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Sonderausstellung | Begraben und Vergessen

Sonderausstellung "Begraben und Vergessen - Die Toten der Jungsteinzeit"

Beginn:

24.03.202110:00 Uhr

Ende:

12.09.202116:00 Uhr

Ort:

Harzmuseum

Stadt Wernigerode - Harzmuseum

Dezernat I Bürgerservice
Amt 40 Schule, Kultur und Sport
Harzmuseum

Klint 10
38855 Wernigerode

+49 3943 654 454
https://bit.ly/2BFrK6o
harzmuseum@wernigerode.de
www.harzmuseum.de

Ortschaft:

Wernigerode

Preis:

4,00 €

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Das Harzmuseum Wernigerode zeigt eine neue Sonderausstellung: In der Zeit vom 24. März bis zum 12. September 2021 präsentiert das städtische Museum am Klint die archäologische Ausstellung „Begraben und Vergessen – Die Toten der Jungsteinzeit“.


Mit diesem Ausstellungsprojekt rückt erstmalig ein Teil der eigenen Sammlung in den Mittelpunkt, der in dieser Form der Öffentlichkeit lange verborgen blieb. In der Ausstellung werden jahrtausendalte Funde aus dem nördlichen Harzvorland gezeigt, die das Leben und Sterben der ersten Bauern in der Region widerspiegeln. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt besonders auf den Gräbern dieser Zeit, aus denen viele Erkenntnisse über das Leben und Wirken der Menschen in der Jungsteinzeit zu gewinnen sind.


Am Anfang gab es nur eine unscheinbare graue Tasse im Depot des Museums. Eine graue Tasse aus der Jungsteinzeit, die zum letzten Mal vor rund 5.000 Jahr benutzt wurde. Diese Tasse stammt aus der sogenannten Bernburger Kultur. Von Menschen, die um 3.200 v. Chr. rund um Wernigerode gelebt haben. Ein spektakuläres Zeugnis dieser frühen Siedler wurde im Jahr 2001 entdeckt. Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalts haben bei Ausgrabungen im Vorfeld des Baus der Bundesstraße 6n (heute A 36) die Reste einer jahrtausendealten Grabstätte aus der Jungsteinzeit gefunden. Diese sogenannte Totenhütte ist dank ihrer exzellenten Erhaltung ein wahrer Glücksfall für die Forschung. In Zusammenarbeit mit der Oskar Kämmer Schule und der KoBa Wernigerode entstand ein anschauliches Modell dieses sehr gut erforschten Bodendenkmals, das eigens für die Ausstellung angefertigt worden ist.
Neben Objekten aus der eigenen Sammlung freut sich das Team des Harzmuseums über Leihgaben aus dem Landesmuseum für Vorgeschichte Halle und den 3Landesmuseen Braunschweig, sowie der Stadt Osterwieck ausstellen zu können.


Ein Rahmenprogramm mit einem Fachvortrag und Kuratorenführungen ist derzeit in Planung und wird je nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen angeboten. Die Sonderausstellung wurde von den beiden Archäologinnen Alexandra Runschke (Mitarbeiterin des Harzmuseums) und Juliane Filipp (Bad Bibra) entwickelt und gestaltet.