Mit der Ausstellung "Jenseits der Hast", die der Fotograf Klaus Ender im Bürgerpark Wernigerode mit 80 Bildern präsentiert, erwartet den Besucher ein besonderes Naturerlebnis.
Ender hat sich auf verschiedenen Gebieten einen Namen gemacht, aber immer war die Natur ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit. Das Detail und das überschaubare Motiv sind seine Stärken, die er in einer besonderen Form der Farb- und Lichtführung - und mit großer Sensibilität gestaltet. In seinen Bildern findet sich Grandioses neben Bescheidenem, Schönheit neben Vergangenem, Besinnlichkeit neben Erbaulichem, Erhabenes neben Alltäglichem. Eines vermitteln sie dem Betrach¬tenden immer: Stille, Ästhetik und Sympathie für die Schöpfung.
Immer wird der Respekt vor der Natur in seinen Bildern sichtbar und selbst dann, wenn er Farbfilter einsetzt, um bestimmte Nuancen zu erzielen, unterstreicht die Technik nur die Bildaussage und wird nie zum Selbstzweck.
Die renommierte Zeitschrift COLORFOTO brachte im H. 5/94 unter dem Titel: "Filtertechnik" einen mehrseitigen Beitrag und schreibt: "Grau in grau - das gibt es für Klaus Ender nicht. Seine Bilderwelt ist farbig. Mit Filtern bringt er seine Landschaft- und Naturaufnahmen in Stimmung. Und das mit großem Erfolg
er gilt seit Jahren als Filterspezialist."
Und das Magazin "Leica international" schreibt im Heft 1/2003 zu seinen Bildern vom Meer: "Klaus Ender widmete der Ostsee bei Rügen eine fotografische Verbeugung
als wäre die Landschaft ein Spiegel des eigenen Inneren oder als veränderte die Seele ihre Farbe, wenn man sich seinen Bildern aussetzt. Tatsächlich wird der Atem langsamer und tiefer, spürbare Ruhe kehrt ein beim Betrachten der Naturaufnahmen von Klaus Ender."
Von sich selbst sagt der Autor: "Ich brauche keinen Grand Canyon - er macht mir eher Angst, weil man ihn nicht in einhundert Jahren erfassen kann. Mir reicht ein kleiner Garten oder Tümpel, ein paar Bäume oder ein paar Quadratmeter Strand, um mit der Kamera glücklich zu sein."
Ender ist ein astreiner Autodidakt, war sieben Jahre (1959-1965) leidenschaftlicher Amateur und Volkskorrespondent auf Rügen, erhielt 1966 die Zulassung als Bildreporter; 1971 als Bildjournalist und 1981 die Anerkennung als "Bildender Künstler der Fotografie." Er bevorzugt nach wie vor den Diafilm und keines der ausgestellten Bilder wurde am Computer bearbeitet. Er betrachtet die Natur als Kraftquell, als Refugium der Besinnlichkeit und als Wertvollstes, was der Mensch vorgefunden hat - und heute fast ausschließlich als Ausbeutungsobjekt ansieht.
Von seinen 4 Homepages ist eine dem Naturschutz gewidmet und seine über 140 Bücher, Kunstkalender und vieles mehr tragen seine Bewunderung für die Natur in die ganze Welt. Sein Fachbuch "Filtertechnik - Filterkunst" ist zum "Handbuch der Fotografie" geworden, wurde auch für alle spanisch sprechenden Länder ins Spanische übersetzt. 1990 gründete er (in Österreich lebend) mit seiner Frau das Art Photo Archiv Klaus Ender, dass heute 120.000 Bilder aus 5 Kontinenten umfasst, und 2003 den gleichnamigen Verlag, in dem bisher 8 Poesie-Bildbände mit seinen Gedichten und Aphorismen erschienen.
Er verbindet darin seine Bilder mit eigener Lyrik und gibt so dem Leser die Möglichkeit, in seine Welt einzutauchen, abzuschalten und aufzugehen in der Harmonie von Wort & Bild. Die Natur und das Wort vermitteln dem Leser andere Werte, als es uns die schrillen Töne des Fernsehens und Schlagzeilen der Boulevard-Medien suggerieren. Mal sind die beschriebenen Motive an Fabeln angelehnt, mal schlüpft er in die Wesen hinein und gibt ihnen Seele, mal gibt er Denkanstösse oder weist auf besondere Sichtweisen hin. Seine Bücher sind jeweils einem Thema - Liebe, Trauer, Zuversicht, Glück, Zeit - gewidmet, das er in immer anderen Varianten zum Ausdruck bringt. Immer besinnlich, verstehend, mitfühlend, behutsam und Seelenfarben spendend - Eigenschaften eben, die der Welt des Geldes fremd sind.
Der vom Leben Enttäuschte, der noch immer nach dem Sinn des Lebens Suchende, der ganz am Anfang seiner Laufbahn Stehende oder der Kranke, der nun auch nach einem stressigen Leben die Erkenntnis gewonnen hat, dass ohne Gesundheit alles nichts und das Geld nicht alles ist - sie alle finden sich in seinen Büchern wieder und es wird deutlich, dass es auf die Perspektive ankommt, aus der man sein Leben, seine Leiden oder seine Träume sieht. Nur ein sinnvolles, bedachtes - und mit Freude bewältigtes Leben kann uns Erfüllung bringen.
Oft sind es nur kleine Anlässe, die das Leben bereichern, aber wer diese nicht in ihrer Summe als lebenswert erkennt, wird weiterhin - und oft umsonst - dem großen Glück hinterher laufen. Seine neuesten Bücher "Von Zeit zu Zeit" und "Das kleine Glück" sind die Quintessens seines Lebens, das auf zutiefst erlebte 70 Jahre zurückblicken kann. Wer dieses "Von Zeit zu Zeit" über sich nachzudenken nicht ernst nimmt oder "Das kleine Glück" übersieht, dem sind diese Bücher besonders ans Herz gelegt, weil die Worte des Autors Klaus Ender auf eine humane, schöne und oft auch heitere Weise helfen, zu sich selbst zu finden.
Ausstellungsdauer - vom 11. April bis Ende September 2009
Öffnungszeiten der Ausstellung im Bürgerpark:
April: 9.00 bis 18.00 Uhr - ab Mai 9.00 bis 19.00 Uhr
Wernigeröder Bürgerpark, Kurtsstraße 11, 38855 Wernigerode
Alle Informationen: www.harzlicke-erleben.de,
www.klaus-ender.de www.klaus-ender.com www.ruegen-bild.de www.sorgenkind-ruegen.de
Kontakt und Informationen:
Park und Garten GmbH
Dornbergsweg 27
38855 Wernigerode
Tel.: +49 03943. 40 89 10 30
Fax: +49 03943. 40 89 10 19
E-Mail:
info@wernigeroeder-buergerpark.de
Im Internet:
www.wernigerode.de
Jetzt neu:
www.harzblicke-erleben.de