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14.09.2020

Schwimmhalle Wernigerode öffnet eingeschränkt für Vereine und Schulen

Ralf Schult: „Die Aufnahme des Vereinssportes und des Schulschwimmens ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir sind froh, dass wir diese Angebote ab dem 14. September 2020 endlich wieder vorhalten können.“

Reinigungsarbeiten im Sportbecken
© Ariane Hofmann
Reinigungsarbeiten im Sportbecken © Ariane Hofmann

Zurzeit gleicht die Wernigeröder Schwimmhalle noch einer Großbaustelle. Der Plan, alle Sanierungsarbeiten bis Mitte September 2020 abzuschließen ist nicht aufgegangen. Auslöser für die seit Anfang des Jahres laufenden Bauarbeiten war, dass sich Teile der Deckenkonstruktion an mehreren Stellen gelöst hatten. Genaue Überprüfungen ergaben, dass die Deckenabhängungen an zahlreichen Stellen zu erneuern waren. In diesem Zuge widmete man sich parallel der Modernisierung der Lüftungs- und Elektroinstallationen in den betreffenden Deckenbereichen.

Die Männerdusche wurde nach der Lokalisierung eines Wasserschadens im Fußboden runderneuert. Decke, Boden, Wände und Leitungen mussten saniert werden. Diese Arbeiten sind beendet, alle Duschen sind nutzbar. Die Grundsanierung der Schwimmhalle betrifft nicht nur einen großen Teil der Nebenräume, sondern auch den Badebereich. Im Bereich des Lernschwimmbeckens wird derzeit noch die Unterdecke inklusive Haustechnik saniert.

Im Bereich des Sportbeckens zeichnet sich bereits die bevorstehende Eröffnung für Vereine und Schulen ab. Das Team der Wernigeröder Schwimmhalle hat es mit viel Umsicht gereinigt. Im Laufe der Woche wurde es wieder gefüllt. Der Chef der Wernigeröder Badeanlagen Ralf Schult informiert: „Die Aufnahme des Vereinssportes und des Schulschwimmens ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir sind froh, dass wir diese Angebote ab dem 14. September 2020 endlich wieder vorhalten können.“ Derzeit werde noch am Hygienekonzept gearbeitet, denn die Corona-Pandemie beschert dem Betrieb der Schwimmhalle zusätzliche Auflagen. „Wir sind zuversichtlich, dass sich unsere Vereine und die Schulen auf die neuen Umstände gut einstellen werden und sich nach der langen Zwangspause über die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeiten freuen“, so Ralf Schult weiter.

Was für die Vereine und Schulen ermöglicht werden kann, ist im Hinblick auf das Öffentliche Baden leider nicht realisierbar. Bei der generellen Überprüfung der Schwimmhalle wurde neben dem Wasserschaden in der Männerdusche ein weiterer erheblicher Wasserschaden im Umkleidebereich festgestellt. Messbohrungen an verschiedenen Stellen des Fußbodens ergaben, dass auch hier umfassend saniert werden muss. „Dies ist ein herber Rückschlag für uns, wir hatten mit diesem Ausmaß an Sanierungsbedarf nicht gerechnet. Die Sanierung des Umkleidebereichs bedingt, dass das Herzstück der Schwimmhalle nicht nutzbar ist. Wir können keine Wertsicherung anbieten und auch nicht genügend Umkleidekabinen“, so Ralf Schult. Ein regulärer Betrieb ist so nicht durchführbar.

Für den eingeschränkten Betrieb für Schulen und Vereine werden in den nächsten Tagen im Foyer der Schwimmhalle provisorische Umkleidekabinen aufgebaut. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie müssen die geltenden Hygiene-Regeln beachtet werden. Die Teilnehmerzahlen werden begrenzt, die Vereine bekommen Badezeiten zugeteilt. Weiterhin wird es ein Leitsystem für die Nutzer der Schwimmhalle geben und auch die Aufenthaltszeiten vor und nach dem Baden werden so kurz wie möglich gehalten. „Die Nichtnutzung des Umkleidebereichs verursacht ein Platzproblem. Begegnungsverkehr kann ausschließlich draußen stattfinden. Uns ist bewusst, dass diese Situation gerade im Herbst schwer auszuhalten sein kann. Wir hoffen sehr auf das Verständnis unserer Vereine und Schulen. Nur gemeinsam kann ein reibungsloser Ablauf des eingeschränkten Betriebes funktionieren“, führt Silvia Lisowski, Leiterin des Amtes für Kultur, Schule und Sport, aus. Die Stadtverwaltung setzt alles daran, die Wiederaufnahme des generellen Regelbetriebes schnellstmöglich umzusetzen.

„Auch, wenn es derzeit noch schwerfällt, muss an die Zukunft der Schwimmhalle gedacht werden“, so Silvia Lisowski. „Mit Abschluss der Bauarbeiten schaffen wir unserer beliebten und wichtigen Sportstätte eine lange Nutzungsdauer. Die Schwimmhalle erfährt durch die Modernisierung eine deutliche Aufwertung, die letztendlich allen Nutzern zugutekommt.“

Zeitplan:
Eingeschränkter Betrieb für Schul- und Vereinsschwimmen: ab 14. September 2020
Fertigstellung der Bauarbeiten im Nichtschwimmerbereich: im Laufe des Oktobers 2020
Fertigstellung der Bauarbeiten im Umkleidebereich: 31. Dezember 2020

Bildunterschrift:
Bild Reinigungsarbeiten: Das Team der Schwimmhalle reinigt das große Becken. Vorn: Pascal Friedrich, links: Melinda Hübe, hinten: Ina Böttcher (c) Ariane Hofmann