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02.06.2019

Szenische Lesung mit Elise und Georg Heinrich Crola

Das Parktheater Edelbruch aus Berlin bringt am 11. Oktober 2019 die beiden Künstlerpersönlichkeiten der Spätromantik Elise und Georg Heinrich Crola in Form einer szenischen Lesung auf die Bühne. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. 
Elise und Heinrich Crola
© Gesine Finder
Elise und Heinrich Crola © Gesine Finder

Ein großer Auftritt für zwei große Künstler: Das Parktheater Edelbruch aus Berlin bringt die beiden Künstlerpersönlichkeiten der Spätromantik Elise und Georg Heinrich Crola in Form einer szenischen Lesung auf die Bühne. Premiere feiert das Stück unter dem Titel „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ am 11. Oktober um 19 Uhr in der Historischen Halle von Schloss Wernigerode, zweiter Termin ist der 12. Oktober um 19 Uhr im Kloster Ilsenburg.

 

Kristin Giertler und Thomas Kornmann verleihen Elise und Georg Heinrich Crola über deren bildnerisches Werk hinaus eine eigene Stimme. Dabei lassen sie auch andere Zeitgenossen zu Wort kommen. Durch biografische und fiktive Texte eröffnen sich vielseitige Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt des 19. Jahrhunderts. 

Die Crolas gehören zu den bedeutendsten Künstlern überhaupt, die mit der Harzregion verbunden sind. Wertvolle Sammlungen des Künstlerehepaars werden im Schloss Wernigerode und durch die Kulturstiftung Wernigerode verwahrt, sowie im Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg. Einige herausragende Gemälde von Georg Heinrich Crola sind zudem in den Schauräumen von Schloss Wernigerode ausgestellt, auch am dortigen Veranstaltungsort, in der Historischen Halle.

Harzmuseum und Stadtbibliothek liefern Idee

Die Idee für den kleinen Theaterabend, dessen Texte eigens durch das Berliner Parktheater geschrieben wurden, kommt vom Harzmuseum und der Stadtbibliothek Wernigerodes, die bereits auf einen erfolgreichen Tschechow-Abend mit dem kleinen Berliner Privattheater zurückschauen können. Als weitere Partner konnten das Wernigeröder Schloss mit seinem Förderverein, der Gesellschaft der Freunde des Schlosses Wernigerode e.V., sowie die Stiftung Kloster Ilsenburg gewonnen werden. 

Die Schloß Wernigerode GmbH sowie die Stiftung Kloster Ilsenburg haben die Idee mit großer Begeisterung aufgenommen. Schlossdirektor Christian Juranek: „Wir freuen uns schon sehr auf diese ungewöhnliche Inszenierung. Georg Heinrich Crola ist bei uns im Haus mit herausragenden Gemälden vertreten, und somit schaffen wir ein neuartiges Kunsterlebnis aus romantischer Malerei und Theater.“ Auch Rainer Schulze als Stiftungsvorstand von Kloster Ilsenburg sieht die Crolas als zentrale Figuren im kulturellen Leben ihrer Zeit: „Die Crolas haben Jahrzehnte ihres Lebens in Ilsenburg verbracht und sind mit ihrer Kunst aus der Kulturgeschichte des Ortes und der Region nicht wegzudenken. Elises zeichnerische Meisterschaft muss sich hinter der Kunst ihres Mannes überhaupt nicht verstecken.“ 

Regisseurin und Autorin Kristin Giertler sieht neben dem kulturgeschichtlichen Aspekt vor allem den menschlichen und partnerschaftlichen: „Was verbindet zwei Menschen ein Leben lang, die ihrer Herkunft nach unterschiedlicher nicht sein könnten? Ist es die immer wieder besungene Liebe auf den ersten Blick oder eher das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Anerkennung und finanzieller Absicherung? Von Elise und Heinrich Crola wissen wir nur, dass sie die Liebe zur Kunst zeitlebens einte und sie in der Hinwendung zur Natur Erfüllung fanden.“ 

Der Vorverkauf für die beiden Veranstaltungen hat bereits begonnen. Tickets für die beiden Termine sind zum Preis von 10 Euro in der Stadtbibliothek am Klint sowie jeweils für die eigene Veranstaltung im Schloss Wernigerode und im Kloster Ilsenburg sowie in Jüttners Buchhandlung erhältlich. 

Bildunterschrift:  Künstlerporträts Kristin Giertler und Thomas Kornmann, Szenenfoto © Gesine Finder