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Auszug - Auswertung Weihnachtsmarkt BE: Herr Friedrich  

02./18 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Schule, Kultur und Sport
Datum: Mo, 05.03.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 21:00
Raum: Neues Rathaus
Ort: Konferenzraum Nr. 234

Frau Gorr begrüßt Herrn Friedrich zu diesem Tagesordnungspunkt.

Herr Friedrich informiert, dass es leider noch keine aktuellen Zahlen zur Auswertung gibt. Ziel der Verwaltung ist es, den Weihnachtsmarkt immer mit einer schwarzen „Null“ abzuschließen. Im Ergebnis stellt er fest, dass der Wernigeröder Weihnachtsmarkt nach der allgemeinen Wahrnehmung einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Norddeutschland ist. Der Wernigeröder Weihnachtsmarkt ist oft auf bzw. in Illustrierten zu finden. Es wurde in den vergangenen Jahren viel an der Beleuchtung und am Stellkonzept gearbeitet. Es ist immer ein stabiles Besucheraufkommen zu verzeichnen. Gerade an den Wochenenden kommen viele Gäste von außerhalb. Besonders hebt er hervor, dass 2017 weitere Arbeiten am Beleuchtungskonzept erfolgten, so wurden durch Gewerbetreibende Herrnhuter Sterne angeschafft. Das Angebot in der Breiten Straße ist verbesserungswürdig. Er räumt kommunale Schwächen ein, die abgestellt werden müssen. Jedoch ist es schwer, in den nächsten Jahren in diesem Bereich eine Verbesserung zu erzielen, da Bauarbeiten zu erwarten sind. Gestalterisch muss man schauen, wie man diesen Bereich attraktiver gestaltet. Das Problem in diesem Bereich, die Erreichbarkeit der Quartiere, wird allerdings bleiben.

Zum Wintermarkt führt er aus, dass dieser sich 2017 weiter bewährt hat. Er stellt ein schönes Ergänzungsangebot zum Weihnachtsmarkt dar, nachdem dieser abgebaut ist. Leider gab es im letzten Jahr einen großen Vandalismusschaden an der Pyramide. Die Figuren konnten wiedergefunden werden. Man hofft, diese mit maßvollem Aufwand wieder reparieren zu können.

Im Ergebnis des gesamten Weihnachtsmarktzeitraums stellt er fest, dass es ein positives Echo seitens der Bürgerschaft gab. Der Weihnachtsmarkt ist ein wesentliches Marketinginstrument für Wernigerode. Durch die Unterstützung der Stadtwerke Wernigerode GmbH, der engagierten Händlerschaft und seiner Kolleginnen und Kollegen ist so ein Ergebnis zu erzielen.

 

Frau Dr. Sasse meldet sich zu Wort. Sie hat einen ganz anderen Eindruck. Sie findet den Weihnachtsmarkt sehr verstaubt. Eine Bratwurstbude an die andere gereiht, findet sie wenig attraktiv. Dazu sind zu wenig Kunsthandwerker auf dem Weihnachtsmarkt zu finden. Den positiven Eindruck den Herr Friedrich wieder gegeben hat, können nur wenige Wernigeröder teilen.

 

Herr Winkelmann informiert, dass es einen Rundgang mit Stadträten und Händlervertretern während des Weihnachtsmarktes gab. Im Januar 2018 sollte es eine Auswertung mit den Händlervertretern dazu geben, um eventuell die Satzung nachzubessern. Er schließt sich der Meinung von Frau Dr. Sasse an. Es gibt eine gute Qualität, die aber noch verbesserungswürdig ist. Die Händler sollten zudem selbst neue Ideen einbringen und Angebote schaffen. Nur so steigert man die Attraktivität und genau diese hat in den letzten Jahren gelitten.

Als Problem sieht er die Nachversorgung nach dem 23.12, wenn der Weihnachtsmarkt bereits abgebaut ist. Dies ist ein Kritikpunkt vieler Touristen, die über die Weihnachtsfeiertage nach Wernigerode kommen und ein Angebot erwarten. Der Wintermarkt öffnet erst nach den Weihnachtsfeiertagen.

 

Frau Dr. Tschäpe fragt, wie sich um neue Händler gekümmert wird und ab wann dies geschieht?

Herr Friedrich antwortet, dass es im April eines jeden Jahres eine Ausschreibung gibt. Veröffentlicht wird diese im Internet. Auf welchen Plattformen noch geworben wird, kann er nicht sagen. Bei den Kunsthandwerkern wird über das ganze Jahr Recherche betrieben. Man darf dabei nicht vergessen, dass der Wernigeröder Weihnachtsmarkt nur begrenzte Platzmöglichkeiten hat und jeder Händler natürlich einen attraktiven Stellplatz haben möchte.

 

Frau Gorr fragt, wie Akquise für neue Händler betrieben wird? In Wernigerode stehen tatsächlich immer dieselben.

Herr Friedrich erklärt, dass er und seine Kollegen andere Weihnachtsmärkte besuchen und dort mit den Händlern sprechen.

 

Herr Winkelmann berichtet, dass sich bei ihm mehrere Händler persönlich gemeldet haben, die gern kommen möchten. Für die Händler allgemein müssen Anreize geschaffen werden. Er denkt, dass es für manche Händler besser wäre, Standplätze vorzuhalten und diese wöchentlich zu vermieten. So kann man ein wechselndes Angebot vorhalten.

Er kritisiert den Weihnachtsmarkt auf dem Schloß Wernigerode. Verschiedene Touristen würden sich über den Eintrittspreis von 7 € für 5 Verkaufsstände beschweren. Nicht jeder möchte das im Preis inbegriffene Schloß Wernigerode besichtigen, aber das Schloßwinterangebot nutzen.

 

Herr Wiecker erklärt, dass es während des Schloßwintermarktes ein wechselndes Veranstaltungsprogramm gibt, welches Geld kostet. Er gibt Herrn Friedrich Recht, dass es sehr schwierig ist, neue Händler zu werben, vor allem für einen längeren Zeitraum.

 

Frau Lande berichtet von einem sehr guten Angebot auf dem Schloß, das die 7 € Eintrittsgeld rechtfertigt. Sie gibt den Hinweis, dass gerade am Wochenende der Parkplatz am Lustgarten voll ist und die Fahrzeuge zum Teil im Lustgarten parken.

 

Herr Hemp verlässt um 18:40 Uhr die Sitzung.

 

Frau Gorr bittet um Rederecht für Herrn Legler zu diesem Tagesordnungspunkt.

 

Abstimmungsergebnis: 9 Ja Stimmen

 

Herr Legler erklärt, dass es wirklich nicht einfach ist, neue Händler zu finden. Er stellt fest, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen dem Goslarer und dem Wernigeröder Weihnachtsmarkt gibt. Es gibt viele Händler, die nicht länger als bis zum 22. Dezember bleiben wollen. Unter der Woche ist der Weihnachtsmarkt nicht so gut besucht. Der Umsatzausfall wird jedoch kompensiert mit den Einnahmen am Wochenende. Positiv hebt er hervor, dass ein Betreiber für den Rathausinnenhof gefunden worden ist. Es wird also weiterhin daran gearbeitet, den Weihnachtsmarkt in Wernigerode attraktiver zu gestalten. Allein 13.000 € kostet das Programm auf dem Marktplatz. Dazu kommen 12.000 € für das Programm an der Blumenuhr. Sein Unternehmen muss wirtschaftlich arbeiten. Er hat für das Engagement bereits viel positives Feedback erhalten. In diesem Sinne möchte er weitermachen, um den Weihnachtsmarkt Stück für Stück attraktiver zu machen.

 

Herr Mänz ergänzt, dass auch Silstedt einen Weihnachtsmarkt an einem Adventswochenende anbietet. 11 Vereine des Ortes beteiligen sich daran.