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02.11.2020

Bürgerinformation zum Winterdienst 2021/2022

Damit sich die Bürgerinnen, Bürger und Gäste unserer Stadt bei Schnee und Eis sicher in unserer Stadt und den Ortsteile fortbewegen können, sind die Mitarbeiter des Bauhofes und Grünanlagen der Stadt Wernigerode im Winter den ganzen Tag über in der Zeit von 04:00 Uhr bis 20:00 Uhr von Anfang November bis Ende März im Einsatz bzw. in Bereitschaft.

Winter in Wernigerode
© pb
Winter in Wernigerode © pb

Städte und Landschaften in Schnee oder auch Eis gehüllt, bieten prachtvolle Bilder und vor allem Kindern eine Menge Spaß. Die schwierige Seite des Winters bekommen jedoch häufig Verkehrsteilnehmer zu spüren.

Die unangenehmen Folgen und Begleiterscheinungen eines Wintereinbruchs können aber am besten dadurch möglichst gering gehalten werden, wenn alle Bürgerinnen und Bürger sich rechtzeitig auf die winterlichen Verhältnisse einstellen und sich besonders im Straßenverkehr vorsichtig, rücksichtsvoll und partnerschaftlich verhalten. 

Winterdienst durch die Stadt Wernigerode:

Damit Sie sich bei Schnee und Eis sicher in unserer Stadt und deren Ortsteile fortbewegen können, sind die Mitarbeiter des Bauhofes und Grünanlagen der Stadt Wernigerode im Winter den ganzen Tag über in der Zeit von 04:00 Uhr bis 20:00 Uhr von Anfang November bis Ende März im Einsatz bzw. in Bereitschaft, um auf den öffentlichen Gemeindestraßen, Wegen, Plätzen, Treppen, Brücken, Haltestellen, Überwegen an Kreuzungsbereichen sowie auf den Gehwegen vor stadteigenen Grundstücken entsprechend dem jährlich aktuell aufgestellten Winterdienstplan zu räumen und zu streuen.
Die Durchführung des Winterdienstes muss nach dem Zumutbarkeitsgrundsatz der Eingrenzung auf verkehrswichtige und gleichermaßen gefährliche Straßen und Straßenabschnitte erfolgen. Aus diesem Grund sind die Fahrzeuge und das Personal in den Räum- und Streuplänen nach den Dringlichkeitsstufen A, B und C eingesetzt.
Das heißt, dass vorrangig die Durchführung des Winterdienstes auf den Hauptverkehrs- und Zubringerstraßen zu den klassifizierten Straßen sowie die Zufahrten zu Krankenhäusern, Feuerwachen, Polizeistationen und ÖPNV-Linien erfolgen müssen (Stufe A). Danach werden in den Dringlichkeitsstufen B und C alle Nebenstraßen einschließlich Radwege, Parkplätze, Gehwege vor stadteigenen Grundstücken, die reinen Wohngebiete und die wenig befahrenen Stadtrandgebiete versorgt.

Dieser gut organisierte Winterdienstablauf mit Rufbereitschaft, Wetterbeobachtung und Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei gewährleistet, dass im Normalfall bis 7.00 Uhr die Verkehrssicherheit soweit gewährleistet wird, das der Berufs- und Schulverkehr von montags bis freitags gesichert ist. An Samstagen bis 08:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ist die Verkehrssicherheit bis spätestens 9.00 Uhr zu gewährleisten.
Die Maßnahmen werden bis 20.00 Uhr am Abend so oft wiederholt, wie es für die Verkehrssicherheit notwendig erscheint.

Bitte stellen Sie sich auch darauf ein, dass bei Auftreten von Schnee- und Eisglätte während der Nachtzeit kein Räum- und Streudienst stattfindet und haben Sie Verständnis dafür, dass es nicht möglich ist, bei jedem Wetter das gesamte Straßennetz gleichermaßen schnee- und eisfrei zu halten.

Die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in der Ortslage der Stadt Wernigerode und in den Ortsteilen werden entsprechend des Landesstraßengesetzes durch den Landesbetrieb Bau, Niederlassung West und den Landkreis Harz, Kreisstraßenbauhof geräumt und gestreut.
Übrigens:
Die maschinelle Straßenreinigung mit Kehrmaschinen kann bei winterlichen Temperaturen nicht durchgeführt werden, was bereits bei der Kalkulation der Straßenreinigungsgebühren Berücksichtigung findet. Sie wird wieder aufgenommen, sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen. Die Kosten für den Winterdienst auf den gemeindeeigenen Straßen trägt ausschließlich die Stadt Wernigerode selbst aus allgemeinen Haushaltsmitteln, nicht der Gebührenzahler.

Winterdienst durch die Bürgerinnen und Bürger:
Auch die Wernigeröder Bürger tragen ihren Anteil an sicheren Straßen und Gehwegen. Neben angepasster Fahrweise und gegenseitiger Rücksichtnahme sind Anlieger verpflichtet, die Gehbahnen vor Schnee und Glätte zu sichern. Im Folgenden können Sie sich informieren.

• Rechtsgrundlage
• Wer, Wann, Wo und Wie ist zum Winterdienst verpflichtet
• Welches Streumittel darf eingesetzt werden
• Wohin mit Schnee- und Streumittelresten
• Tipps für den Winter
• Rechtsgrundlage

Die Rechte und Pflichten des Winterdienstes sind u. a. in folgenden Satzungen und Vorschriften festgelegt:
• Satzung zur Straßenreinigung in der Stadt Wernigerode ( inkl. Ortsteile)
• Straßengesetz Sachsen-Anhalt § 47
Den vollständigen Satzungstext der o. g. Straßenreinigungssatzung finden Sie im Internet unter: www.wernigerode.de.
• Wer ist zum Winterdienst auf Gehwegen bzw. -bahnen verpflichtet?
Dies sind die Eigentümer sowie die Inhaber dinglicher Nutzungsrechte von Grundstücken, die von öffentlichen Straßen und Wegen erschlossen werden. Kann der Eigentümer, z. B. auf Grund von Berufstätigkeit oder anderer Einschränkungen nicht oder nur unzureichend selbst tätig werden, hat er sicherzustellen, dass andere Personen/Firmen diese Aufgabe übernehmen. Mehrere Winterdienstpflichtige sind gesamtschuldnerisch verantwortlich.
Was Sie wissen sollten:
Wenn Sie ihre Sicherungspflichten nicht erfüllen, kann eine Geldbuße fällig werden. Sollten Fußgänger in Ihrem Zuständigkeitsbereich zu Schaden kommen oder sich verletzen, kann dies Ihre zivil- oder strafrechtliche Haftung zur Folge haben.
• Wo müssen die Verpflichteten den Winterdienst durchführen?
Im § 4 Abs. 2 der Reinigungssatzung wird allen Eigentümern anliegender Grundstücke die Verpflichtung auferlegt, auf den Gehwegen entlang der Grundstücksbreite den Winterdienst durchzuführen.
• In welchem Umfang hat der Winterdienst auf den Gehwegen zu erfolgen?
Die Gehwege sind in ihrer gesamten Länge und einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite – mind. aber 1,50 m – von Schnee freizuhalten. Bitte denken Sie auch daran, an Kreuzungen und Einmündungen Übergangsmöglichkeiten für Passanten zu schaffen.

Falls kein abgegrenzter Gehweg vorhanden ist, haben die Anlieger einen entsprechend breiten Teil der öffentlichen Straße zu sichern, welcher von den Fußgängern anstelle des Gehweges benutzt wird. Dies gilt auch bei den kombinierten Geh- und Radwegen und verkehrsberuhigten Zonen. Sollte sich an Ihrem Gehweg eine Haltestelle für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse befinden, müssen die Gehwege so von Schnee freigehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein gefahrloser Zu- und Abgang zum Wartehäuschen und der Einstieg zum Verkehrsmittel gewährleistet ist. Dabei ist es wichtig, den Schnee bis zur Bordkante und dann seitlich zu entfernen, damit die Türöffner beispielsweise der Busse optimal funktionieren können.

Leider ist es je nach Wetterlage und örtlichen Gegebenheiten nicht vermeidbar, dass vom durchfahrenden Räumfahrzeug wieder Schnee auf den gerade durch Sie gesicherten Gehweg geworfen wird. Dies macht die Erfüllung der Räumpflicht für die Anlieger aber nicht unzumutbar. Diese Problematik ist so alt wie der Winterdienst selbst, aber trotz aller Bemühungen wird sich dieses Problem allein oft schon aus Platzgründen nicht lösen lassen. Wir können Sie daher nur darum bitten, Verständnis für die Räumfahrzeuge aufzubringen und dennoch weiterhin ihren eigenen Beitrag für einen sicheren Gehweg zu leisten.

• Wann ist der Winterdienst auf Gehwegen bzw. -bahnen durchzuführen?
In der Zeit von 7.00 bis 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls oder nach dem Entstehen der Glätte zu beseitigen. Nach 20.00 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind montags bis freitags bis 7.00 Uhr sowie samstags bis 8.00 Uhr, sonn- und feiertags bis 9.00 Uhr zu beseitigen.
Die Maßnahmen sind bis 20.00 Uhr am Abend so oft zu wiederholen, wie es für die Sicherheit notwendig ist. Abwesenheit entbindet nicht von der Räum- und Streupflicht.
• Wie ist der Winterdienst durchzuführen?
Grundsätzlich gilt: erst räumen – dann streuen. Mit Schneeschieber und Besen beseitigen Sie bereits das „Gröbste“. Erst was danach an „Festgefrorenem“ auf dem Gehweg verbleibt, muss mit abstumpfenden Mitteln wie Sand, Granulat oder Splitt abgestreut werden, die i. d. R. eine ausreichende Sicherheit gewährleisten.

Die Verwendung von Salz oder sonstigen umweltschädigenden Stoffen auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten
Die Verwendung von Salz und sonstigen auftauenden Stoffen ist nur erlaubt:
a) in besonderen klimatischen Ausnahmefällen (z. B. Eisregen), in denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist,
b) an gefährlichen Stellen an Gehwegen, wie zum Beispiel Treppen, Rampen, Brückenauf-oder -abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten.

• Wohin mit Schnee- und Streumittelresten?
Der abgeräumte Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges oder – wo dies nicht möglich ist – auf dem Fahrbahnrand so zu lagern, dass der Fußgänger- und Fahrverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird. Gegebenenfalls ist der Schnee auf dem eigenen Grundstück (z. B. im Vorgarten) abzulegen.
Bitte halten Sie die Einläufe in Entwässerungsanlagen schnee- und eisfrei, damit bei eintretendem Tauwetter das Schmelzwasser ungehindert abfließen kann.
Die innerhalb Ihres Grundstückes anfallenden Schnee- und Eismengen dürfen nicht auf den Fahrbahnen, Geh- und Radwegen abgelagert werden.

  • Was noch? Weitere Tipps zum Winterdienst:
  • Stehen Sie früher auf! Der Winterdienst erfordert Zeit und Sie selbst brauchen unterwegs auch mehr Zeit.
  • Informieren Sie sich täglich über die Wetterlage.
  • Nicht alle Fahrbahnen können und müssen gleichzeitig von Schnee befreit und gestreut sein. Trotz aller Räum- und Streumaßnahmen kann es glatt sein.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schneeschieber in Ordnung ist und dass Sie ausreichend abstumpfend wirkendes Streumaterial haben.
  • Steigen Sie möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel um.
  • Stellen Sie sicher, dass ihr Fahrzeug entsprechend der Witterung ausgestattet ist. Ihren Reifen sollten Sie besondere Beachtung schenken. Ihr Fahrverhalten muss immer den tatsächlichen Wetter- und Fahrbahnbedingungen angepasst sein. Das gilt auch für Zweiräder.
  • Gewähren Sie Winterdienstfahrzeugen Vorfahrt und geben Sie ihnen die Möglichkeit, durch und vorbeizufahren. Schneepflüge sind bis zu 3,50 m breit!
  • Bei parkenden Autos kann der kommunale Winterdienst nicht räumen. Parken Sie deshalb Ihr Fahrzeug möglichst auf Ihrem eigenen Grundstück oder nahe am Fahrbahnrand.
  • Bitte führen Sie Ihre Räumpflicht gewissenhaft aus, damit alle sicher und gefahrlos unterwegs sein können. Bedenken Sie, dass Stürze, besonders für ältere Menschen, schlimme Folgen haben können.
  • Denken Sie auch daran, dass Sie eventuell für Schäden haften.


Sollten zum Winterdienst oder auch zur Straßenreinigung noch Fragen offen sein, so wenden Sie sich bitte an Ihre Stadtverwaltung:
SG 68.2 Bauhof (Herr T. Friedrich) – 03943/654680 oder
SG 32.2 Allg. Ordnung (Frau I. Mendritzki) - 03943/654309