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14.12.2020

Eigentümerwechsel des Wasserwerks Zillierbach zum Jahresende

Schlüsselübergabe von den Stadtwerken Wernigerode an den Wasser- und Abwasserverband HoltemmeBode.

Steffen Meinecke, Stadtwerke Wernigerode und Nikolai Witte WAHB bei der Schlüsselübergabe im Wasserwerk Zillierbach
© Stadtwerke Wernigerode GmbH
Steffen Meinecke, Stadtwerke Wernigerode und Nikolai Witte WAHB bei der Schlüsselübergabe im Wasserwerk Zillierbach © Stadtwerke Wernigerode GmbH

Endlich ist es soweit und die Geschäftsführer Steffen Meinecke von den Stadtwerken Wernigerode und Nikolai Witte vom Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode konnten die symbolische Schlüssel- übergabe am Wasserwerk Zillierbach bei winterlichem Wetter vollziehen. Denn bereits am 17.12.2018 wurde die dauerhafte Neuordnung der Trinkwasserversorgung in der Region Wernigerode zum 01.01.2021 sowie der Eigentümerwechsel des Wasserwerkes Zillierbach vertraglich vereinbart.

Während die Stadtwerke bisher etwa 50 Prozent des benötigten Trinkwassers im unternehmenseigenen Wasserwerk Zillierbach erzeugt haben, werden ab Januar 2021 alle Trinkwasserkunden mit Wasser aus der Rappbodetalsperre versorgt. Damit wird die gesamte Trinkwassermenge im Netzgebiet der Stadtwerke Wernigerode über den Vorlieferanten, die TWM, bezogen. Hinsichtlich der Trinkwasserqualität werden Kunden, die anstelle des Wassers aus der Zillierbachtalsperre künftig mit Rappbodewasser versorgt werden, keine Veränderungen bemerken. Bei beiden Wässern handelt es sich um sehr weiches Oberflächenwasser aus Harzer Talsperren. Sie zeichnen sich durch hervorragende Güte aus und sind in ihrer Zusammensetzung und Mineralisierung nahezu identisch. Für die Kunden des Wasser- und Abwasserverbandes ändert sich dagegen nichts, da die Versorgung wie bisher aus der Zillierbach-Talsperre erfolgt.

Diesen Entscheidungen vorausgegangen waren die Notwendigkeiten zur Erneuerung der fast 100 Jahre alten Trinkwasserhauptleitung.

Sie führt auf einer Länge von rund 5,3 km vom Wasserwerk Zillierbach bis zum Mühlental am Ortseingang Wernigerode. Eine Sanierung der Hauptleitung wäre sehr kostenintensiv gewesen und hätte zudem eine langwierige Beeinträchtigung des Straßenverkehrs auf der B244 zwischen Wernigerode und Elbingerode zur Folge gehabt. Die Stadtwerke haben daher Alternativen geprüft, nicht zuletzt, um den wachsenden Kostendruck entgegenzuwirken und ihren Kunden dauerhaft günstige Trinkwasserpreise anbieten zu können. Im Ergebnis der Studie zeigte sich die Bezugsumstellung auf die künftige komplette Versorgung mit Trinkwasser aus der Rappbodetalsperre in Verbindung mit dem Verkauf des Wasserwerkes als langfristig wirtschaftlichste Variante.

Da die Stadtwerke bereits zuvor Trinkwasser zur Belieferung von Teilen des Oberharzes für das regionale Ver- und Entsorgungsunternehmen erzeugt hatten, mussten dafür nun anderweitige Möglichkeiten für die zukünftige Versorgung geprüft werden. Am Anfang empfand Nikolai Witte die Anfrage von Herrn Meinecke zum Kauf des Wasserwerkes als ziemlich ungewöhnlich, aber bei genauer Betrachtung aller Möglichkeiten stellte sich diese als Vorzugsvariante heraus. Gemeinsam sehen Verband und Talsperrenbetrieb damit eine gute Zukunft für Talsperre und Wasserwerk.

Zurzeit laufen die notwendigen Anpassungsarbeiten an den Bedarf des Wasser- und Abwasserverbandes. Foto 1: Steffen Meinecke, Stadtwerke Wernigerode und Nikolai Witte WAHB bei der Schlüsselübergabe im Wasserwerk Zillierbach.