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Vorlage - 039/2019  

Betreff: Widmung eines Gedenksteines, Benennung eines Platzes
Status:öffentlichVorlage-Art:Stadtrat
Verfasser:Herr Schönfelder
Herr Schönfelder
Federführend:Amt für Schule Kultur und Sport Bearbeiter/-in: Dietrich, Vera
Beratungsfolge:
Stadtrat Wernigerode Vorberatung
16.05.2019 
04./19 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates Wernigerode zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Schule, Kultur und Sport
03.06.2019 
04./19 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport abgelehnt   
Stadtrat Wernigerode Entscheidung
27.06.2019 
05./19 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates Wernigerode abgelehnt   

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Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Der bisher unbenannte Platz an der Straße „Im langen Schlage“ erhält den Namen

    Hans Dietrich von Zanthier.

 

2. An dem, auf dem Platz bereits befindlichen Naturstein-Monument wird eine Gendenkplakette

  mit Informationen zum Leben von Hans Dietrich von Zanthier angebracht.

   

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Finanzielle Auswirkungen:

   

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Begründung:

Wernigerode ist „Waldhauptstadt 2019“. Aus diesem Grund sollte der Begründer der nachhaltigen Forstwirtschaft, Hans Dietrich von Zanthier, geehrt werden.

 

Als Pionier einer nachhaltigen Forstwirtschaft und sein Hauptwirkungsfeld in der Grafschaft Stolberg-Wernigerode, reichte seine Ausstrahlung weit über Deutschland hinaus.

 

Hans Dietrich von Zanthier (1717 – 1778) wurde als Forstmeister der drei Hohensteiner und des Schierker Reviers am 09. Januar 1747 in sein Amt eingeführt und ein Jahr später zum Oberforst- und Jagdmeister ernannt, mit der Oberaufsicht für den gesamten Wernigeröder und Hohensteinischen Forstbesitz.

 

In den folgenden dreißig Jahren seines Lebens wirkte Zanthier aktiv im Gebiet des Harzes. Zunächst veränderte er die Struktur der Wälder, indem er sein Territorium in sechs Reviere einteilte. Anschließend bestimmte er die Nutzung einzelner Reviere gemäß der Beschaffenheit des vorhandenen Waldes und nicht entsprechend des Bedarfs. Mit der Überzeugung, dass „alles auf das Zukünftige gehen“ würde und den Nachkommen kein Schaden durch unbestockte Flächen entstehen dürfe, war Zanthier seiner Zeit weit voraus.


 

 

Um dies zu verwirklichen, schenkte er der Wiederaufforstung der Wälder besondere Aufmerksamkeit. Zu diesem Zweck wurden die Samengewinnung, die Saat und die Einführung standortgemäßer und schnell wachsender Baumarten intensiviert. Unter seiner Anleitung wurde der Versuch gewagt, kahle Flächen, durch Pflanzungen und nicht allein durch Saaten, wieder zu bewalden.

 

Am 30.11.1178 verstarb Hans Dietrich von Zanthier, ein bedeutsamer Begründer der nachhaltigen Forstwirtschaft, auf dem Schloss zu Wernigerode.

 

 

 

Gez.

Thomas Schönfelder

Stadtrat DIE LINKE