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28.09.2022

Fachwerktriennale in Wernigerode

Bezahlbares Wohnen im baukulturellen Erbe – Wohnraumstrategien in Fachwerkstädten Wernigerode präsentiert sich:

Fachwerkhaus in der Breiten Straße
Fachwerkhaus in der Breiten Straße

Wernigerode ist Mitglied in der AG Deutsche Fachwerkstädte. Viele der historischen Fachwerkstädte sind mit dem demographischen Wandel konfrontiert. Die Maßnahmen der Stadtsanierung zur Aufwertung der öffentlichen Räume reichen zur Steigerung der Attraktivität häufig nicht mehr aus. Integrative, architektonische, städtebauliche, wirtschaftliche, und soziale Ansätze zur Stadtentwicklung sind deshalb zum Erhalt und zur wirtschaftlichen Revitalisierung von Fachwerkstädten von zentraler Bedeutung.

Gerade in Zeiten der Klimaanpassung und des Klimaschutzes ist die gespeicherte „graue Energie“ in unseren meist denkmalgeschützten, einmaligen historischen Fachwerkstädten mit typischen regionalen identifikationsstiftenden Merkmalen, das Beispiel für Nachhaltigkeit und Ökologie. Die Fachwerkhäuser wurden aus natürlichen z.T. nachwachsenden Rohstoffen und Materialien vor Ort errichtet, mehrgeschossig, platzsparend in Reihe gebaut und haben die normative Nutzungsdauer mehrfach überschritten. Unsere Fachwerkstädte haben sich durch viele behutsame Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an die heutige Zeit angepasst.

Die Fachwerktriennale steht alle drei Jahre unter einem aktuellen Thema und zeigt die verschiedensten Problemstellungen und Beispiele für innovative Lösungsansätze in den Fachwerkstädten deutschlandweit. Das derzeitige Motto lautet: Bezahlbares Wohnen im baukulturellen Erbe – Wohnraumstrategien in Fachwerkstädten Wernigerode präsentiert sich: Am Vormittag des 28. September 2022 mit Vorträgen zu modernem Wohnen in Fachwerkstädten auch in Verbindung mit der Solarenergie.

Und im Anschluss wird vorgestellt:

1. Die Sanierung des Wohnquartieres „Heidemühle“, durch einen Privatinvestor, der stark sanierungsbedürftige Gebäude denkmalgerecht modernisiert und zahlreiche verschiedene Nutzungen in den historischen Bestand integrierte. Wobei man bei letzterem immer wieder innovativ agieren muss.

2. Dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses „Intersport Hanisch“ in Holzrahmenbauweise, zentral in unserer denkmalgeschützten historischen Innenstadt, auf einem stadtbildprägenden Eckgrundstück, dessen Bebauung (2 Fachwerkhäuser) im II. Weltkrieg zerstört wurden.

3. Sowie mit einem grundhaft sanierten Fachwerk-Kino „Volkslichtspiele“ - Dank der Trägerschaft der Gebäude und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH (GWW), denn auch Kultur gehört mit zu einem vielfältigen Wohnumfeld. Nur durch dieses Engagement der Wohnungsgesellschaft blieb der Stadt Wernigerode vor Ort ein Kino erhalten. Ergänzt werden diese Beispiele durch einen Stadtrundgang und einer Besichtigung des Konzerthauses Liebfrauen und des Kinos - einschl. Vorführung des Imagefilmes der Stadt Wernigerode.

Anmeldungen zur Veranstaltung sind über das Anmeldeformular im Anhang vorzunehmen: