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Vorlage - AF-01-2020  

Betreff: Digitaler Rechnungsaustausch
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Christian Linde
CDU-Fraktion
Federführend:Dezernat II Beteiligt:Dezernat II
Bearbeiter/-in: Pfohl, Dietmar   
Beratungsfolge:

ALLRIS® Office Integration 3.9.2
Beschlussvorschlag:

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Seit über einem Jahr arbeitet der Sachgebietsleiter IT in der Arbeitsgruppe „e-Government“ der Kommunalen IT-Union (KITU) mit.

Bei der Stadtverwaltung wurde eine Arbeitsgruppe "E-Rechnung/Dokumentenmanagement" gebildet. Ziel der AG ist es Voraussetzungen zu schaffen, E-Rechnungen spätestens bis zum Stichtag 18.04.2020 entgegennehmen und verarbeiten zu können.

 

Frau Leo informierte dazu und über die ersten Überlegungen zur geplanten Umsetzung bereits im öffentlichen Teil des Finanzausschusses am 21.11.2019.

 

Das Thema wird aber umfassender behandelt, da alle Rechnungsformate (E-Rechnung, ZUGFeRD-Rechnung, PDF-Dokument, Papierrechnung) zukünftig möglichst gleichbehandelt werden sollen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Betrachtung notwendiger Änderungen bei den internen Arbeitsabläufen. Dazu werden auch die Ergebnisse der SIKOSA Beratungsgesellschaft mbH Magdeburg, die eine Organisationsuntersuchung zum Thema "Prozessoptimierung in der Eingangsrechnungsbearbeitung der Stadtverwaltung Wernigerode" durchgeführt hat, mit in die Überlegungen einfließen.

 

Bereits im letzten Jahr wurde jeweils ein Auftrag erteilt, um einerseits das vorhanden HKR-System mit einem "E-Rechnungsmodul" auszustatten und um andererseits eine strukturierte Dokumentenablage zu ermöglichen (Dokumentenmanagement).

 

Bei den letzten Sitzungen der Arbeitsgruppe wurden Installationstermine besprochen und für die Anwendung in einem Testsystem ein Pilotbereich innerhalb des Hauptamtes festgelegt. Aufgrund der in diesem kleinen Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen soll das Modul dann in die einzelnen Bereiche der Verwaltung ausgeweitet werden. Ebenso erfolgt ein Erfahrungsaustausch mit anderen kommunalen Einrichtungen.

 

Im Zuge der Einführung der elektronischen Rechnung werden Festlegungen und Lösungen vom Land erwartet. So fehlen noch Regelungen auf Grundlage der Verordnungsermächtigung des §2 E-Rechnungsgesetz LSA. Weiterhin soll Anfang 2020 ein zentrales landesweites Portal zum Empfang von elektronischen Rechnungen aufgebaut werden. Wie das Portal funktioniert und wie die Weiterleitung der Rechnungen in die betreffenden Kommunen erfolgt, ist noch unbekannt. Am 18.03.2020 wird das Ministerium für Finanzen im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den dann aktuellen Stand der E-Rechnungsverordnung und über die technische Umsetzung mit dem IT-Dienstleister des Landes der Firma "Dataport" berichten.

 

Nach dieser Veranstaltung werden die Erkenntnisse in die weiteren Planungen bei der Stadt Wernigerode einfließen.

 

 

 

Gez.Dorff

Dezernent          

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Spätestens im April 2020 müssen alle Auftraggeber der öffentlichen Hand sogenannte E-Rechnungen empfangen können. Grund ist die EU-Richtlinie 2014/55. Im Rahmen dieser Richtlinie sollen alle Verwaltungsprozesse (eGovernent, eVergabe etc.) auf europäischer Ebene optimiert und digital vereinheitlicht werden.

 

Begründung:

Die Verwaltung hat noch keine Informationen an den Rat zur Umsetzung der EU-Richtlinie gegeben. Dem digitalen Rechnungsaustausch kommt eine ganz besondere Rolle zu. Mit den übermittelten Datensätzen lässt sich die auch die weitere Rechnungsbearbeitung deutlich optimieren. Zeiteinsparung und eine kostengünstigere Verwaltung stehen am Ende des Prozesses.

 

Gez. Christian Linde

Stadtrat

               

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

26.02.2020