Rahmenprogramm Sonderausstellung

Klima-Mensch-Veränderung! Landschaft im Wandel
Vortrag Dr. Friedhart Knolle

Datum:

30.09.2022

Uhrzeit:

18:00 bis 20:00 Uhr

Ort:

Harzmuseum

Stadt Wernigerode - Harzmuseum

Dezernat I Bürgerservice
Amt 40 Schule, Kultur und Sport
Harzmuseum

Klint 10
38855 Wernigerode

+49 3943 654 454
https://bit.ly/2BFrK6o
harzmuseum@wernigerode.de
www.harzmuseum.de

Ortschaft:

Wernigerode

Region:

Harz

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Landschaft im Wandel Plakat
Landschaft im Wandel Plakat

Im Focus der neuen Schau steht unsere Landschaft. Vom Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 20.000 Jahren bis heute werden schlaglichtartig die Veränderungen in unserer Landschaft unter besonderer Berücksichtigung klimatischer und anthropogener Einflüsse, besprochen.
Der Zweite Teil der Ausstellung widmet sich dann diesen Veränderungen speziell im Harz und spürt der Frage nach wie unser Wald in seine heutige Situation kommen konnte.

Im Rahmen dieser Austellung lädt das Harzmuseum zum Fachvortrag von Dr. Friedhart Knolle

6000 Jahre Bergbau im Harz und der Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft

Der Harzraum ist eines der ältesten Bergbau- und Industriegebiete Mitteleuropas. Schon vor 6000 Jahren gab es hier Feuersteinbergwerke und in der Bronzezeit vor über 3.500 Jahren begann der Abbau von Kupfermineralen. Sogar Kriege wurden um diese Schätze geführt – nach Ansicht einiger Forscher war es der Metallreichtum, der Karl den Großen im Zuge der Sachsenkriege veranlasste, den Harzraum dem Fränkischen Großreich einzuverleiben. Später brachte insbesondere die Gewinnung von Blei, Kupfer und Silber eine Blüte der Stadt Goslar und der Oberharzer Bergstädte. Dieser Reichtum an bergbaulicher Kultur und Fachwerk ist noch heute zu erleben – nicht umsonst sind die Städte Goslar und Quedlinburg, der Rammelsberg und auch die Oberharzer Wasserwirtschaft sowie die Luther-Gedenkstätten in Eisleben heute Teil des UNESCO-Welterbes der Menschheit.

Doch der Bergbau hatte eine Kehrseite – Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie die Luft und auch Flora, Fauna und der Mensch wurden hier über lange Zeit stark mit Metallen belastet, insbesondere im Umfeld von Clausthal-Zellerfeld, Goslar und Langelsheim. Tiere und Pflanzen wurden ausgerottet und die artenreichen Buchen- und Mischwälder des Harzes wichen artenarmen Fichtenmonokulturen. Diese Tatsache stellt die Kehrseite des UNESCO-Welterbes im Harz dar.

Raubbau und Naturlandschaft – und trotzdem eine chancenreiche Zukunft – wie passen diese Nutzungskonflikte zusammen? Folgen Sie dem Referenten Dr. Friedhart Knolle, auf einer Zeitreise durch 6000 Jahre Bergbaugeschichte im Harz.

Der Vortrag findet in der Ratswaage des historischen Rathauses statt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!