Sachgebiet Wildpark

Gutspark Minsleben
Gutspark Minsleben

Der Gutspark Minsleben zeigt sich heute im Erscheinungsbild eines Landschaftsparks nach englischen Vorbildern.

Geschwungene Wege, naturnahe Wasserflächen, kleine Baumgruppen und wertvolle Einzelbäume prägen den Park. Wiesenflächen geben immer wieder Blicke frei.

Ursprünglich besaß der Gutspark im Westen, Süden und Osten keine feste Abrenzung zur Landschaft, so dass er mit dieser eine für Landschaftsparks charakteristische Einheit bildete.

Die umgebenden Weiden, Äcker und Grasland ermöglichten einen ungehinderten Blick in die Landschaft, zu den Bergen des Harzes und zum Brocken. Die heutige westliche Grenze des Gutsparks vermittelt noch einen Eindruck vom Verschmelzen von Parkanlage und Landschaft.

Über die Entstehung der 2,2 ha großen Anlage ist nur wenig bekannt.
Es ist aber anzunehmen, dass zum Zeitpunkt der Erbauung des Gutshauses 1720 der Park als barocke, regelmäßige Anlage mit einem strengen Bezug zum Gebäude gestaltet wurde.

Sichere Angaben zur Gestaltung des Parks können erst um 1940 von Zeitzeugen gemacht werden. Schon damals befanden sich in der Parkanlage zwei Teiche.Südlich des Gutshauses, an dessen Gartenfront, befand sich der kleinere Teich. Im Zentrum der Parkanlage lag der zweite Teich, der eine beachtliche Größe aufwies. Die Größe des Teiches ermöglichte, dass auf ihm gerudert werden konnte. Die Mitte zierte ein Schwanenhaus.

Ursprünglich dehnte sich der Park noch hinter der Gärtnerei in westlicher Richtung aus. Der Gutspark ist seit 1991 durch die Denkmalpflegeordnung unter allgemeinen Schutz gestellt. Gleichzeitig ist er als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Im Jahre 1999 wurde die Rekonstruktion der Parkanlage abgeschlossen

 
Ständige Aufgaben im Bereich Wildpark Christianental:

Im Wildpark Christianental werden 400 Wildtiere in 30 Arten und 30 Haustiere gepflegt und artgerecht gehalten.

Weiterhin widmet sich der Wildpark intensiv dem Schutz stark bedrohter Arten.

So verfolgen wir die artgerechte Haltung und Zucht von gefährdeten Greifvogelarten wie z.B. der Sumpfrohreule, des Steinkauzes, der Wanderfalken, Würgfalken und des Rotmilans.

Besondere Höhepunkte sind die wiederkehrenden Veranstaltungen unter aktiver Mitgestaltung des Fördervereins Wildpark Christianental e.V.

Dies sind nur einige Beispiele der gelungenen Veranstaltungsreihe:
  • Frühjahrsputz im Wildpark
  • Ostereiersuchen für Kinder
  • Wildparkfest im Mai
  • Dämmerschoppen im November

Tiergarten Wernigerode:

Vom fürstlichen Tiergarten zum sentimentalen Landschaftspark: Der gräfliche Tiergarten stellt die älteste der um das Schloß Wernigerode vorhandenen Grünanlagen dar. Im Jahre 1435 wird der "Dreigarden" als Forstname erstmals erwähnt. Es ist anzunehmen, dass sich dieser ebenfalls im Bereich des Agnesberges, damals Binningberg, befand.

Graf Albrecht Georg zu Stolberg - Wernigerode gründete 1568 einen Tiergarten auf dem Binnigberg und ließ ihn mit Palisaden umziehen, um darin das Wild halten zu können. Im Jahre 1595 wurde das gesamte Gebiet des Tiergartens abgeholzt, so dass Schloss- und Binningsberg als kahlgeschlagene Höhen in Erscheinung traten. Im 17.Jahrhundert wurde der Tiergarten nicht mehr als solcher genutzt und erst im 18.Jahrhundert erneut nach Wernigerode verlegt und der Tiergarten 1716 als solcher wieder angelgt.

Das Anliegen der Stadt Wernigerode ist es, neben einer sensiblen Forstwirtschaft und dem Naturschutz, den hohen Erholungswert der Anlage durch Wiederherstellung von Hauptwegen und Aussichtspunkten zu fördern. Dabei gilt es insbesondere, die wertvollen Eßkastanienbestände, die Augusten-Allee und einzelne dendrologische Besonderheiten herauszustellen, zu sichern und zu ergänzen.

Die Koordinierung der Ansprüche verschiedener Benutzergruppen stellt dabei ein wichtiges Anliegen dar.

 

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