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20.11.2021

Marlies Ameling erhält den Kunstpreis der Stadt Wernigerode 2021

Die Wernigeröder Künstlerin wurde von der Jury für ihr vielseitiges und außergewöhnliches Kunstschaffen geehrt, welches das Ansehen der Stadt seit langem überregional prägt.

Marlies Ameling trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein
© A. Hofmann
Marlies Ameling trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein © A. Hofmann

Im Rahmen einer festlichen Sondersitzung des Wernigeröder Stadtrates wurde der Kunstpreis 2021 durch Oberbürgermeister Peter Gaffert und Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht an Marlies Ameling vergeben. 

Die Glasdesignerin ist in Wernigerode wohlbekannt, leitete sie doch viele Jahre die Park und Garten GmbH und damit den bei Einwohnern und Gästen beliebten Bürgerpark. Oberbürgermeister Peter Gaffert lobte in seiner Rede das Engagement von Marlies Ameling: „Durch Ihr Wirken wurde der Bürgerpark nach der Landesgartenschau zu einem wunderschönen Reiseziel. Sie schaffte es, das Gelände mit tollen Veranstaltungen, kreativen Ideen und letztlich auch mit dem Miniaturenpark, zu erhalten. So blicken heute viele ehemalige Austragungsorte von Gartenschauen nach Wernigerode und lassen sich von unserem Bürgerpark inspirieren.“

Vor ihrer Tätigkeit im Bürgerpark war Marlies Ameling 30 Jahre lang in der Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg tätig. Nach ihrem Studienabschluss im Fach Gefäßgestaltung an der renommierten Hochschule Burg Giebichenstein im Jahr 1979 wandte sie sich in Derenburg ganz der Glasgestaltung zu. Die Schaffung von formschönem Gebrauchsglas war stets ihr Ziel, das zeitlose Design erhielt über die Jahre viele Auszeichnungen, sowohl zu DDR-Zeiten als auch nach der politischen Wende. Gerade die Werke aus ihrer Derenburger Zeit sind mit Anerkennungen bedacht worden. Ihre Arbeiten fanden Platz im Berliner Dom und im Wernigeröder Rathaus.

Die Laudatoren Dr. Christian Juranek und Günter Höhne zeichneten in ihren Reden ein sehr persönliches Bild von Marlies Ameling. Die Künstlerin mache es sich selten leicht, indes ist ihr Wirken von einer unglaublichen Schaffenskraft, Genauigkeit und Unbeirrbarkeit geprägt. Das umfangreiche Wissen über Glas, die Hingabe für diesen Werkstoff und letztlich die Unaufgeregtheit in ihrem Design machen das Lebenswerk zu etwas ganz Besonderem.

Marlies Ameling ist nun mit dem Kunstpreis der Stadt Wernigerode geehrt worden. Die Übergabe der Auszeichnung wurde in würdigem Rahmen in der St. Sylvestriekirche vorgenommen, begleitet von Freunden, Weggefährten und vielen Bewunderern ihres Lebenswerkes. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Spinnesänger. Oberbürgermeister Peter Gaffert betonte: „Sie haben mit Ihrem vielseitigen Lebenswerk Ihre Spuren in unserer Stadt hinterlassen.“ Laudator Günter Höhne sprach in seiner Rede einen Wunsch aus, den sicher viele teilen: „Liebe Marlies, mach irgendwann weiter. Denn es wird nicht irgendwas.“ Das Gesamtwerk von Marlies Ameling befindet sich nun im Grassimuseum in Leipzig.

Foto oben: Die Kunstpreisverleihung geht mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Wernigerode einher © Ariane Hofmann