Jagdgebiet Stadtwald

Jagdgebiet Stadtforst

Unser Stadtwald liefert uns frisches Wildbret von Tieren, die keine Medikamente, kein Kunstlicht und keine Ställe kennen. Wir bekommen dieses reine und hochwertige Lebensmittel für besondere Anlässe direkt vom Forstamt oder vom örtlichen Wildhändler. Zu den Delikatessen gehören Rotwild, Rehwild, Schwarzwild und Muffelwild. Seit dem 12. Jahrhundert schon galt der Harz als Reichsbannforst, als schönstes und beliebtestes Jagdrevier des Kaisers.

1232 ging das Jagdrecht vom Kaiser auf den Landsherren über. In Zeiten finanzieller Not wurde die Jagd verpachtet, sonst blieb sie ein Privileg der Reichen.

1848 wurde dieses Jagdprivileg abgeschafft, 1850 ging das Jagdrecht an die Stadt. Ab 1945 wurde die Jagd im Bürgerforst verpachtet.

1953 wurde das Jagdwesen durch die Volkskammer beschlossen. Das jagdbaren Wild wurde Volkseigentum und unterlag der Bewirtschaftung durch den Staat. Das Jagdausübungsrecht wurde also vom Eigentum an Grund und Boden der Stadt getrennt.

1980 wurde diese Einheit erneut hergestellt; es durften dann nur Forstbedienstete sowie Jagdgesellschaften unter Aufsicht der Forstbetriebe jagen.

Seit 1990 besteht ein einheitliches bundesdeutsches Jagdrecht. Mit den sich wandelnden Zeiten und Jagdbefugnissen hatte es immer abwechselnd zu hohe Abschüsse oder zu viel Wild gegeben. Beides schadete dem Zustand von Wald und Wild erheblich. Die Stadt Wernigerode setzt sich heute über die Regulierung für ein gesundes Gleichgewicht von Wild und Wald ein.

Schmuck aus dem Stadtwald

Wenn wir in der Vorweihnachtszeit durch unsere Innenstadt bummeln, ist uns unser Wald ganz nahe. Die aufwändige und malerische, weihnachtliche Innenstadtdekoration ist ohne ihn nicht vorstellbar. Schmuckreisig als Fichten- oder Birkengrün wird jährlich hierfür bzw. für Schützenfeste zur Verfügung gestellt. Der Verkauf von Weihnachtsbäumen und Schmuckreisig entwickelte sich im 20. Jahrhundert. Im Zuge eines alten Brauchs wurden Hauseingang und Fenster der Konfirmanden mit Girlanden aus Fichtengrün geschmückt. Seit 1993 wurde diese Tradition durch das Stadtforstamt wiederbelebt.


Klimatische Bedingungen

Die Stadt Wernigerode berücksichtigt die sich verändernden klimatischen Bedingungen und die gesellschaftlichen Ansprüche. Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz behält dabei eine zentrale Bedeutung. Die Stadt Wernigerode setzt sich im Rahmen der Daseinsvorsorge für Pflege und Erhalt der eigenen nachwachsenden Ressourcen ihrer Bürger ein. So fächern wir beispielsweise das Spektrum der gepflanzten Bäume breit, damit unsere zukünftigen Wälder vielfältige, ertragreiche und stabile Wälder sind. Es bleibt deshalb wichtig, den städtischen Waldbesitz in seiner jetzigen Größe und Vielfalt zu erhalten.


Kontakt und weitere Informationen:

Stadtverwaltung Wernigerode
Revier Stadtforst
Bahnhofstraße 35
38855 Wernigerode 
Tel: 03943. 654. 822
E-Mail: Michael.Selmikat@wernigerode.de

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