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Auszug - Die Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH stellt sich als Träger von Kindertageseinrichtungen vor - Herr Löbel, Geschäftsführer  

06./18 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales
Datum: Do, 13.09.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:05
Raum: Evangelisch-Kirchliches Gemeindezentrum ARCHE
Ort: Evangelisch-Kirchliches Gemeindezentrum ARCHE

Die Besichtigung des Objektes Freiheit 60 erfolgte im Vorfeld des Ausschusses.

 

Frau Pieper erfragt, ob das gesamte Grundstück Freiheit 60 dem Kita-Betrieb zur Verfügung stehen wird. Herr Löbel bejaht dies.

 

Frau Barner erfragt, ob der Träger die Schaffung integrativer Kita-Plätze beabsichtigt. Sie habe Bedenken, dass die vorhandenen Kita-Plätze mit Integrativkindern aus dem gesamten Landkreisgebiet belegt werden und die Wernigeröder Kindertagesstätten somit keine Entlastung erfahren.

 

Herr Löbel erläutert, dass die Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH den Inklusionsgedanken in ihrer Arbeit lebt. Alle Kinder werden sogenannte „Regelkinder“ werden, aber durch ein multiprofessionelles Team möchte man den gesamten speziellen Förderbedarf aller Kinder abdecken. Die Schaffung von expliziten integrativen Plätzen ist nicht vorgesehen.

 

Die investiven Kosten für das Gebäude Freiheit 60 sollen lt. Herr Löbel durch den Landkreis Harz gefördert werden. Es soll Barrierefreiheit im Objekt hergestellt werden. Der bauliche Zeitplan bis 01.01.2020 soll eingehalten werden.

 

Laut Herrn Löbel handelt es sich bei dem Gebäude Freiheit 60 um ein bauliches Einzeldenkmal. Herr Löbel hat Denkmalförderung bisher bei der Stadt Wernigerode nur telefonisch erfragt. Am Telefon reagiert man erstmal ablehnend. 

 

Herr Müller bittet die Verwaltung, die Anfrage an das Bauamt nochmal aufzunehmen und die Rahmenbedingungen für etwaige Denkmalförderung zu klären.

 

Herr Löbel berichtet über die Gründung des Unternehmens Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH. Im Jahr 1990 gab es das erste deutsch-deutsche Treffen der Lebenshilfe. Im Anschluss avisierte man die Gründung der Lebenshilfe Sachsen-Anhalt gGmbH. Daraus ging dann aufgrund einer starken Elterninitiative die Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH hervor. Gegründet hat sich das Unternehmen als ein eingetragener Verein, der mittlerweile 300 Mitglieder umfasst, wovon 50 Mitglieder eine Behinderung haben. Ein Mal im Monat findet eine Vorstandssitzung statt, zudem wird der Lebenshilfestammtisch einmal monatlich veranstaltet. Man unterhält eine Tierpension, eine Kaffeerösterei, ein Hostel, ein Restaurant und an der Ostsee ein Ferienobjekt. Es gibt rund 70 Kooperationspartner, in deren Betrieben Menschen mit Behinderung Beschäftigung gefunden haben. Über die Gründung der ersten Stiftung für Menschen mit Behinderung wurden 4 Mio. Euro für den Aufbau eines ambulanten Wohnprojektes in Quedlinburg gesammelt. Dies funktioniert im Sinne des assistierten Wohnens über Pflege- und Eingliederungsleistungen. Im Kita-Bereich gründete die Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH die ersten beiden integrativen Kitas in Sachsen-Anhalt.

 

Frau Bendzko berichtet, dass der Hort an der Liv-Ullmann-Schule zum 01.08.2018 gut gestartet ist. Es gab bereits einen Elternabend, man leistet Unterstützung bei der Antragsbearbeitung, man habe sich mit den Herkunftsgemeinden der Kinder bekannt gemacht. Es werden 36 Kinder von 8 Mitarbeiterinnen betreut. Es gibt eine Hausleiterin, und man pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern. Das Team besteht aus ErzieherInnen, HeilerzieherInnen und HeilpädagogInnen.

 

Frau Barner thematisiert die Verkehrsanbindung und die Zufahrtsstraße sowie die Ausleuchtung der Straße bis zur künftigen Kita Freiheit 60. Sie empfindet die Zufahrtsstraße als zu eng, zu schlecht beleuchtet und ohne Fußwege.

 

Herr Löbel gibt an, dass auf dem Grundstück der Freiheit Kurzzeitparkplätze geschaffen werden, durch den Träger angeregt wird, eine Spielstraße auszuschildern und für die Eltern die Fahrwegsituation kein Hindernis darstellen wird.