. Sponsoren gibt es nicht. Fördermittel der Stadt an den Seniorenclub wurden in den vergangenen Jahren ebenfalls reduziert. Er berichtet von einem laufenden Mietvertrag über das Dorfgemeinschaftshaus bis zum Jahr 2029. Er bittet um Prüfung, ob der Saal bis dahin noch mietfrei genutzt werden kann, auch wenn die Entgeltordnung beschlossen wird. Des Weiteren berichtet er von der Überlegung, das Dorfgemeinschaftshaus nur noch 2 mal im Monat, anstatt wöchentlich zu nutzen, damit nur 10,00 € pro Vereinsmitglied gezahlt werden müssten. Einige alleinstehende Seniorinnen und Senioren brauchen dieses wöchentliche, soziale und kulturelle Programm jedoch dringend für ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität. Er sieht es nicht ein, dass die ehrenamtlichen Vereine nun für die kostenintensiven Investitionen der Stadt büßen müssen. Er bittet um Prüfung, ob diese Regelung aus der Entgeltordnung verbessert oder entfernt werden kann.

 

Herr Lübbecke-Salaske findet die Pro-Kopf-Finanzierung für Vereine nicht verhältnismäßig zu den bewirtschaftungskosten.

 

Frau Lauing ist der Meinung, dass diese neue Regelung die finanziell Schwächsten trifft. Die wenigsten Senioren verfügen über eine gute Rente. Das Sozialgefüge wird stark darunter leiden, wenn den Senioren die Möglichkeit genommen wird, sich einmal wöchentlich im Dorfgemeinschaftshaus zu treffen. Die Stadt sollte differenzieren, für welche Vereine diese Regelung gelten soll. Einige Vereine erhalten Gelder von Sponsoren, was auf den Seniorenclub jedoch nicht zutrifft. Frau Lauing stimmt gegen die Vorlage, da sie dies als sehr unsozial empfindet.

 

Herr Friedrich lobt das Engagement und die Diskussion zu der Thematik hier in der Ortschaftsratssitzung. Die Regelungen in der Entgeltordnung sind nur Vorschläge und noch nicht festgelegt. Er möchte dazu motivieren in den weiteren Sitzungen zu dieser Thematik seine Meinung kundzutun. Er empfiehlt dem Seniorenclub, sich mit Frau Dalichow vom Kulturamt bezüglich Unterstützungsmöglichkeiten für Vereine, in Verbindung zu setzen.

 

Ein weiteres Mitglied des Seniorenclubs würde es begrüßen, wenn ein verantwortlicher Angestellter der Stadt an einer Veranstaltung des Seniorenclubs an einem Dienstagnachmittag teilnimmt, um einen Einblick zu erhalten, wie wichtig diese für die Senioren sind.

 

Frau Lauing ist sehr stolz auf das Engagement und den Zusammenhalt des Seniorenclubs. Es geht hier nicht um Wettkämpfe oder Meisterschaften, sondern um soziale Aspekte wie Lebensqualität und Nichtvereinsamung. Der Ortschaftsrat Reddeber wird sich dafür einsetzen, dass diese Regelung nicht beschlossen wird.

 

Herr Marby wiederholt, dass es sich momentan nur um ein Diskussionspapier handelt. Vorerst werden alle Vereine gleich behandelt, eine Aufschlüsselung dieser wird eventuell in den einzelnen Ausschüssen diskutiert. Verbesserungsvorschläge zur Entgeltordnung sind wünschenswert.

 

Herr Hahn ist enttäuscht von der Stadtverwaltung, dass die leeren Kassen durch die Rentner wieder aufgefüllt werden sollen.

 

Herr Friedrich entgegnet, dass es nicht nur um die Rentner, sondern um alle Vereine der Stadt geht. Es bringt nichts, wenn immer nur alles abgelehnt wird. Es müssen auch konstruktive Verbesserungsvorschläge kommen.

 

Herr Lübbecke-Salaske fasst zusammen, dass die Nutzung des Raumes momentan kostenfrei für gemeinnützige Vereine ist. Zur Finanzierung der Unterhaltungskosten des Raumes wird vorgeschlagen, eine Pauschale von 20,00 € pro Vereinsmitglied im Jahr zu erheben. Ein konstruktiver Gegenvorschlag wird vom Ortschaftsrat Reddeber gemeinsam mit dem Seniorenclub eingebracht. Er empfindet, dass durch die vorliegende Entgeltordnung der Emsige bestraft wird. Vereine mit einer guten Vereinsarbeit und einer hohen Mitgliederzahl zahlen viel Geld. Er glaubt nicht, dass die Hausmeistertätigkeiten und Reinigungsarbeiten aufwendiger werden, wenn 30 statt 15 Senioren das Dorfgemeinschaftshaus nutzen, weshalb er die pauschale Pro-Kopf-Belastung als unfair erachtet. Sportstättenunterhaltung ist seiner Meinung nach umfangreicher als Dorfgemeinschaftshäuser. Er fragt, wie hoch die Unterhaltungskosten für das Dorfgemeinschaftshaus sind.

 

Herr Marby antwortet, dass es im Jahr 2024 7.750,00 € waren.

 

Herr Rettmer spricht sich ebenfalls gegen die pauschale Pro-Kopf-Belastung aus. Er befürchtet ansonsten, dass es bald kaum noch Vereine geben wird.

 

Herr Schädel hofft sehr, dass eine gute Lösung gefunden werden und das Programm des Seniorenclubs wie gewohnt weiter stattfinden kann und bedankt sich bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

 

Herr Greb möchte wissen, wie hoch die Einnahmen für die Liegenschaft im Jahr 2024 waren.

 

Herr Marby antwortet, dass es 400,00 € für 8 Vermietungen waren.

 

Her Schädel erläutert, dass vor einigen Jahren deutlich mehr Vermietungen dort stattfanden und somit mehr Einnahmen generiert werden konnten. Aufgrund von sehr bürokratischem Auflagen und wenig Engagement verringerte sich dies drastisch.

 

Herr Lübbecke-Salaske schlägt vor, dass die Möglichkeiten zur Anmietung der kommunalen Räumlichkeiten auf der Homepage der Stadt Wernigerode besser hervorgehoben werden könnten, sodass man leichter an Informationen zur Verfahrensweise kommt.

 

Reduzieren
Beschluss
Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

-

Ja-Stimmen

5

Nein-Stimmen

 

 

 

nach oben