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Vorlage - AF-06-2019  

Betreff: Aktualisierung der Baukostenschätzung für das Winterbergprojekt in Schierke.
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Herr Winkelmann
Herr Winkelmann
Federführend:Dezernat I Bearbeiter/-in: Fischer, Christian
Beratungsfolge:

ALLRIS® Office Integration 3.9.2
Beschlussvorschlag:

  1.   Baukosten

 

Die Investitionserfordernisse der Stadt Wernigerode verteilen sich auf die Bereiche Pistenbau, Naturspeicherteich, Infrastruktur (Medienver- und -entsorgung) sowie Wasserfassung. In Summe rechnet die Stadt Wernigerode derzeit mit rund 9,4 Mio. Euro Baukosten [netto] für das Projekt „Natürlich. Schierke Wander- und Skigebiet Winterberg“, was unter der geltenden Umsatzsteuer von 19 % einer Brutto-Summe der Baukosten i. H. v. 11,2 Mio. Euro entspricht.

 

Auf Basis einer durch ein Planungsbüro entwickelten Risiko-Matrix im Rahmen der Erstellung der Einnahmedefizitberechnung für die Fördermittelgewährung können die Auswirkungen geringerer bzw. großer Abweichungen der Baukosten gemessen werden. Der Effekt des Baukostenrisikos auf die Baukosten beträgt im gewählten Modell 2,75 %. Dieser wirkt sich unmittelbar auf die veranschlagte Bausumme aus und erhöht somit den zu finanzierenden Gesamtbetrag um rund 258.000 Euro (netto).

 

In Summe und unter Berücksichtigung der Baunebenkosten sowie -kostenrisiken ergibt sich für die Stadt Wernigerode somit ein voraussichtlicher Investitionsbedarf von derzeit 11,49 Mio. Euro für die Brutto-Baukosten.

 

Im Haushaltsplan der Stadt Wernigerode ist derzeit Haushaltsvorsorge durch Ausbringen einer Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 9,7 Mio. Euro (brutto) erfolgt.

 

 

  1. Finanzierung und Invest

 

Die Investitionsbedarfe sollen über verschiedene Finanzierungspfade gedeckt werden, wobei ein Großteil der Investitionskosten aus den Mitteln der öffentlichen Hand, konkret aus Fördermitteln der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (GRW-Förderung), finanziert werden sollen. Für die Berechnung der Fördermittel wird gemäß der im Zuge der Vorplanung erörterten und durch das Ministerium für Wirtschaft zugesagten relativen Förderhöhe i. H. v. 90,0 %, von einem realistischen möglichen öffentlichen Fördersatz i. H. v. 85,0 % der Investitionssumme (Baukosten, brutto) ausgegangen, welcher einem Förderbetrag i. H. v. rund 9,76 Mio. Euro (brutto) gleicht. Dies weicht vom bisherigen Verfahren der Stadt Wernigerode ab und dient der zusätzlichen Risikovorsorge.

 

Abzüglich der grundsätzlich angenommenen Fördermittelfähigkeit des Projekts verbleibt ein Eigenkapitalanteil von ca. 1,72 Mio. Euro (15 %) der Brutto-Baukosten bei der Stadt Wernigerode.

 

In der mittelfristigen Finanzplanung des Haushaltsplans der Stadt Wernigerode ist derzeit Haushaltsvorsorge durch Ausbringen von Eigenkapitalmitteln in Höhe von 970.000 Euro erfolgt.

 

Die geplante Errichtung eines Parkplatzes für Busse und größere Fahrzeuge in der Nähe der Talstation und weitere notwendige Investitionsbedarfe der Infrastruktur wurden bei der o.a. Baukostenberechnung nicht inkludiert und könnten als Bestandteil eines separaten Fördermittelantrages oder durch private Dritte realisiert werden.

 

Zur Einhaltung der Vorgaben insbesondere im Hinblick auf die Verkehrsinfrastruktur und des Schallschutzes werden erforderliche Maßnahmen aufgenommen, bewertet und umgesetzt. Die dazu notwendigen Abstimmungen ergeben sich erst aus den baurechtschaffenden Verfahren für den Winterberg. Mit detaillierten Aussagen ist nicht vor Ende des Jahres 2019 zu rechnen.

 

 

  1. Weitere Kostenrisiken

 

Die Stadt Wernigerode nutzt in anhängigen Verwaltungsverfahren diverse Planungsunterlagen der Winterberg Schierke GmbH (WSG). Auf die zwischenzeitlich zurückgenommene Beschlussvorlage 092/2018 wird verwiesen. Derzeit wird geprüft, ob durch die Verwendung der Planungsleistungen der WSG im Rahmen des seit 2016 laufenden Raumordnungsverfahrens eine Rechtspflicht zum Ersatz der Aufwendungen gegenüber der WSG entstanden sein könnte. Der Aufwand beträgt ausweislich der Beschlussvorlage 092/2018 für die Umplanungen 310.000 €. Dieser Aufwand wurde bisher in der Baukostenberechnung nicht berücksichtigt, da er als nicht investiv anzusehen ist.

 

 

 

gez. Fischer

Dezernent

     

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Um dem neuen Stadtrat eine realistische zukünftige Entscheidungsfindung bzgl. des Winterbergprojekts zu ermöglichen und gleichzeitig damit verbunden auch die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt Wernigerode abschätzen zu können bitte ich um eine Aktualisierung der Baukostenschätzung für das Winterbergprojekt in Schierke.                 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

14.05.2019