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Auszug - Vorstellung der Voruntersuchung zum Verkehrsaufkommen und zur leistungsfähigen Verkehrsführung, Ortsteil Schierke Berichterstatter: Hr. Jähnig, Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH   

06./16 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des zeitweiligen Ausschusses "Ortsentwicklung Schierke"
TOP: Ö 7
Gremium: zeitw. Ausschuss "Ortsentwicklung Schierke"
Datum: Mi, 14.09.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:30 - 20:15
Raum: Neues Rathaus
Ort: Konferenzraum Nr. 234

Herr Nadler führt in das Vorhaben der Voruntersuchung zum Verkehrsaufkommen im Ortsteil Schierke ein und begrüßte dazu Herrn Jähnig von der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH.

 

Anschließend stellt Herr Jähnig die Voruntersuchung zum Verkehrsaufkommen in Schierke vor (siehe Anlage). Im Ergebnis wird deutlich, dass die Auswirkungen des touristischen Betriebes am Winterberg zu weiteren Steigerungen im Tagesgastbesucheraufkommen führen werden. Es werden deshalb vier Prioritäten vorgeschlagen, um den Auswirkungen entgegenzuwirken:

 

1)      Bau von zusätzlichen ca. 200 Stellflächen am Parkhaus, sowie Buswendeschleife und Shuttleverkehrsflächen,

2)      Anpassungen an der Straßenführung am Heine-Berg,

3)      Anpassungen an der Straßenführung an der Jugendherberge,

4)      Langfristiger Bau einer Nordumfahrung, wenn die Verkehrsberuhigung der Ortsmitte weiter Ziel der Ortsentwicklung bleiben soll.

 

Die Vorstellung der Ergebnisse führt zu kontroversen Diskussionen:

Für Herrn Müller ist es nicht plausibel, warum die Besucher auf dem Rückweg vom Parkhaus den Umweg über die lange Nordtrasse zum Ortsausgang fahren sollten. Herr Jähnig antwortete, dass die Bürger über die Beschilderung auf die Nordtrasse geleitet werden. Herr Thurm war verwundert darüber, dass die Nordumfahrung plötzlich wieder im Gespräch sei, nachdem sie vor zwei Jahren aus den Schierke-Planungen gestrichen wurden. Er dachte, dass diese Variante aus Kostengründen nicht planbar sei. Herr Nadler erläuterte, dass die Nordumfahrung seit dem Beginn der Ortsentwicklung ein Baustein der Gesamtkonzeption gewesen ist. Sie ist lediglich aus finanziellen Erwägungen aus der mittelfristigen Finanzplanung gestrichen worden. Rein verkehrstechnisch macht sie weiterhin Sinn, wenn es Ziel bleibt die Ortsmitte zu beruhigen. Eine Verteilung der Verkehrslast bei einer Kapazität von 900 Stellplätzen auf Norden und Süden sei besser, als sich nur auf eine Seite zu konzentrieren. Die alte Dorfstraße würde ansonsten kaum entlastet werden.

 

Herr Schatz sieht die Auswirkung des stark wachsenden Tagestourismus auf die Westerntorkreuzung in Wernigerode, als sehr wichtigen Aspekt an. Er warnte davor, dass Touristen der Region den Rücken kehren, wenn sie stundenlang an diesem neuralgischen Punkt in der Friedrichstraße im Stau stünden. Weiterhin kritisiert er die weiteren zusätzlichen Parkplätze am Parkhaus und hinterfragt die Planzahlen für dieses Szenario. Herr Nadler sagte dass keine 1.400 Stellplätze an der Talstation geplant seien, sondern ein Großteil der Verkehrslast mit Shuttle Bussen abgefangen werden soll.

 

Herr Winkelmann plädierte für ein visuelles Parkleitsystem anstatt eines Kreisels am Heine-Berg bzw. an der Jugendherberge. Herr Meling erklärte, dass Braunlage weitere 800 Plätze für die Spitzentage schafft. Dies sei für Schierke nicht geplant. Herr Weber mahnte zur Vorsicht bei der Schaffung neuer Parkplätze, die Besucherzahlen im Parkhaus seien sehr optimistisch geschätzt. Das Parkhaus ist derzeit nicht einmal zu 50 % ausgelastet. Herr Nadler entgegnete Herrn Weber, dass es Spitzenzeiten im Parkhaus Schierke geben werde auf die man gut vorbereitet sein sollte. Herr Müller wäre dafür abzuwarten wie sich die Verkehrslage entwickelt.

 

Herr Völkel erklärte, dass man sich mit der Entscheidung, ob eine Nordtrasse gebaut werden solle, Zeit lassen müsste. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Lebensqualität der Anwohner der Alten Dorfstraße davon abhängig ist, ob diese zweite Route gebaut wird. Die Nordtrasse hat auch etwas mit der geplanten Beruhigung der Ortsmitte zu tun. Herr Günnel macht darauf Aufmerksam, dass der Weg hinter dem Hermann-Löns-Weg zum Nationalpark gehört. Dies ist der Verwaltung bekannt. Es liegt aktuell auch noch keine abschließende Wegeführung vor.

 

Herr Albrecht forderte, dass sich die Verwaltung bis zum nächsten Ausschuss Gedanken über die Infrastruktur außerhalb von Schierke machen sollte. Wenn Schierke belebt wird, beeinflusst das auch die Infrastruktur insbesondere in Wernigerode.

 

Frau Wetzel bat darum, dass Verkehrsgutachten neben der Präsentation an das Protokoll anzufügen.