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Wernigerode - Geschichten aus 900 Jahren

Plakat 900
Plakat der Sonderausstellung "Geschichten aus 900 Jahren Wernigerode"

Vor genau 900 Jahren taucht der Name Wernigerode zum ersten Mal in der schriftlichen Überlieferung auf: Graf Adalbert von Wernigerode erscheint in einer Urkunde des Bischofs von Halberstadt als Zeuge.
Auf dieses Datum geht die Idee für das Ausstellungsprojekt „Wernigerode: Geschichten aus 900 Jahren“ zurück, die vom 17. Oktober 2021 bis zum 18. April 2022 im Wernigeröder Harzmuseum gezeigt wird. Auf rund 100 Quadratmetern kann der Besucher von den Anfängen im 12. Jahrhundert bis in die Zeit der Wende um 1989 durch die Geschichte reisen und dabei unter anderem Kunstwerke, Fotos, schriftliche Quellen, Videos und eine Hörstation erleben.
Die Ausstellung will keine konventionelle stadtgeschichtliche Ausstellung sein und erhebt auch nicht den Anspruch, die gesamte Stadtgeschichte von 1121 bis heute zu dokumentieren. Sie wird vielmehr neun ausgewählte Geschichten aus neun Jahrhunderten erzählen. Fünf externe Kuratoren, allesamt renommierte Regionalhistoriker, erarbeiten gemeinsam mit dem Museumsteam die Inhalte der einzelnen Kapitel. Zu den ausgewählten Stationen gehört zum Bespiel die Ersterwähnung von 1121, der erste Reiseführer für Wernigerode aus dem Jahr 1855 oder ein einzigartiges Tondokument aus Wernigerode zum 17. Juni 1953, dem Arbeiteraufstand in der DDR.
Die Sonderausstellung wird auch gestalterisch neue Wege gehen. Erstmals konnte das Harzmuseum eine professionelle Ausstellungsgestalterin mit dem Design beauftragen. Geplant ist eine zusammenhängende Ausstellungsarchitektur, die die drei Ausstellungsräume im Harzmuseum ästhetisch und funktional miteinander verbindet. Derzeit werden die einzelnen Module der Ausstellung von der Werkstatt der Oskar Kämmer Schule Wernigerode angefertigt. Die Kommunale Beschäftigungsagentur (Koba) ermöglicht diese Zusammenarbeit.
Als Beiheft zur Ausstellung erscheint eine 48seitige Broschüre, in der die neun Kapitel der Ausstellung mit erweiterten Texten und zusätzlichem Bildmaterial vertieft werden.
Als Träger der Sonderausstellung und als Förderverein des Harzmuseums wird der Wernigeröder Geschichts- und Heimatverein unter dem Vorsitz von Alt-OB Ludwig Hoffmann zur Verfügung stehen. Die Ausstellung wird in dieser Form nur möglich sein durch die finanzielle Förderung der Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Wernigerode, der Stadtwerkestiftung Wernigerode, der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode (GWW), sowie der Kulturförderung der Stadt Wernigerode.

Museumsleiter Olaf Ahrens: „Wir haben mit der Ausstellung ein klares Ziel: Wir wollen neugierig machen auf die Geschichte, besonders auf die Stadtgeschichte. Und das funktioniert heute meiner Meinung nach nur, wenn wir unsere Besucherinnen und Besucher auch unterhalten und mit verschiedenen Kommunikationskanälen arbeiten. So werden neben klassischen Ausstellungsobjekten wie historischen Fotos, Kupferstichen oder Büchern auch eine Hörstation und eine Videostation angeboten. Ein solches Projekt ist für unser kleines Haus schon ungewöhnlich, wir können nur den zahlreichen Partnern danken, ohne die das alles nicht denkbar gewesen wäre. Ganz persönlich möchte ich dem bedeutenden Engagement von Ludwig Hoffmann danken, sowie unseren ehrenamtlichen Kuratoren, die das Projekt mit großem Elan angestoßen und vorangebracht haben.“