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Auszug - Aktuelles zur Arbeit der Harzer Tafel in Wernigerode - Bericht Herr Schaller  

07./18 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales
Datum: Do, 22.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 20:30
Raum: Begegnungsstätte der GSW
Ort: Begegnungsstätte der GSW, Walther-Grosse-Ring 26-27, 38855 Wernigerode

Der Geschäftsführer der AWO Quedlinburg, Herr Bädje, stellt das Angebot der Harzer Tafel in Wernigerode vor und erläutert die Angebote. Dabei werden ca. 60 Ehrenamtliche im gesamten Landkreis Harz tätig, die durch hauptamtliche MitarbeiterInnen unterstützt werden. Die gespendeten Lebensmittel und anderen Produkte des täglichen Bedarfs werden durch die Mitarbeiter der AWO Quedlinburg abgeholt und in 9 Ausgabestellen im Landkreis Harz an Bedürftige weiter gegeben.

 

Die Qualität der ausgegebenen Lebensmittel ist hoch – wobei das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht ausschließlich maßgebend ist. Die Spendenbereitschaft ist sehr unterschiedlich, und Großspenden müssen z.T. überregional koordiniert werden. In Quedlinburg gibt es die Möglichkeit zur Lagerung und in Zerbst zur Kühlung. Grundsätzlich ist das Angebot durch die Spenden bestimmt.

 

Herr Fischer fragt, wie die Finanzierung organisiert ist und welche Zielgruppe erreicht wird. Herr Bädje erläutert, dass neben Spenden auch Beschäftigungsmaßnahmen genutzt werden. Überwiegend wird das Angebot von Hartz IV-Empfängern und zunehmend von Senioren mit sehr geringen Renten genutzt. Zurzeit werden in Wernigerode von etwa 30 – 35 Personen und Familien die Bedarfe erfasst, die sich vorab bei der Tafel melden und gegen einen kleinen Beitrag von 1,80 € (Aufwandsentschädigung) die Spenden erhalten. Die Nutzer müssen ihre Bedürftigkeit nachweisen.

 

Herr Härtel weist darauf hin, dass offensichtlich viele Bedürftige das Angebot noch nicht nutzen. Er vermutet, dass die Scham der Nutzer und die Entfernung der Ausgabestelle zu den Wohngebieten Gründe dafür sein könnten. Herr Bädje sagt, dass gerne ein neuer, größerer Ort genutzt werden würde.

 

Die Mitarbeiterin der AWO Quedlinburg, Frau Schulze, ergänzt, dass durch die genauere Warenbestellung in Großmärkten weniger gespendet wird.

 

Herr Reichel fragt, ob über die Ursachen der Armut gesprochen wird und auch Vermittlung zu Beratungsstellen o.ä. stattfinde. Herr Bädje führt aus, dass bei Bedarf Beratung stattfindet oder vermittelt wird.