Zu diesem Tagesordnungspunkt wurde Herr Hoberg, Vorstandsmitglied des Altstadtfestvereins, eingeladen. Aufgrund einer Reha-Maßnahme hat er sich entschuldigen lassen. Als Vorsitzender des Vereins war Herr Wiecker anwesend. Frau Gorr erteilte Herrn Schulze das Wort, da von ihm die Anregung kam, über das Altstadtfest im Kulturausschuss zu sprechen.
Herr Schulze kritisierte, dass die Auswahl der Darbietungen auf dem Markt nicht zur Tageszeit und dem entsprechenden Publikum passten. Er empfand, dass „Wrestling“ kein Unterhaltungsprogramm für Familien ist und so etwas nicht um 15:30 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden sollte.
Weiterhin kritisierte er, dass das Angebot der „fliegenden Händler“ dem der Händler in der Stadt entsprach. Seiner Ansicht muss der Altstadtfestverein eine stärkere Kontrolle über Angebot und Standort dieser Händler ausüben. Auch müsste der Verein die Einkünfte, die er erzielt, in das Kulturprogramm investieren, damit das Fest der Qualität der Stadt Wernigerode entspräche. Er würde sich wünschen, dass, wie er bereits in der Vergangenheit vorgeschlagen hatte, ein überregionales Schornsteinfegertreffen zum Altstadtfest organisiert wird und die Angestellten der Gastronomie in historischen Kostümen bedienen würden.
Frau Gorr merkte an, dass die Idee des Schornsteinfegertreffens durch die Präsenz zahlreicher Schornsteinfeger beim Altstadtfest 2012 aufgegriffen wurde.
Herr Wiecker erwiderte darauf, dass beim Altstadtfest insgesamt nur 25 sogenannte „fliegende Händler“ anwesend waren und diese eine Standgebühr von 20,00 bis 80,00 € entrichtet haben. Für diese war Herr Hoberg zuständig und Herr Wiecker hat sich um die Veranstaltung auf dem Markt gekümmert. Er stellte fest, dass das Altstadtfest diese Händler braucht, aber zukünftig will man noch strenger auf die Auswahl achten. Trotz vorheriger Absprachen über Sortiment und Standort halten sich einige Händler nicht an die Vorgaben. Trotz der von Herrn Schulze geübten Kritik hatte Herr Wiecker den Eindruck, dass das Altstadtfest von Einwohnern und Besuchern der Stadt hervorragend angenommen wurde.
Abschließend merkte Herr Wiecker noch an, dass zukünftig für den Verein die neue GEMA-Verordnung sehr problematisch sein wird. Zahlten sie 2011 etwas 5 % des Etats für GEMA-Gebühren, waren es 2012 10%, im Jahr 2013 sollen es nach ersten Vorinformationen 58 % des Gesamtetats sein.
Hinsichtlich des Problems mit der Kontrolle der Händler schlug Frau Gorr vor, dass sich dabei auch Stadträte engagieren sollten. Auch sollte von der Verwaltung, hier speziell dem Ordnungsamt, geprüft werden, wie diese dabei unterstützend tätig sein kann. Dem Altstadtfestverein wurde vorgeschlagen, Herrn Schulze in Vorbereitung des neuen Festes einzuladen, um über seine Vorschläge zu sprechen.
Abschließend ergriff Herr Schulze noch einmal das Wort. Er wünscht sich, dass das Altstadtfest ein Fest für die Wernigeröder ist und es sich daher von anderen Festen unbedingt abgrenzen sollte.