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Vorlage - 075/2021  

Betreff: Überplanmäßige Ausgabe für die Schadensbewältigung im Stadtwald Wernigerode nach Extremwetterereignissen
Status:öffentlichVorlage-Art:Stadtrat
Verfasser:Herr Selmikat
Oberbürgermeister
Federführend:A Stadtbetriebsamt Bearbeiter/-in: Wiedenbein, Mariana
Beratungsfolge:
Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss Vorberatung
16.09.2021 
04. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanz- und Rechnungsprüfungsausschusses ungeändert beschlossen   
Stadtrat Wernigerode Entscheidung
30.09.2021 
05. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates Wernigerode ungeändert beschlossen   

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Beschlussvorschlag:

  Der Stadtrat beschließt eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 300.000,00 zur Wiederaufforstung des Stadtwaldes in 2021.

               

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Art der Aufgabe:

 

 

Freiwillige Aufgabe

X

Pflichtaufgabe

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Buchungsstelle:

 

5.5.5.01.5221000 Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens  300.000,00 €

 

Die Deckung erfolgt aus den Buchungsstellen:

 

5.5.5.01.4421000 Erträge aus Verkauf              300.000,00 €

 

 

 

keine finanziellen Auswirkungen

EUR

 

Gesamteinnahmen* in Höhe von:

EUR

X

Gesamtausgaben* in Höhe von: 

*Bei unbefristeten/lfd. Angelegenheiten ist die Jahresangabe erforderlich!

300.000,00 EUR

 

 


 

 

Mittel stehen im laufenden HH zur Verfügung

 

keine

X

einmalige

 

Laufende Folgekosten/-leistungen i.H.v.

300.000,00 EUR/Jahr

 

 

 

 

 

(Auswirkungen i.d. Folgejahren einschätzen, ggf. detaillierte in Anlage)

 

Nachhaltigkeitseinschätzung nach dem Augsburger Modell:

Bei der Anwendung der Nachhaltigkeitseinschätzung handelt es sich um eine Übergangslösung, die als Lernprozess zu verstehen ist, bis mit dem Stadtentwicklungskonzept eigene Wernigeröder Leitlinien genutzt werden können.

 

 

fördernd

kein Effekt

hemmend

 

 

fördernd

kein Effekt

hemmend

Ökologische Zukunftsfähigkeit

Bitte ein „x“ eintragen

 

Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit

Bitte ein „x“ eintragen

Ö1. Klima schützen

 

X

 

 

 

W1. Wernigerode als Wirtschaftsstandort stärken

X

 

 

Ö2. Energie- und Materialeffizienz verbessern

 

X

 

 

 

W2. Leben und Arbeiten verknüpfen

X

 

 

Ö3. Biologische Vielfalt erhalten und entwickeln

X

 

 

 

W3. Soziales und ökologisches

Wirtschaften fördern

X

 

 

Ö4. Natürliche Lebensgrundlagen

bewahren

X

 

 

 

W4. Finanzen nachhaltig generieren und einsetzen

X

 

 

Ö5. Ökologisch mobil sein für alle

ermöglichen

X

 

 

 

W5. Flächen und Bebauung nachhaltig entwickeln und gestalten

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Soziale Zukunftsfähigkeit

 

 

 

 

Kulturelle Zukunftsfähigkeit

 

 

 

S1. Gesundes Leben ermöglichen

 

X

 

 

 

K1. Wernigerode als selbstbewusste

Mittelstadt begreifen

X

 

 

S2. Bildung ganzheitlich leben

 

X

 

 

 

K2. Werte reflektieren und vermitteln

 

X

 

 

S3. Sicher leben - Risiken minimieren

 

X

 

 

 

K3. Vielfalt leben

 

X

 

 

S4. Allen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen

X

 

 

 

K4. Beteiligung und bürgerschaftliches Engagement stärken und weiterentwickeln

X

 

 

S5. Sozialen Ausgleich schaffen

 

X

 

 

 

K5. Kunst und Kultur wertschätzen

 

X

 

 

                 

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Begründung:

 

Wald prägt unsere Landschaft und Heimat, gibt der Region ihr unverwechselbares Gesicht und ist zugleich unverzichtbarer Bestandteil eines gesunden Lebensraumes.

 

Lt. Landeswaldgesetz § 16 (3) sind Waldbesitzer rechtlich verpflichtet, zum Schutz des Waldes vorbeugend und bekämpfend tätig zu werden. Seit 2018 sterben die Fichtenwälder im Harz und somit auch im Stadtwald Wernigerode großflächig ab. Ursachen dafür sind mehrere Stürme, ein 3-jähriges Niederschlagsdefizit, Hitzerekorde und eine dramatische Borkenkäfermassenvermehrung. Damit die unverzichtbaren Funktionen des Waldes jetzt und auch in Zukunft erfüllt werden können, werden zusätzliche HH-Mittel bereits in 2021 benötigt.

 

Folgende Maßnahmen müssen getätigt werden:

 

-          der massenhafte Einschlag von Schadholz,

-          die Beräumung der betroffenen Flächen zur Vorbereitung der Neuanpflanzungen,

-          die Durchführung von Wiederaufforstungen,

-          die Wiederherrichtung der Waldwege und

-          die Gewährleistung der Verkehrssicherheit an Wanderwegen.


 

Zur Veranschaulichung:

 

6.000 Festmeter Fichtenholzeinschlag / Jahr sind üblicherweise geplant:

 IST 2019: 22.000 Fm  2020: 70.000 Fm  2021: 45.100 Fm (Stand August ´21)

 

Innerhalb von 10 Jahren sind normalerweise 60 ha Aufforstungsfläche geplant. Aktuell sind mindestens  400 ha aufzuforsten. Das entspricht rechnerisch einer Zeit von 67 Jahren!

 

Ziel muss es sein, die Wiederaufforstung inkl. aller dazugehörigen Gewerke zum Schutz unserer Wälder als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, Erholungsgebiet sowie langfristiges Einkommen durch nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung so schnell wie möglich umzusetzen.  

                 

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Gaffert

Oberbürgermeister