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19.02.2021

Dank der Stadt an engagierten Sportverein

Gemeinsam den Schnee in der Marktstraße und rund um das Rathaus zu beräumen, vor allem auf den Gehwegen, das war das große Ziel.

Beteiligte Personen im Gespräch zur Schneeräum-Aktion des Vereins
© Ariane Hofmann
Beteiligte Personen im Gespräch zur Schneeräum-Aktion des Vereins © Ariane Hofmann

„In schwierigen Situationen steht Wernigerode zusammen. Nach dem großen Schneefall Anfang 2021 zeigte sich dies wieder ganz deutlich. Bürgerinnen und Bürger räumten in Eigenregie ihre schmale Nebenstraße oder unterstützten sich in der Nachbarschaft. Dieser Hilfsbereitschaft möchte ich an dieser Stelle einen großen Dank aussprechen. Das bürgerschaftliche Engagement in solchen Extremsituationen sucht seinesgleichen und ist besonders zu betonen“, sagte Burkhard Rudo, stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode. Neben dem Großeinsatz des Winterdienstes und beteiligten Firmen fielen gerade kleinere Aktionen von Bürgerinnen und Bürgern immer wieder auf, zahlreiche freiwillige Helfer unterstützten den Winterdienst tatkräftig.

Exemplarisch zu nennen ist hier die Aktion des Wernigeröder Sportvereins Rot-Weiß e.V.

Am Freitagabend nach dem Schneefall nahm Mario Vordank, Abteilung Floorball, Kontakt zum Wernigeröder Bauhof auf um Hilfe anzubieten. Spontan wurde eine Verabredung für den Samstagmorgen getroffen, die via E-Mail und in den sozialen Medien verteilt wurde. Gemeinsam den Schnee in der Marktstraße und rund um das Rathaus zu beräumen, vor allem auf den Gehwegen, das war das große Ziel. „Wir haben wegen der Kürze der Zeit eher mit wenigen Rückmeldungen gerechnet und waren dann umso erfreuter, dass wirklich 30 Leute am Samstagmorgen mit Schaufeln und Schiebern am vereinbarten Treffpunkt bereit standen“, so Mario Vordank. Viele Mitglieder haben sich gefreut, helfen zu können und gemeinsam etwas zu bewegen.
Vereinsvorsitzender André Boks sah die Hilfsaktion als Herzensangelegenheit: „Bei solchen Schneemassen ist es doch logisch, dass der Winterdienst nicht immer überall sein kann und auch an seine Grenzen stößt. Wir haben in Abstimmung mit dem Bauhof schnelle Hilfe anbieten können um auch Anwohner und Gewerbetreibende in dem Quartier zu unterstützen.“ Die Dankbarkeit der derer ist ihnen sicher, viele taten ihre Freude in den sozialen Netzwerken kund.

Gespräch zur Vereinssituation

Das Gespräch im Rathaus wurde auch als Austausch zur derzeitigen Situation des Vereins genutzt. Kristin Dormann, Leiterin des Büros des Oberbürgermeisters unterstrich die Bedeutung des Sportvereins: „Der WSV ist ein wertvoller Verein für die Stadt Wernigerode, allein schon durch seine Struktur. 1500 Mitglieder, davon etwa 900 Kinder können sich im Vereinsleben verwirklichen. Soziale Kontakte, sportliche Erfolge und gemeinsame Aktivitäten bereichern den Alltag von so vielen und geben Möglichkeiten des Austauschs – eben nicht an der Spielekonsole oder am Handy.“ Deswegen ist die Büroleiterin dankbar, dass der Verein auch in diesen, gerade für Kinder und Jugendliche schwierigen Tagen, Angebote schafft, um Kontakte und Struktur beizubehalten.
Die Coronapandemie hat den Vereinssport, wie auch so vieles andere ausgebremst. Eine Entwicklung, die der Vorstand mit Sorge betrachtet. Allerdings zeigt sich auch hier der Zusammenhalt der Mitglieder und das gute Verhältnis zu den Übungsleitern. Viele haben sich auf digitale Wege begeben. Im Sportzentrum Gießerweg wurde in Eigenregie ein kleines Filmstudio eingerichtet um einige Übungseinheiten online abhalten zu können. All das ersetzt natürlich nicht das richtige Training und die Gemeinschaft, aber es gibt gerade Kindern und Jugendlichen einen gewissen Halt.
André Boks und Mario Vordank freuen sich auf die Zeit, in der das klassische Vereinsleben wieder stattfinden kann und danken allen Mitgliedern, die ihnen weiterhin treu bleiben oder sogar neu dazu kommen.

Bild oben: von links nach rechts: Vereinsvorsitzender André Boks, Abteilungsleiter Floorball Mario Vordank, stellv. Oberbürgermeister Burkhard Rudo und Leiterin des Büros des Oberbürgermeisters Kristin Dormann im Gespräch zur Schneeräum-Aktion des Vereins. © Ariane Hofmann