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04.02.2021

Digitaler Neujahrsempfang 2021

Die Stadtlichter strahlten einen Abend lang und sorgten für Unterhaltung
digitaler Neujahrsempfang
digitaler Neujahrsempfang

Der Neujahrsempfang einer Stadt beschreibt traditionell den Auftakt des neuen Jahres. Es ist eine Tradition, die Beständigkeit ausstrahlt. Neujahrsempfänge stehen im Januar in allen Veranstaltungskalendern von Kommunen, Landkreisen und Bundesländern.
Und in diesem Jahr? In diesem Jahr fallen lockere Gespräche, gutes gemeinsames Essen und kulturelles Programm leider aus. Neujahrsempfänge finden coronabedingt nicht statt. Aber sollte eine Stadt wie Wernigerode einfach verzichten? Die Antwort lag auf der Hand. „Wenn einfach nichts mehr geht, dann geht`s erst recht einfach“ – hieß es in der Novemberausgabe des Amtsblattes. Und so entstand die Idee, das Rathaus mit Festsaal, Gesprächen und Musik „einfach“ zu den Gästen nach Hause zu holen. Ein digitales Format wurde erdacht, ein Livestream sollte den geladenen Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Vereinsleben und Ehrenamt das Auftaktgefühl des Neujahrsempfangs nach Hause bringen.
So ganz einfach war es dann jedoch nicht, der digitale Weg erforderte einiges an Aufwand. Mit professioneller Unterstützung verwandelte sich der traditionelle Festsaal in ein modernes Filmstudio für den digitalen Neujahrsempfang am 2. Februar. Alle Beteiligten ließen sich im Vorfeld der Aufzeichnung auf das Coronavirus testen, um auch hier die größtmögliche Absicherung zu haben. Alles anders eben.
Unterhaltsames Programm vor den Kameras
Mit dem Glockenschlag um 18 Uhr ging es los. Das traditionelle Grußwort des Stadtratspräsidenten Uwe-Friedrich Albrecht wurde live in die Wohnzimmer der Zuschauer gestreamt. Er sprach vom Setzen positiver Signale in diesen Zeiten und vom Mut, den es braucht um solche Veranstaltungen digital erlebbar zu machen. Die Liste der Redner gestaltete sich wiederum ganz anders – der Oberbürgermeister fehlte. Peter Gaffert erkrankte unglücklicherweise kurz vor dem Empfang und konnte lediglich als Zuschauer am heimischen Bildschirm dabei sein. Burkhard Rudo verlas als sein Stellvertreter ein emotionales Grußwort des fehlenden Chefs und hielt die traditionelle Neujahrsansprache.
Zum Talk auf dem Podium nahm der Dezernent für Stadtentwicklung ebenfalls Peter Gafferts Platz ein. Hier ging es ins Detail: die charmante Moderatorin Janine Koska führte durch eine Talk-Runde mit Burkhard Rudo, Prof. Dr. Armin Willingmann (Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt) und Johannes Domsgen, Jurastudent aus Wernigerode. Die drei tauschten sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu den aktuellen Themen der Stadt Wernigerode aus – so, wie es beim traditionellen Neujahrsempfang üblich ist.
Die Stadtlichter richteten sich in kurzen Videoclips auf die regionale Wirtschaft, das Gesundheitswesen und die städtischen Tochtergesellschaften – so bereicherten auch diese den Neujahrsempfang. Musiker des Philharmonischen Kammerorchesters untermalten die Veranstaltung mit beschwingten Darbietungen, die im Vorfeld aufgezeichnet worden waren.
Unterhaltsamer Abend an den Bildschirmen der Gäste
Die geladenen Gäste an den heimischen Laptops, PC´s oder anderen Geräten erhielten im Vorfeld Einladungspäckchen mit greifbaren Kleinigkeiten lokaler Sponsoren. Ganz anders eben als die übliche Einladungskarte aus Papier. Sie sollten den Neujahrsempfang noch erlebbarer machen und so konnte, wenn auch virtuell, ganz traditionell auf das Wohl der Stadt angestoßen werden. Das Format des Neujahrsempfangs erfuhr im Nachgang großen Zuspruch. Zahlreiche positive Stimmen aus Wirtschaft, Tourismus und vielen anderen Bereichen gingen im Büro des Oberbürgermeisters ein.