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Vorlage - AF-13-2020  

Betreff: Wachsendes Verkehrsaufkommen
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Haus und Grund/FDP
Hendrik Thurm
Federführend:Dezernat II Bearbeiter/-in: Rudo, Burkhard
Beratungsfolge:

ALLRIS® Office Integration 3.9.2
Beschlussvorschlag:

Beantwortung AF-13-2020 – Herrn Thurm vom 07.10.2020

 

Ist die Errichtung eines Kreisels unter Einbeziehung von kleinen Teilen des Waldhofareales möglich?

Grundsätzlich ist das wachsende Verkehrsaufkommen ein bekanntes Thema, zu dem unter verschiedenen Gesichtspunkten sowohl in der Vergangenheit, als auch gegenwärtig regelmäßig ein Austausch unter anderem mit der Landesstraßenbaubehörde erfolgt.

Die Option der Umgestaltung des Knotenpunktes „Ilsenburger Straße / Alte Poststraße“ wurde bereits im Jahr 2012 - der späteren Erarbeitung des Verkehrskonzeptes Innenstadt vorgelagert - geprüft. Die damaligen Erkenntnisse sind im Dokument des Verkehrskonzeptes Innenstadt (Stand: Juni 2014) enthalten und lauten folgendermaßen:

„Aus einer Voruntersuchung für den Knotenpunkt Ilsenburger Straße / Alte Poststraße geht hervor, dass der heute signalisierte Knotenpunkt ebenfalls hohe Verkehrsbelastungen aufweist. Im Rahmen der Voruntersuchung wurde überprüft, ob der Knotenpunkt auch als Kreisverkehr leistungsfähig wäre. Es hat sich gezeigt, dass lediglich mit einem Turbokreisverkehr ausreichende Leistungsfähigkeit erreicht werden könnte. Ein Turbokreisverkehr ist allerdings für die Fuß- und Radverkehrsführung nachteilig. Alternative Varianten von Kreisverkehrsplätzen wurden unter der Berücksichtigung von Bypässen untersucht, sind aber gegenüber dem Turbokreisverkehr im Zeitraum der nachmittäglichen Spitzenstunde deutlich weniger leistungsfähig bzw. erreichen zum Teil keine ausreichenden Leistungsfähigkeiten.“

Die Landesstraßenbaubehörde - Regionalbereich West (LSBB) äußerte sich parallel dazu per Stellungnahme vom 05.11.2020 folgendermaßen:

„Die Errichtung eines Kreisverkehrs an der „Krankenhauskreuzung“ wurde bereits 2012 angeregt. Die Straßenbauverwaltung hat daraufhin eine Verkehrsuntersuchung des Knotenpunktes beauftragt. Die Ergebnisse dieser VTU wurden im Rahmen einer gemeinsamen Beratung der Unteren Verkehrsbehörde, der Polizei, der Stadt Wernigerode und dem Landkreis Harz vorgestellt und die einzelnen Varianten diskutiert. Die Untersuchung der einzelnen KVP-Varianten hat ergeben, dass ein KVP erst ab einem Durchmesser von 40 m zusammen mit einer zweistreifigen Kreisfahrbahn und der zweistreifigen Zufahrt der Ilsenburger Straße leistungsfähig ist. Ebenso kann ein Turbo-Kreisel zusammen mit einer zweistreifigen Zufahrt der Ilsenburger Straße leistungsfähig betrieben werden. Dies steht an dieser Stelle jedoch den Belangen von Fußgängern und Radfahrern entgegen.

Im Ergebnis wurde festgestellt, dass ein Umbau des Knotens zu einem KVP nicht empfohlen wird, da aufgrund der Platzverhältnisse eine konfliktarme Führung der Fußgänger und Radfahrer nicht möglich ist.“

Die seinerzeit getroffene Einschätzung besitzt aus planerischer Bewertung bis heute Gültigkeit, sodass eine Umgestaltung des Knotenpunktes als Kreisverkehrsplatz aus den genannten Gründen nicht befürwortet werden kann.

 

Ist die Verkürzung der Rotphase der HSB möglich?

Die grundsätzliche Betreibung bzw. Schaltung der Lichtsignalanlagen obliegt als zuständiger Straßenbaulastträger der Landesstraßenbaubehörde – Regionalbereich West. Hierbei ist die Schnittstelle zur Signalgebung der HSB zu berücksichtigen.

Auf Nachfrage erging seitens der LSBB folgende Stellungnahme am 05.11.2020:

„Die aus dem Stadtrat angeregte Anpassung der „Rotphase“ ist aus unserer Sicht nicht möglich. Die hier wirksamen Sperrzeiten für die HSB resultieren aus geltenden technischen Vorschriften der Bahn und sind nach unserem Kenntnisstand nicht reduzierbar. Das aufgezeigte Beispiel BÜ „Ilsenburger Straße“ kann als Vergleich nicht herangezogen werden (DB-Strecke, Nutzung mit Neigetechnik, kein Knotenpunkt, kein Bahnhof in unmittelbarer Nähe).“

Im Nachgang der gemeinsamen Beratung am 19.11.2020 zwischen der Stadt Wernigerode, der HSB sowie der LSBB wurde dieser Punkt ebenfalls erneut thematisiert. Im Austausch wurde erneut deutlich, dass eine Verkürzung insbesondere aufgrund der Verpflichtung zur Einhaltung zugrundeliegender technischer Vorschriften nicht möglich ist.

 

 

Datum: 25.11.2020

 

gez. Burkhard Rudo

Dezernent Stadtentwicklung

 

           

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Wernigerode ist von einem wachsenden Verkehrsaufkommen gezeichnet. Das ist ein kaum zu ändernder Fakt. Weder eine noch stärker beruhigte Innenstadt, noch die Schaffung vieler Kreisverkehre, ermöglichen eine flüssige Ortsdurchfahrt, z.B. von Nöschenrode in Richtung A36. Besonders die

Westerntorkreuzung mit der HSB im Zusammenspiel mit der Krankenhauskreuzung verursachen lange Verkehrsschlangen in alle Richtungen.

Wir bitten um Prüfung mit den Verantwortlichen:

Ist die Errichtung eines Kreisels unter Einbeziehung von kleinen Teilen des Waldhofareales möglich?

Letzte Informationen sind meines Erachtens aus dem Jahre 2013.

Das Zusammenspiel von Ampeln und der Überfahrt der HSB über die Westerntorkreuzung führt zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Verkehrsflusses. Gefühlt schalten die Signale für den Straßenverkehr sehr früh auf Rot. An den Bahnschranken Ilsenburger Straße in Richtung Brauerei, schließen sich die Schranken/Rotsignal sehr kurzfristig beim Herannahen eines Zuges, obwohl dieser erheblich schneller unterwegs ist.

Ist eine Verkürzung der Rotphase der HSB möglich?                  

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