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Ausstellung | Erinnerung an Hans-Joachim Bober

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Beginn:

05.06.202111:00 Uhr

Ende:

04.09.202117:00 Uhr

Ort:

Museum Schiefes Haus, Klintgasse 5, 38855 Wernigerode, Tel.: 03943 6957330

Ortschaft:

Wernigerode

Region:

Wernigerode

Preis:

2,00 €
Eintritt Museum Schiefes Haus

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Hans Joachim Bober (1908-2011) wurde 1908 in Berlin geboren. Er studierte an der Staatlichen Kunstschule Berlin bei G.W. Roessner, Konrad Kardoff und Bernhard Hasler. Ab 1934 war er als Kunsterzieher in Wernigerode tätig. Er leistete Kriegsdienst und wurde 1942 verwundet. Danach war er bis 1950 freischaffend tätig. Im Anschluss daran arbeitete er bis 1961 wieder als Kunsterzieher am heutigen Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode. In die Bundesrepublik Deutschland siedelte er im Jahr 1961 über. Er übte den Beruf des Kunsterziehers in Minden aus. Nachdem er in den Ruhestand getreten war, verlegte er 1976 seinen Wohnsitz nach Berlin. Er war an vielen Ausstellungen beteiligt, zum Beispiel in Berlin, Minden und Apeldoorn.

Unsere Ausstellung zeigt neben Leihgaben aus dem Harzmuseum und von Wernigeröder Sammlern die von Felix Busse gestifteten Arbeiten, die er als enger Freund von Hans-Joachim Bober in vielen Jahren der freundschaftlichen Verbindung gekauft hat oder von Bober geschenkt bekam. Auch zahlreiche Briefe und Karten mit Zeichnungen sind zu sehen.
Felix Busse berichtete von zahlreichen Begegnungen mit dem verehrten Maler. Besonders hat ihn die Feier zum 100. Geburtstag beeindruckt, bei dem Hans-Joachim Bober eine freie Rede hielt und begeistert über moderne Malerei und den Surrealismus sprach, der es ihm angetan hatte.

Seine künstlerische Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit hat ihn dazu gebracht, sich mit seiner Zeit und mit seinem Land auseinanderzusetzen. Er hat uns mit seiner unspektakulären Kunst etwas Wichtiges mitzuteilen: In der Natur und in den einfachen Dingen zeigt er uns, worauf wir achten sollten, was vielleicht gefährdet ist, wenn wir es nicht wahrnehmen und bewahren.

Bobers Verbindung zum Harz ist nie ganz abgerissen; in Sankt Andreasberg hatte er eine Ferienwohnung, die Stadt Wernigerode hat ihm 1995 den Kunstpreis verliehen, benannte ein Haus in der Umgebung des Harzmuseums nach ihm und ließ dann an dem Boberhaus, eine Plakette anbringen.