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Auszug - Aktueller Planungsstand Ganzjahreserlebnisgebiet Winterberg Schierke  

06./18 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des zeitweiligen Ausschusses "Ortsentwicklung Schierke"
TOP: Ö 6
Gremium: zeitw. Ausschuss "Ortsentwicklung Schierke"
Datum: Mi, 05.09.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 19:15
Raum: Neues Rathaus
Ort: Konferenzraum Nr. 234

Herr Meling stellte die Präsentation des Planungsstandes vom Ingenieurbüro Klenkhart u. Partner (Absam, Österreich) vor und gab dazu Erläuterungen und Hinweise. Die Präsentation befindet sich im Anhang des Protokolls. Der Inhalt stellt den Zustand nach Umplanung dar und ist damit inhaltlich gleichlautend mit den überarbeiteten B-Plan-Unterlagen, die im letzten Stadtrat verabschiedet wurden

Weiterhin präsentiert Herr Paulix die Ersatzaufforstungsflächen für das Bauvorhaben am Winterberg. Auch diese Präsentation liegt dem Protokoll bei. Er geht insbesondere auf die Vorgehensweise zur Suche von geeigneten Flächen ein. Es wird unterschieden in Ersatz-, Ausgleich- und Kohärenzflächen. Ein Ersatz für die notwendigen Rodungen erfolgt 1:1, ein Ausgleich in Form von Waldverbesserungsmaßnahmen auf ca. 50 ha Fläche im Stadtwald und die Kohärenzmaßnahmen erfolgen auf ca. 90 ha unmittelbar angrenzend an die Eingriffsfläche auf Forstbeständen, die dem Landesforst Sachsen-Anhalt gehören. Herr Paulix geht darauf ein, dass für alle Flächen  eine Erstaufforstungsgenehmigung vorliegt. Dies bedeutet, dass diese Flächen bereits von der unteren Forst- und von der Unteren Naturschutzbehörde für aufforstungsgeeignet befunden worden sind. Frau Dr. Tschäpe fragt nach, ob die Deponie am Turm bepflanzt werden kann. Die Deponie selbst kann und darf nicht bepflanzt werden. Die vorgesehene Aufforstung erfolgt am Fuß / Rand der Deponie, wo bereits Ersatzaufforstungen für die Sandbrinkstraße umgesetzt worden sind.

Herr Mänz erläuterte, dass sich die aktuell ausgewiesenen Ersatzaufforstungsflächen in der Gemarkung Silstedt und Benzingerode noch im Flurbereinigungsverfahren befinden. Die Stadt ist bereits Eigentümer der Flächen. Die bestehenden Pachtverträge müssen geprüft werden und entweder auf deren Auslauf gewartet oder gekündigt werden.  Herr Mänz hat sich angeboten bei einem gemeinsamen Treffen mit dem Bereich Liegenschaften neue Flächen zu suchen, damit so wenig wie möglich Ackerfläche verloren geht. Der Vorschlag wird von der Verwaltung begrüßt. Es wird deutlich gemacht, dass im Verfahren auch Flächen neu eingebracht werden können.

Frau Wetzel fragt wie viel finanzielle Mittel bisher durch die Stadt für die Winterbergentwicklung aufgewendet worden sind? Sie bittet um eine Kostenaufstellung. Weiterhin fragt sie nach einem Schreiben des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE), das eine Neuausweisung eines FFH-Gebietes am Winterberg anregt. Sie fragt welche Auswirkungen die Untersuchungen auf das Projekt haben. Weiterhin fragt Sie danach, ob die Stadträte dieses Schreiben bekommen können?

Herr Meling antwortet, dass ein Schreiben des MULE Schreiben am 15.08.2018 bei der Stadt Wernigerode eingegangen ist. Derzeit wird der Sachverhalt vom Fachplaner und einem Fachanwalt geprüft. Es ist eine Stellungnahme bis zum 14. 09.2018 an das MULE zu richten. Ob das Schreiben des MULE öffentlich gemacht werden kann, kann nicht die Stadt Wernigerode entscheiden.

Herr Richter: fragte nach, ob im Bereich des Winterberges ebenfalls ein so starker Borkenkäferbefall zu verzeichnen ist wie im Nationalpark. Herr Meling bestätigte den Befall, über die Stärke kann er keine Aussage treffen. Es wird vom Nationalpark ein Schutzstreifen zum Wirtschaftswald bearbeitet, um ein Übergreifen zu verhindern. Frau Hopstock bestätigt ebenfalls den starken Befall durch den Borkenkäfer, der große Winterberg (im Nationalpark) ist bereits sehr kahl. Der ehemalige Slalomhang im Nordbereich ist bereits fast baumlos. Herr Jung  merkt an, dass der Zustand des Waldes einem Touristen nicht mehr zu vermitteln ist.

Frau Dr. Tschäpe gibt die Anregung, dass Landschaftspflege und waldverbessernde Maßnahmen sich auch auf Wiesen und offene Waldbereiche beziehen können. Sie nennt als Beispiel die Bollhasenwiese im Wernigerode und bittet um Prüfung.

Herr Härtel fragte nach, wie der Böschungshang des Naturspeicherteiches von der Ortsseite aussieht. Er wünscht sich dazu Visualisierungen. Frau Tietz erklärt, dass von der Ortsseite der Damm nicht zu sehen sein wird, da das darunterliegende Waldstück bestehen bleibt.