Das historische Rathaus
1277 wurde erstmals ein Spielhaus (Speelhus)erwähnt um 1420 als eingeschossiger Massivbau errichtet
1427 schenkte Graf Heinrichder Stadtdas Spielhaus - die Wernigeröder hatten damit einen großen Saal für Rechtspflege, Beratungen, Festlichkeiten, Theater und Hochzeitsfeiern
(Auf dieses Ereignis geht das jährlich stattfindende Festessen "vasten-colleg" zurück)
1494 - 98 Fachwerkaufstockung einschließlichder 2 Türme am Giebel des Spielhauses
1498 Abschluss der Bauphase durch den Zimmermeister Thomas Hilleborchda die Räumlichkeiten nicht ausreichten, kaufte der Rat 1530 das Schierstedtsche Hausdazu
1541 Beschlussfassung, dass kein neues Rathauserrichtet werden soll, sondern das bisherige Spielhaus dafür genutzt wird
1539 - 44 Umbau des Spielhauses zum Rathausnach Entwürfen und unter Bauleitung von Zimmermeister Simon Hilleborch, Sohn vonThomas Hilleborch
1584 Bürgermeistererker (Renaissance)
1698 Anbau einer Accisestube an derNordostecke des Rathauses Geschichte des Wernigeröder Rat HAUSES
1699 - 1713 neuer Glockenturm, weitere Instandsetzungsmaßnahmen am Haus
1847 Verkleidung der oberen Turmgeschossemit Schiefer
1873 - 75 größere Umbauten, u.a.- Vergrößerung der Fenster - Abbruch der Accisestube - Umbau des Festsaales zu Büroräumen
1889 Beschluss zur Wiederinstandsetzung desalten verwahrlosten und verbauten Ratskellers
1936 - 39 grundhafter Um- und Ausbau desRathauses, u.a. - Ratsherrensitzungssaal, neue Verwaltungsräume und Sparkasse wurden errichtet
- Bürgermeistererker wurde eingebaut
1984 Fertigstellung der Innenarbeiten durch denStadtbaurat E.W. Deistelin den letzten 14 Jahren erfolgten umfassende Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, u.a.
- Erneuerung des Putzes sowie des Außenanstrichs
- Neueindeckung mit Schiefer
- Neugestaltung des Ratskellers
2007 wurde ein Fahrstuhl in das Treppenhausintegriert um die Barrierefreiheit größtmöglich gewährleisten zu können
2009 - 2010 Neueindeckung des ehemaligenSparkassenflügels mit spanischem Schiefer
Holzfiguren im Rathaussaal
Die Holzfiguren aus dem Rathaussaal, welche den Verwendungszweck des Saales darstellten, waren nach dem zweiten Weltkrieg verschwunden.
Dank Baurat Deistels Nachforschungen wurden sie auf dem Dachboden einer Schule gefunden und durch Otto Welteim Rathaussaal angebracht.
Die Figuren versinnbildlichen die Rechtspflege, ernste Beratung, Handel, Musik, Festlichkeit, fröhliche Hochzeitsfeiern, Tanz und das Theater.
Bilder im Rathaussaal
Der Rathaussaal zeigt Bilder des Malers Bert Heller. Die Fresken zeigen die Kriegs- und Nachkriegsfolgen "Vertreibung", "Heimkehr" und den "Aufbau des Landes nach 1945".
Glaskunst im Eheschließungssaal
Am 7. Februar 2008 wurde ein neues Kunstwerk eingeweiht: der Kunstpreisträger von 2007 der Stadt Wernigerode Günter Grohsschuf eine Fensterverkleidungfür den großen Eheschließungssaal.
Die neue Glaskunst vervollständigt die Reihe von künstlerischen Gestaltungselementen. Vorhandene Fenster wurden nicht umgestaltet, sondern separate Glaswände davor gebaut.
Die drei Glaselemente tragen die markante, individuelle und charaktervolle Handschrift von Günter Grohs. Klares, weißes, mit Pastellfarben abgesetztes Glas bildet den Blickfang im Eheschließungssaal.
Im historischen Fachwerk mit auskragenden oberen Stockwerken werden Knaggen zur Aussteifung und zur Abtragung von Lasten zwischen den Ständern und den auskragenden Deckenbalken eingebaut.
Die Verbindung zu dem auskragenden Deckenbalken wird dabei durch einen Zapfen hergestellt, die Verbindung zu dem Ständer durch einen Versatz, wenn vertikale Lasten übertragen werden sollen. Häufig sind die Knaggen mit Schnitzereien, Figuren oder Ornamenten versehen.
*Die Knaggenfiguren am Wernigeröder Rathaus, die maßgeblich sowohl die Fassade als auch die Seitenflügel zieren, erzählen eine Vielzahl an Geschichten über die Stadt und ihre Bürger.
an den Knaggen des Erkers ließ Otto Welte im Zuge der Neugestaltung der Rathaus-Ostseite eine eigenständige Gruppe holzgeschnitzter Figuren anbringen von den insgesamt vier Figuren-Gruppen des Rathauses zählt diese zuletzt angebrachte zu denjenigen, durch die am deutlichsten harztypische Bezüge bildkünstlerisch thematisiert werden die vier aus Nussbaumholz gefertigten Knaggenfiguren veranschaulichen traditionelle Berufe des Harzes anhand ihrer Kleidungsformen:
- Harzer Hirten
- Frau mit dem Schilderhausmantel
- Fuhrmann
- Waldarbeiter
*Quelle: Wikipedia
Heiraten im historischen Ambiente:
Hinter der malerischen Fachwerkfassade des Wernigeröder Rathauses erwartet Sie ein beeindruckendes Ambiente.
Im ersten Bürgersaal der Stadt, in dem seit über 500 Jahren über das Wohl der Stadt und seiner Bürger entschieden wurde, bekunden Sie mit einem »Ja« eine Zukunft an der Seite Ihres Partners. Sowohl im großen, modernen Trauzimmer mit Platz für bis zu 40 Gästen als auch im romantischen kleinen Zimmer für etwa 12 Gäste - in jedem Winkel verspüren Sie das Flair des historischen Baukunstwerkes.
Als Hochzeits-Mekka über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt und beliebt, bietet Ihnen unsere Stadt mehr als nur den Ort Ihrer Eheschließung.
Wenn Sie schon immer von einer Hochzeit wie im Märchen geträumt haben, dann entscheiden Sie sich für Wernigerode.
Kommen Sie in die "Bunte Stadt am Harz", treten Sie ein in unser historisches Rathaus.
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